So die Überschrift eines jüngst in der BNN veröffentlichten Leserbriefes. Es ging dabei nicht um ein Radrennen und schon gar nicht um positive Leistungen von Radfahrern. Im Gegenteil, der Autor des Leserbriefes hatte ein paar Wochen lang das Fehlverhalten von Radfahrern und Autofahrern gezählt. Morgens waren die Radfahrer dran, abends die Autofahrer. Mit weitem Abstand ungeschlagen, was das Fehlverhalten anbelangt, waren die Radfahrer.

Häufigstes Fehlverhalten bei den Radfahrern:

  • Überqueren der Straße trotz roter Ampel
  • Fahren bei Dunkelheit ohne Licht
  • Benutzen der falschen Straßenseite (Geisterfahrer)

Häufigstes Fehlverhalten bei den Autofahrern:

  • Abbiegen ohne zu blinken
  • Radwege zuparken
  • Defekter Scheinwerfer

Als passionierter Radfahrer muss ich kleinlaut eingestehen, dass er recht hat. Ich mache tagtäglich dieselben Erfahrungen. Ich könnte die Liste der Fehlverhalten noch ergänzen durch:

  • Freihändig fahren und dabei eine SMS schreiben
  • Telefonieren während der Fahrt
  • Fußwege benutzen

Es gibt noch viel zu tun in Sachen Verkehrserziehung. Zum einen sind wir Eltern gefordert. Nach dem Motto „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ muss der Grundstein für das Rechtsempfinden unter den Radfahrern schon bei den Kleinsten gelegt werden. Wir Erwachsene müssen es vorleben, damit unsere Kinder es uns nachtun. Wenn wir keinen Helm aufsetzen, werden unsere Kinder es auch nicht tun. Wenn wir trotz roter Ampel über die Kreuzung gehen, werden es auch unsere Kinder tun, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein.

Verkehrserziehung gehört nicht nur in die Kindergärten und Grundschulen, auch in den weiterführenden Schulen sollte die Straßenverkehrsordnung auf dem Lehrplan stehen.

Ganz wichtig ist auch, dass Regelverstöße und Fehlverhalten schneller bzw. überhaupt geahndet werden. Manche Unverbesserlichen lernen es einfach nur auf die harte Tour.