Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Weihnachten

Merry Christmas!

Wer will schon weiße Weihnachten! Ich brauche das nicht unbedingt, da ich keinen Wintersport betreibe und eigentlich jedem Wetter etwas abgewinnen kann. Ich finde, dass auch dichter Nebel und Nieselregen ihren Charme haben. Man muss es nur richtig ausleuchten, dann wird es sogar weihnachtlich.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein paar besinnliche Weihnachtstage. Macht das beste aus dem Wetter. Man kann auch bei Regen und Wind eine Runde spazieren gehen, joggen oder Rad fahren. Dann übersteht man auch die bevorstehende Völlerei – yummy 🙂 – viel besser.

Stressfrei in die City?

Die Stadt Karlsruhe rüstet sich wieder für den Weihnachtsansturm. Unter Stressfrei in die Weihnachtsstadt  findet man Informationen zur Verkehrsführung.

Der Verkehr soll fließen

Damit meint man allerdings in erster Linie den Autoverkehr. Damit dieser Verkehr noch „besser“, sprich schneller durch die City direkt am ECE und am Rondellplatz vorbei Richtung Fritz-Erler-Straße fließen kann und Autofahrer auf den für sie anscheinend lästigen Schulterblick komplett verzichten können, hat man den Radfahrstreifen auf  der Markgrafenstraße für Radfahrer kurzerhand aufgehoben, zu unserem Schutz, wie es in der Pressemeldung lapidar heißt.

Wieso man den Autoverkehr hier lang führt, ist mir absolut schleierhaft. Wegen der paar Stellpätze in der IHK Tiefgarage? Auf dem Friedrichplatz eröffnet bald der Weihnachtsmarkt, vom ECE  laufen täglich Tausende von Fußgänger in Richtung Kaiserstraße und die Markgrafenstraße ist Hauptverkehrsader für Radfahrer. Ausgerechnet hier leitet man jetzt zusätzlich den Autoverkehr lang? Dann sieht das bis Anfang nächsten Jahres hier wohl so aus, bloß noch schlimmer, da die Weihnachtszeit ja noch kommt:

 

Man konnte förmlich spüren, dass der Autofahrer die vor ihm fahrende Radfahrerin am liebsten zur Seite gefegt hätte. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ist er mit überhöhter Geschwindigkeit an ihr vorbeigebraust, nur um an der nächsten Kreuzung gleich wieder eine Vollbremsung hinzulegen, um links abzubiegen. So viel zum Thema Der Verkehr soll fließen.

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Geruhsame Weihnachtszeit

Bild: @StpnLibrarian

Der Weihnachtsmann kommt in Münster natürlich auch per Rad.

Noch 2 Tage bis Weihnachten

Und, habt ihr schon alle Geschenke beisammen? Oder gehört ihr zu denen, die am Samstag noch mal schnell in eine Parfümerie oder einen Juwelierladen müssen? Noch habt ihr drei Tage Zeit, euch mehr oder weniger geistreiche Geschenkideen einfallen zu lassen.

Oder ihr nutzt eure Zeit einfach für etwas Sinnvolles:

Cartoon von Ralph Ruthe (@ralphruthe)

Geschenkideen

Wenn man durch die Gänge der Discounter schlendert und die vielen Lebkuchensorten sieht, könnte man schon lange meinen es sei bald Weihnachten. Dabei haben wir noch gut zwei Monate Zeit uns ausgefallene Geschenkideen zu überlegen.

Falls ihr diesbezüglich noch Anregungen braucht, ein paar ausrangierte Fahrradteile besitzt und handwerklich geschickt seid, dann hätte ich hier einen Vorschlag für euch:

Quelle: Annika Felert (annikafelert) on Pinterest

5 Grad und Schneeregen

Bei diesem Wetter fahren nur Hartgesottene mit dem Rad: Ich zum Beispiel. Komischerweise macht mir das überhaupt nichts aus, morgens um 6 Uhr bei knapp über Null Grad und Schmuddelwetter mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dank meiner Überhandschuhe habe ich auch keine kalten Hände. Das war früher immer mein größtes Problem. Aber die Overmitt II von VAUDE schützen vor Kälte, Fahrtwind und Nässe. Doppelt gewappnet mit warmen Skihandschuhen und den Overmitt II, habe ich auch bei diesem Wetter immer warme Finger. Wählt die Überhandschuhe nicht zu groß. Wenn eure Handschuhgröße 8 ist, wählt auch die Überfäustlinge in 8. Bei den Größen ist bereits berücksichtigt, dass man darunter noch andere Handschuhe trägt. Das einzige Manko ist, dass die Feinmotorik zu wünschen übrig lässt. Aber diesen Nachteil nehme ich gerne in Kauf.

Überhandschuhe von VAUDE

Überhandschuhe von VAUDE

Übrigens kann man solche Überhandschuhe auch gut zu Nikolaus verschenken. Sie machen sich gut als praktische Umverpackung für Süßigkeiten, Nüsse und Mandarinen.

Last-Minute-Geschenke nicht nur zu Weihnachten

Ihr wisst nicht, was ihr eurem Radsport begeisterten Gatten schenken sollt? Wie wäre es mit einem Bildband von Philipp Hympendahl. Der Titel lautet “Beyond the Finish Line” (ISBN 978-3-00-046552-9) und wurde von Philipp Hympendahl (Fotograf) und Tim Farin (Radsportjournalist) herausgegeben. Die Fotos geben einen phantastischen Einblick in die Welt des Radsports und dem Drumherum mit all seinen Facetten.

Etwas Kuscheliges für die Winterzeit bietet VAUDE. Mit der Softshell Jacke Wintry II hat niemand mehr die Ausrede, es sei zu kalt zum Radfahren. Die Jacke ist 100% winddicht, bietet somit hervorragenden Wind- und Kälteschutz. Das Material ist elastisch und angenehm weich. Reflektoren sorgen auch in der Dunkelheit für Sicherheit im Straßenverkehr. VAUDE ist Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Das Green Shape Gütesiegel steht für eine umweltfreundliche Material-Herstellung nach dem strengen bluesign® Standard.

Sicherheit durch Sichtbarkeit – das ist jetzt in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig. Die Firmen Busch und Müller und Sigmasport bieten für den kleinen und großen Geldbeutel Sicherheit in Form von Akku betriebenen und StVZO zugelassenen Frontscheinwerfern und Rückstrahlern. Das Ixon IQ Premium von Busch und Müller bietet z.B. 80 Lux für 5 Stunden bzw. 15 Lux für 20 Stunden im Low-Power-Modus. Den Akkuscheinwerfer gibt es für knapp 80 Euro. Er kommt serienmäßig mit 4 Mignon Akkus, Universalhalter für alle Lenkergrößen und Ladenetzteil.

Die Frontleuchte Sportster von Sigma Sport gibt es schon für knapp 50 Euro. Sie wird mit einer Klick-Halterung geliefert. Sie bietet 30 Lux, hat einen integrierten Lithium-Ionen-Akku und wird über einen Micro-USB-Anschluss geladen.

Sieben Gründe für ein E-Bike unter dem Weihnachtsbaum

So lautet der Titel eines Artikels, der Anfang Dezember auf Zeit Online veröffentlicht wurde. Ohne den Artikel gelesen zu haben, könnte ich sofort einen gewichtigen Grund nennen, warum ein E-Bike mit Sicherheit unter vielen Weihnachtsbäumen nicht auftauchen wird: der Preis.

In einem Land, in dem ein nicht gerade geringer Prozentsatz von Menschen am Ende des Geldes noch ein Menge Monat vor sich hat, den es zu finanzieren gilt, finde ich so einen Titel geradezu unverschämt und peinlich. Was gibt es dann nächstes Jahr? Ein Elektroauto für die Gattin und ein Pferd für die Tochter? So ein Pferd erfüllt auch viele der vom Autor genannten Gründe für ein E-Bike unter dem Weihnachtsbaum:

  • Ein E-Bike ist günstig.
  • Ein Pedelec braucht wenig Platz.
  • Pedelec fahren ist immer noch Rad fahren.
  • Ein E-Bike motiviert.
  • E-Bikes sind sauber.
  • Pedelecs machen gesund.
  • E-Bikes sind cool.

Auch Pferde sind „cool“, sie motivieren bestimmt auch viele Menschen, sich zu bewegen und sind vielleicht auch förderlich für die Gesundheit. Geht es aber nicht ein wenig bescheidener? Ich dachte immer, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten. Feiern wir Weihnachten eigentlich nur noch wegen der Geschenke?

Doch jetzt zum Artikel selbst. Ich habe selten einen Text gelesen, in dem die Begriffe „E-Bike“ und „Pedelec“ derart wild durcheinander verwendet wurden. Das finde ich für eine renommierte Wochenzeitung wie die ZEIT etwas schwach. Was soll ich mir denn jetzt unter den Tannenbaum legen? Ein E-Bike oder ein Pedelec. Beim Pedelec (Electrically Power-Assisted Cycle) muss ich noch selbst in die Pedale treten. Der Elektromotor bietet nur eine Tretunterstützung. Wenn ich aufhöre zu treten oder schneller fahre als 25 km/h, schaltet sich der Elektromotor automatisch ab. Für ein Pedelec brauche ich im Gegensatz zum E-Bike keine Betriebserlaubnis. Womit wir schon beim E-Bike wären. E-Bikes, auch Leichtmofas genannt, fahren auch ohne dass ich in die Pedale trete mit reiner Motorkraft. Sie sind versicherungspflichtig, auch wenn ihre Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h gedrosselt ist.

Kommen wir zum Preis. Ein E-Bike sei mit einem Anschaffungspreis von knapp 2000 Euro günstig, so der Autor. Ob man für 2000 Euro schon ein gescheites Pedelec oder E-Bike bekommt, lassen wir jetzt mal außen vor. Auch „günstig“ ist relativ. Wenn sich mein monatliches Nettoeinkommen auf mehr als 5000 Euro beläuft, dann ist so ein „Elektro-Fahrrad“ –  so nenne ich es jetzt mal – sicher günstig oder immer noch günstiger als ein gebrauchter Kleinwagen. Aber Otto Normalverbraucher kauft sich und seinen Lieben so ein Elektro-Fahrrad bestimmt nicht mal so zwischendurch. Zumal in ein Auto mehrere Personen passen, auf ein Elektro-Fahrrad aber nur eine Person zur Zeit. Abgesehen von den Anschaffungskosten verursachen Elektro-Fahrräder auch Folgekosten. Schließlich muss man den Akku laden, und zwar mit Strom, und der fließt aus der Steckdose auch nicht gerade kostenlos. Ein E-Bike ist außerdem noch versicherungspflichtig.

Wie sieht es mit dem Platzbedarf solch eines Elektrofahrrades aus? Da stimme ich Herrn Domes zu. Ein Elektrofahrrad benötigt weniger Platz als ein Auto. Auf einem Autoparkplatz kann man sicherlich viele Räder abstellen. Allerdings wage ich es zu bezweifeln, dass auf einem Autoparkplatz 10 Elektro-Fahrräder Platz finden.

Auch wäre es schön, wenn man sein (Elektro-)Fahrrad auf so einem Parkplatz nicht nur abschließen sondern auch anschließen könnte. 2000 Euro und mehr wollte ich nicht unbedingt ungesichert irgendwo stehen lassen. Mit an den Arbeitsplatz nehmen ist auch keine Option. Wer schleppt schon gut 20 kg – und so viel wiegt ein normales E-Bike oder Pedelec mindestens – ein paar Stockwerke rauf und wieder runter.

„Pedelecs machen gesund“, so Herr Domes. Wenn ich das bloß früher gewusst hätte, dann wäre ich im Krankheitsfall nicht zum Arzt gegangen, sondern hätte mir ein Pedelec gekauft.

Und auf dem Elektrorad werden die Gelenke beim Fahren stärker geschont als auf einem normalen Fahrrad – weil der Fahrer gleichmäßig unterstützt wird.

Lieber Herr Domes, ich weiß nicht, wie Sie Rad fahren, aber meine Gelenke sind auch nach jahrelangem Rad fahren ohne Tretunterstützung durch einen Elektromotor top in Schuss. Ich tue etwas für meine Gesundheit, wenn ich Rad fahre. Ich stärke sicherlich auch mein Immunsystem, aber heilende Wirkung – sozusagen durch Hand oder sollte ich sagen Motor auflegen – haben Pedelecs sicherlich nicht.

„E-Bikes sind cool“. Wenn ich irgendetwas total „uncool“ finde, dann ist es das Adjektiv „cool“. Es reicht, dass ich mir dieses abgelutschte, nichtssagende und überstrapazierte Wort in meiner Firma bei der wöchentlich stattfindenden Team-Besprechung um die Ohren hauen lassen muss, aber dass selbst die ZEIT mit so einem abgedroschenen Adjektiv daherkommt, enttäuscht doch sehr.

Weihnachten – was soll man bloß schenken

Weihnachten kommt ja bekanntlich jedes Jahr unerwartet. Man denkt an nichts Böses, schwupp ist wieder Dezember und es stellt sich die Frage was soll ich meiner / meinem Liebsten schenken. Dazu kommt noch, dass man ständig gefragt wird „Was wünscht du dir eigentlich?“.  Kinder können diese Frage spontan beantworten bzw. ohne Probleme eine DIN  A4 Seite voll mit Wünschen formulieren. Wir Erwachsenen tun uns da schwer. Weil wir im Grunde schon alles haben oder uns selbst kaufen könnten.

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