Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Rennrad

Fahrrad Maut

Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, plant die Bundesregierung die Einführung einer Maut für Radfahrer, um die klammen Kassen der Kommunen aufzufüllen. Diese weitere Infrastrukturabgabe soll ein Jahr nach der PKW Maut – also 2017 –  für den Bau neuer Radwege eingetrieben werden. Bezahlen müssen sie In- wie Ausländer, die sich auf deutschen Radwegen fortbewegen. Daß vielleicht viele Radfahrer ihr Rad aufgrund der drohenden Maut nicht mehr benutzen werden, glaubt die Regierung ausschließen zu können, da ja auch für das alternative Fortbewegungsmittel, das Auto, eine Maut fällig wird.

Ausgenommen von der Mautpflicht für Radfahrer sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre, Schüler und Studenten, Rentner und Sozialhilfeempfänger. Wer nachweisen kann, dass er mit seinem Rad nur abseits öffentlicher Straßen und Radwege unterwegs ist (z.B. Mountainbiker und Downhiller), muss die Maut ebenfalls nicht bezahlen.

Die Einhaltung der Maut wird stichprobenartig kontrolliert, dafür ist das neugeschaffene Bundesamt für Radfahrer (BAR) zuständig. BAR-Mitarbeiter dürfen zukünftig Radfahrer anhalten und im Maut-Register anfragen, ob für das gestoppte Fahrrad die Abgabe gezahlt wurde. Wenn nicht, dürfen sie an Ort und Stelle die Maut eintreiben. Wer die Maut nicht bezahlen kann oder will, darf nicht weiterfahren und muss dem BAR-Mitarbeiter sein Rad als Pfand übergeben.

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Jockels Rennrad-Sammlung

Rennradsportler aufgepasst: Seit dem 23. November 2014 zeigt das Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM die umfangreiche Sammlung von Rennrädern des Kaiserslauterner Joachim „Jockel“ Faulhaber. Jockels Rennrad-Sammlung wurde komplett ins Museumsprogramm integriert und lockt seit einigen Wochen Radsportbegeisterte ins Technik-Museum. Über 35 Jahre Sammelleidenschaft haben eine beeindruckende und vielfältige Ausstellung zum Thema Radrennsport entstehen lassen.

Jockels Rennrad-Sammlung

Jockels Rennrad-Sammlung

Den Kern der Ausstellung bilden über 60 Rennräder aus dem Straßen-, Bahn- und Cross-Radrennsport vieler berühmter Radstars, die bei Weltmeisterschaften, Rundfahrten und Olympischen Spielen teilgenommen und Geschichte geschrieben haben. Weiterhin erwarten den Besucher eine interessante Sammlung von Originaltrikots, Pokalen und Accessoires vieler berühmter Radstars (z. B. Rudi Altig, Miguel Indurain, Jan Ullrich, Udo u. Hardy Bölts, Erik Breukink, Reimund Dietzen, Jan van Eijden, Mike Kluge, Hanka Kupfernagel, Karl Link, Sean Kelly, Klaus P. Thaler, Miriam Welte und Rolf Wolfshohl). Weitere Highlights von „Jockels Rennrad-Sammlung“ sind neben einem der Original-Rennräder von Jan Ullrichs Tour-Sieg  im Jahr 1997, ein Zeitfahrrad des 5-fachen Tour de France Siegers Miguel Indurain, das erste und letzte Rad aus der großen Karriere von Udo Bölts, zwei Stehermotorräder und dazu passende Steher-Rennräder. Wer sich immer schon gefragt hat, ob die Teilnehmer an einem Sechstagerennen eigentlich auch mal schlafen, der findet auch dazu eine Antwort im Technik-Museum Sinzheim.

Die Rennradsammlung wird laut Museumssprecher eine dauerhaft installierte Ausstellung, die den großen Umfang der Sammlung in Etappen präsentiert. Geplant sind für die nächsten Jahre verschiedene Wechselausstellungen, zu deren jeweiligen Eröffnung dann auch die entsprechenden Radrennfahrer eingeladen werden. Da kann man nur hoffen, dass der Rennradsport bis dahin nicht von weiteren Doping-Skandalen überschattet wird.

Für dieses Jahr ist auch bereits eine erste Retro-Tour im Stil der legendären L´Eroica (Italien) geplant. Auf alten Rennrädern und natürlich stilecht im alten Outfit wird die Tour rund um das Museum Sinsheim durch die wunderbare Hügellandschaft des Kraichgaus führen.

Die Ausstellung ist täglich geöffnet von 9.00 bis 18.00 Uhr.

Jens Voigt – eine Legende dankt ab

Wer hätte gedacht, dass ich auch mal was über einen Tour de France Fahrer schreiben würde. Angesichts der vielen Skandale und Dopingsünder war und ist der Profi-Rennradsport für mich nicht mehr „sauber“. Spätestens als Erik Zabel 2013 eingestand, jahrelang gedopt zu haben, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Ich glaube den Unschuldsbeteuerungen der Profi-Rennradsportler einfach nicht mehr.

Bei Jens Voigt bin ich geneigt, einen Ausnahme zu machen:

  • 42 Jahre alt
  • 6-facher Vater
  • 18 Jahre im Profiradsport unterwegs
  • 17 Teilnahmen an der Tour de France
  • 2 Etappensiege auf der Tour de France
  • 2 Tage gelbes Trikot
  • 3 mal Radsportler des Jahres
  • Unzählige Stürze
  • Aggressive und unkonventionelle Fahrweise
  • Weder Bergziege noch Sprinter, sondern Kämpfer
  • Populär im In- und Ausland und nie des Dopings überführt.

Ja, ich glaube ihm, wenn er sagt, er habe nie gedopt.

Er war stets der unermüdliche Kämpfer im Peloton und bekannt für seine spektakulären Ausreißversuche.

Beliebt war er auch wegen seiner Sprüche:

Shut up, legs!

Auch wenn die Beine brannten und der Körper nicht mehr wollte, Voigts gab nicht auf.

Ein Rennradsportler nach dem anderen wurde des Dopings überführt. Voigts blieb bis zuletzt sauber und wetterte markig gegen seine dopenden Mitstreiter:

Zieht sie raus und werft sie auf den Scheiterhaufen

Möge er seinen Ruhestand genießen und durch sein Vorbild junge Sportler dazu motivieren, den Rennradsport wieder salonfähig zu machen – ohne Doping, aber mit Kampfgeist.

Einmal Salbeinudeln und zurück

Wer mich kennt, weiß wo ich war, nämlich im Kräutercafe in Weiler bei Wissembourg.

Salbeinudeln

Salbeinudeln

Mehr als 130 Kilometer mit dem Rad fahren, nur um eine Portion Salbeinudeln zu essen? Da werden sich natürlich Menschen, die es mit Sport nicht so haben, an den Kopf fassen. Für mich war das Entspannung pur. Doch ihr müsst nicht mit dem Rad fahren, um dort hin zu gelangen. Ihr könnte auch mit dem Auto anreisen und direkt vor dem Cafe parken. Wenn euch ein 2-3 Kilometer langer Spaziergang nicht schreckt, könntet ihr alternativ mit dem Auto oder der Bahn nach Wissembourg fahren, euch die wunderschöne Stadt anschauen und dann von dort einen kleinen Spaziergang nach Weiler und wieder zurück machen.

Wer wie ich mit dem Rad anreisen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten:

Mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln nach Maximiliansau und von dort per Rad nach Weiler. Folgt zunächst der Beschilderung nach Lauterbourg und von dort über Scheibenhardt und durch den Bienwald nach Wissembourg. Wenn ihr mit dem Rennrad unterwegs seid, folgt ein paar Kilometer nach der Bienwaldmühle nicht der Beschilderung nach Wissembourg, sondern fahrt geradeaus weiter nach Steinfeld. Der direkte Weg ist geschottert und für Rennräder nicht geeignet. In Wissembourg ist Weiler ausgeschildert. Das Kräutercafe liegt am Ende des Ortes Richtung Bobenthal und Dahn.

Wer lieber durch Felder und Wiesen fahren möchte, fährt auf französischer Seite von Scheibenhardt Richtung Niederlauterbach und dann über Schleithal nach Wissembourg. Folgt kurz vor Wissembourg der Radwegebeschilderung. Der Weg ist zwar länger und führt euch um die Rennbahn herum, aber so entgeht ihr der vielbefahrenen D3.

Oder nehmt euer Rad, setzt euch in den Zug nach Dahn und fahrt von dort über den wunderschönen Radweg durchs Bobenthal über Weiler und Wissembourg zurück nach Karlsruhe. Wenn nicht gerade Hochwasser ist, könnt ihr die Fähre bei Neuburgweier nehmen und dann auf badischer Seite über den ausgeschilderten Radweg wieder zurückfahren.

Störche beim Mittagessen (zum Vergrößern anklicken)

Wenn bei Hochwasser die gerade abgeernteten Felder noch unter Wasser stehen, kommen die Störche in Scharen angeflogen um ausgiebig zu speisen.

Carbonräder

Der Traum eines jeden Rennradfahrers ist ein Rad aus Carbon. Carbon ist extrem leicht und gleichzeitig stark. Es lässt sich unglaublich gut verarbeiten, so dass die Hersteller in der Lage sind Rahmen zu fertigen, die steif und nachgebend und federnd zugleich sind. Der Nachteil ist, dass Carbonräder eine höhere Anfälligkeit für Rissbildung haben. Viele Radsportler entscheiden sich für Carbon, aber wenn sie stürzen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dabei ihr Rad schrotten, höher als bei einem Rad mit einem Rahmen aus einer Aluminiumlegierung oder Titan. Eine Kröte muss man eben schlucken, wenn das Rad extrem leicht sein soll.

Doch nicht nur für Rennradfahrer ist weniger mehr, auch Mountainbiker würden wer weiß was dafür geben, wenn sie die neuste Entwicklung aus dem Hause Scott ihr Eigen nennen könnten. Darf ich vorstellen: das Scott Scale 900 RC.

Ich durfte es Probe fahren und war total begeistert. Ich will jetzt nicht behaupten, es ist so leicht, dass es auf Milch schwimmt, aber es ist mit seinen knapp 9 kg eines der leichtesten auf dem Markt erhältlichen Hardtail-Bikes. Dank eines neuartigen Formgebungsverfahren IMP™ – das Nonplusultra im Bereich der Karbon-Produktion – werden Oberrohr, Lenkkopf und Unterrohr in einem einzigen Produktionsschritt hergestellt. Ergebnis, ein deutlich leichterer Rahmen, allein beim Lenkkopf werden 11 % des Materials eingespart. Wer meint, dies ginge auf Kosten der Stabilität, der irrt gewaltig. Denn die Stabilität wird durch die Verwendung eines HMF-Hochmodulverbundfasergewebes  in Kombination mit Scotts brandneuer HMX-Verbundfaser noch erhöht. Das Scott Scale ist somit eine Symbiose aus Leichtigkeit, Stabilität und Steifigkeit. Es ist ausgestattet mit einer Rock Shox SID-Gabel und der Scott eigenen Rideloc-Technologie mit drei verschiedenen Federweg-Einstellungen.
Ich bin vorher noch nie auf einem 29″ Mountainbike gefahren und war überrascht, dass am viel gepriesenen verbesserten Rollverhalten gegenüber einem 26″ Rad tatsächlich was dran ist. Die großen Räder erleichtern das Fahren auf schwierigem Untergrund wie Wurzeln oder Steinen ungemein. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die im Vergleich mit 26″-Rädern höhere Traktion durch die größere Reifenaufstandsfläche.

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