Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Wissenswertes rund um den E-Bike Akku

Akkus bzw. PowerPacks (Bosch) versorgen die Antriebe von E-Bikes oder Pedelecs mit Energie. Der Strom für diese Energie kommt nach wie vor aus der Steckdose und kostet abhängig vom Stromlieferanten mehr oder weniger Geld. Die Kosten für eine vollständige Aufladung eines Akkus halten sich aber in Grenzen bzw. liegen weit unter einem Euro. Denn die heutigen Lithium-Ionen Akkus sind nicht nur umweltfreundlicher und leichter als ihre Vorgänger, die Nickel-Cadmium- oder Blei-Akkus, sondern auch viel effizienter.

Die Kapazität eines Akkus erkennt man an den vom Hersteller genannten Wattstunden. Je mehr Wattstunden, desto größer also die Leistungsfähigkeit eines Akkus. Diese Leistungsfähigkeit sagt aber noch nichts über die tatsächliche Reichweite eines Akkus aus.

Die Reichweite hängt von vielen Faktoren ab:

  • Trittfrequenz
    Eine hohe Trittfrequenz erhöht die Reichweite
  • Gewicht
    Die Reichweite hängt auch vom Gesamtgewicht von Fahrrad und Fahrer ab. Je geringer das Gewicht, desto größer die Reichweite.
  • Reifendruck
    Ein optimal aufgepumpter Reifen (d.h. max. zulässiger Reifendruck) hat den geringsten Rollwiderstand, d.h. ermöglicht eine größere Reichweite als ein schlecht aufgepumpter Reifen.
  • Anfahren, Bremsen, Schalten, Gegenwind und Steigungen
    Häufiges Anfahren und Bremsen, falsches Schalten und zu hohe Gänge beim Bergauffahren sowie Gegenwind mindern die Reichweite.
  • Temperatur
    Die Leistungsfähigkeit und damit auch die Reichweite eines Akkus nimmt mit sinkenden Temperaturen ab.

Die Firma Bosch bietet übrigens auf ihrer Homepage einen Reichweiten-Assistenten an. Da könnt ihr die Reichweite für eure nächste Tour berechnen.

Slow Tourism in Norditalien

Als Gegenbewegung zum Fast Food gibt es den Slow Food. Den Begriff Fast Tourism gibt es zwar nicht, aber wenn man sich die Reiseaktivitäten mancher Japaner anguckt – heute Paris, morgen London, übermorgen Berlin – dann könnte man diese Art von Urlaubsplanung so nennen. Der Trend geht aber in die andere Richtung – zum Ursprünglichen, zum Urlaub ohne Hektik und Stress und zur individuellen Freizeitgestaltung. Und das hat auch die Tourismusindustrie längst erkannt und bietet „entschleunigten“ Urlaub an. Denn nicht nur die viel zitierte Generation Y will mehr als nur Status und Prestige, auch viele Best Ager jenseits der 50 sehnen sich zurück zur „guten alten Zeit“. Nicht „all inclusive“ ist diesen Zielgruppen im Urlaub wichtig, sondern Nachhaltigkeit, Sinnhaftigkeit und ein authentisches Reiseerlebnis: Aktiv den Urlaub verbringen, pilgern, wandern oder Rad fahren statt hetzen.

Wenn auch ihr einen entschleunigten, entspannten Urlaub verbringen und euch dabei mäßig bis viel bewegen wollt, dann ist die Bike-Region Langhe in Norditalien vielleicht genau das Richtige für euch.

Kein Platz für Stress und Hektik – genießen Sie Slow Travelling in einer wunderschönen Region – bekannt für ihre Berge und Schlösser, für guten Wein, leckeren Trüffel und köstliches Essen.

Ihr könnt euch dort Räder leihen, von erfahrenen Reiseführern die Gegend zeigen lassen und entspannt die Köstlichkeiten der Region genießen. Wer sich seine Route lieber selbst zusammenstellen möchte, dem bietet die Region eine kostenlose App für Android oder IPhone an.

Tagsüber Rad fahren und die Gegend erkunden, abends lecker Essen gehen und ein Glas Wein schlürfen – so stelle ich mir einen erholsamen Urlaub vor.

Karlsruher Polizei jetzt auch per Pedelec auf Streife

Auch die Karlsruher Polizei geht in Zukunft per Rad – oder besser gesagt mit Pedelecs – auf Streife. Für das Revier Südwest wurden zwei Pedelcs (à 2520 €) angeschafft, weitere acht Elektrofahrräder wurden auf das Karlsruher Umland verteilt. Dies soll die polizeiliche Präsenz erhöhen und uns Bürgern ein Gefühl der Sicherheit geben. Anscheinend hat man schon vor Jahren versucht, eine Fahrradstaffel in Karlsruhe einzuführen, aber ohne Erfolg. Durch die Pedelecs erhofft man sich jetzt eine größere Akzeptanz unter den Kolleginnen und Kollegen. Mit Rückenwind fährt es sich ja bekanntlich leichter als ohne. Eine richtige Fahrradstaffel wird es allerdings bei uns (noch) nicht geben. D.h. die Polizisten, die mit diesen Pedelecs unterwegs sind, werden auch nicht mit der offiziellen Dienstkleidung (graue Zip-Hosen, blaue Shirts, blaue Windjacke und Helm) zu 715,30 € pro Fahrer ausgerüstet. Erst wenn sich die beiden Pedelecs bewährt haben bzw. auch regelmäßig in Anspruch genommen werden, will man über eine eigene Fahrradstaffel nachdenken. Angesichts der Tatsache, dass Karlsruhe die Wiege des Rades ist, finde ich das ganz schön peinlich. Wenn man mal von den Bergdörfern absieht, ist Karlsruhe topfeben. Auch ohne Rückenwind kommt man per Rad schnell von A nach B. Angesichts der vielen Baustellen ist man mit dem Rad wahrscheinlich sogar schneller am Ziel.

Die Stuttgarter sind da schon weiter. Ich muss gestehen, dass mich das ein wenig ärgert, schon aus Prinzip. Schließlich möchte der Badener dem Schwaben ja in nichts nachstehen. In der Landeshauptstadt gibt es ab sofort eine richtige Fahrradstaffel. Die Stuttgarter Polizei wurde mit acht Pedelecs ausgerüstet. Mit diesen acht Pedelecs werden in Zukunft 16 Beamtinnen und Beamte unterwegs sein. D.h. diese Polizisten werden auch mit dem unten abgebildeten funktionellen Outfit ausrüstet. Sieht wirklich schick aus!

Outfit der Fahrradstaffel der Stadt Stuttgart (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)

Outfit der Fahrradstaffel der Stadt Stuttgart (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)

Damit ist Stuttgart Vorreiter in Sachen E-Mobilität in Baden-Württemberg. Vielleicht ist der Schwabe doch nicht so knauserig wie man gemeinhin annimmt!

Geschwindigkeitswahrnehmung

Die Fahrradindustrie boomt auch in diesem Jahr dank einer erneuten Absatzsteigerung von E-Bikes und Pedelecs. Diese guten Zahlen haben leider auch eine Kehrseite – auch der Anteil der Unfälle mit Elektrofahrräder hat zugenommen. Darüber habe ich ja schon an gleicher Stelle berichtet. Laut ZIV (Zweirad-Industrie-Verband) sind aber E-Bike und Pedelc-Fahrer nicht per se einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt, vielmehr spiegeln die Unfallzahlen lediglich den wachsenden Anteil der E-Bikes und Pedecs unter den Zweirädern und deren intensiveren Benutzung wider. Der ZIV stützt seine Angaben auf eine Studie die die TU Chemnitz gemeinsam mit dem UDV (Unfallforschung der Versicherer) herausgefunden hat.

Jetzt gibt es eine neue Studie des UDV zum Thema Wahrnehmung der Geschwindigkeit von Pedlecs und E-Bikes. Die Erfahrung werden viele von euch bestimmt auch schon gemacht haben. Ihr kommt mit eurem E-Bike angeradelt und die anderen Verkehrsteilnehmer haben euch gar nicht auf dem Schirm, weil sie eure Geschwindigkeit falsch einschätzen. Die TU Chemnitz hat jetzt untersucht, ob diese Fehleinschätzung möglicherweise für eine erhöhte Gefährdung von Elektrofahrradfahrern spricht.

Fahrrad Maut

Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, plant die Bundesregierung die Einführung einer Maut für Radfahrer, um die klammen Kassen der Kommunen aufzufüllen. Diese weitere Infrastrukturabgabe soll ein Jahr nach der PKW Maut – also 2017 –  für den Bau neuer Radwege eingetrieben werden. Bezahlen müssen sie In- wie Ausländer, die sich auf deutschen Radwegen fortbewegen. Daß vielleicht viele Radfahrer ihr Rad aufgrund der drohenden Maut nicht mehr benutzen werden, glaubt die Regierung ausschließen zu können, da ja auch für das alternative Fortbewegungsmittel, das Auto, eine Maut fällig wird.

Ausgenommen von der Mautpflicht für Radfahrer sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre, Schüler und Studenten, Rentner und Sozialhilfeempfänger. Wer nachweisen kann, dass er mit seinem Rad nur abseits öffentlicher Straßen und Radwege unterwegs ist (z.B. Mountainbiker und Downhiller), muss die Maut ebenfalls nicht bezahlen.

Die Einhaltung der Maut wird stichprobenartig kontrolliert, dafür ist das neugeschaffene Bundesamt für Radfahrer (BAR) zuständig. BAR-Mitarbeiter dürfen zukünftig Radfahrer anhalten und im Maut-Register anfragen, ob für das gestoppte Fahrrad die Abgabe gezahlt wurde. Wenn nicht, dürfen sie an Ort und Stelle die Maut eintreiben. Wer die Maut nicht bezahlen kann oder will, darf nicht weiterfahren und muss dem BAR-Mitarbeiter sein Rad als Pfand übergeben.

Unfälle mit Elektrofahrrädern erreichen traurigen Rekord

Die Fahrradindustrie profitiert auch weiterhin vom Verkauf von Pedelecs und E-Bikes. Laut dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) ist der Absatz von Rädern mit Rückenwind im Jahr 2013 in Deutschland mit einem Plus von rund acht Prozent auf 410.000 verkaufte Exemplare gestiegen. Dagegen waren Fahrradverkäufe insgesamt leicht rückläufig. Damit hat das E-Bike einen Marktanteil von nunmehr elf Prozent. Nach neusten Schätzungen wurden letztes Jahr gut 450.000 Stück verkauft. Das ist nochmals eine satte Steigerung von gut 9 %.

Soweit die guten Nachrichten. Doch diese Zahlen bergen auch einen negativen Rekord – der Anteil der Unfälle mit Elektrofahrräder hat allein in Baden-Württemberg 2014 um sage und schreibe 49 Prozent zugenommen.

Unfallbilanz 2014 in Baden-Württemberg

Insgesamt kamen letztes Jahr 53 Radfahrer in Baden-Württemberg ums Leben. Davon fuhren 11 auf einem Elektrofahrrad. Dies bedeutet eine Zunahme von 38 % verglichen mit dem Vorjahr. Ähnlich sieht es bei den Personenschäden aus. Bei den Zweiradunfällen mit Schwerverletzten gibt es einen Anstieg von 56 % und bei den Leichtverletzten von 50 %. Das ist eine besorgniserregende Bilanz.

Fahrradmesse in Essen

Von Donnerstag, dem 26. Februar bis zum Sonntag, den 1. März findet in Essen eine Messe für Fahrräder, Fahrradzubehör und Radtouristik statt. Auf der Fahrrad präsentieren zahlreiche Unternehmen der Branche ihre Produkte und Neuentwicklungen rund ums Rad. Das Angebot reicht von Fahrrädern über Zubehör bis hin zum Radtourismus. Die Messe bietet somit dem Besucher umfangreiche Informationen über alles, was der Fahrrad-Markt derzeit zu bieten hat. Die Beratung vor Ort ist individuell und ganz auf die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt. Dank des großen Testparcours besteht die Möglichkeit, die Wunschmodelle auch gleich vor Ort zu testen.

Normalerweise ist so ein Messebesuch ja nichts für Kinder, aber auf der Fahrrad in Essen gibt es einen speziellen Kids-Parcours. Auf dem können Kinder auf spielerische Art  und Weise ihre Geschicklichkeit auf zwei Rädern ausprobieren. Was man auf zwei Rädern so alles anstellen kann, zeigen dann die Profis auf dem Trial-Parcours: spektakuläre Sprünge über Meter hohe Hindernisse, ohne mit den Füßen den Boden zu berühren.

Fahrrad- u. Erlebnisreisen auf der CMT Stuttgart

Habt ihr heute schon was vor? Noch nicht, dann fahrt doch mal nach Stuttgart. Auf der noch bis zum kommenden Sonntag stattfindenden CMT gibt es an diesem Wochenende eine Sonderaustellung rund um das Thema Fahrrad und Fahrradreisen. In Halle 9 könnt ihr neue Radmodelle testen, innovatives Zubehör bestaunen und euch von Radreisespezialisten beraten lassen. Wer weiß, vielleicht bucht ihr ja auch gleich euren nächsten Fahrradurlaub oder holt euch zumindest die eine oder andere Anregung.

Weiterhin im Programm

  • Reisespezialisten für komplett organisierte Alpenüberquerungen
  • Mountainbiking auf Madeira für Anfänger und Profis
  • Himalaya-Touren
  • Spezialisten für E-Bike-Technologie
  • E-Bike-Hersteller aus dem Remstal

Testen könnt ihr auf der CMT Mountainbikes, Trekkingräder, Rennräder, Cityräder, E-Bikes und Pedelecs. Alle Modelle gibt es mit unterschiedlichen Raddurchmessern und Rahmengrößen sowie verschiedenen Sattel- und Lenkermodellen. Ihr seid noch unsicher, ob ihr euch ein Trekkingrad oder ein Pedelec zulegen sollt? Hier können euch Radexperten beraten und ihr könnt euer Wunschrad auch gleich auf dem Parcours testen und mit anderen Modellen vergleichen. So bekommt ihr ein Gefühl fürs Rad und findet schnell heraus, welches Radmodell für euch und eure Zwecke am besten geeignet ist.

Dieses Rad findet ihr allerdings nicht in Halle 9, sondern in Halle 1 bei den Reisemobilen und Wohnwagen. Aber vielleicht wäre das ja auch was für euch.

Fahrrad mit Rückenwind und unter Segel

Fahrrad mit Rückenwind und unter Segel

 

Nyon – der neue Bordcomputer von Bosch

Ich habe ja in letzter Zeit viel geschrieben über Dinge, die es bald geben wird: Intelligente Griffe und Räder und vernetzte Räder. Da wird es Zeit, mal über eine Neuerung zu schreiben, die es schon gibt, den neuen Bordcomputer von Bosch. Er heißt Nyon und hat nichts zu tun mit dem gleichnamigen Ort in der Schweiz oder in Burkina Faso.

Was ist neu an Nyon? Nyon bietet mehr als herkömmliche an Elektrofahrräder verbaute Bordcomputer. Laut Hersteller bietet Nyon sogar ein ganz neues E-Bike Erlebnis. Eine ganze Reihe von Fahrradherstellern hat diesen Bordcomputer mit 4,3 Zoll Display im Produktspektrum ihrer 2015 Modelle, u.a. auch SINUS, Haibike, Merida und Scott.

Nyon ist der erste Bordcomputer, der alle Funktionen in einem Gerät vereint, die man sich als Radfahrer nur wünschen kann. Ob aktuelle Infos zur Geschwindigkeit, Trittfrequenz oder Reichweite, Navigieren per GPS oder Analyse der eigenen Fitness, Nyon bietet alle Funktionen in einem Gerät. Der wasserdichte Bordcomputer ist somit Steuerung, Navigationsgerät und Fitness-Trainer in einem. Und er lässt sich über optional erhältliche Zusatzfunktionen auf die individuellen Bedürfnisse jedes Radfahrers anpassen.

Nyon - Bordcomputer von Bosch

Nyon – Bordcomputer von Bosch (Foto: Bosch)

Das 4,3-Zoll-Display ist bei allen Lichtverhältnissen gut ablesbar. Brillenträger brauchen sich diesbezüglich keine Gedanken machen. Beim Display handelt es sich nicht um ein Touchdisplay. Schon aus Sicherheitsgründen hat man auf ein berührungssensitives Display verzichtet. Während der Fahrt sollen beide Hände am Lenker sein. Die Bedienung funktioniert intuitiv und sicher über die am Lenker montierte Bedieneinheit.

Bosch reserviert den Nyon zunächst exklusiv für E-Bikes und Pedelecs mit dem Performance-Line-Antrieb. Bosch-Classic-Antriebe haben nur einen 8-Bit-Prozessor und deshalb laut Bosch zu wenig Rechnerleistung für die Kommunikation mit Nyon. Daher soll es Nyon für den Classic-Antrieb nicht geben.

Das Basispaket kann sich sehen lassen:

  • Smartphone-App für Android ab 4.0.3 und iPhone ab iO-Version 7
  • Wifi (Activity-Sync., Karten-Update, Software-Update)
  • Online Portal (Dashboard, Aktivitäten, Routenplanung)
  • Ride: Benutzerdefinierte Bildschirm-Anzeige
  • Navigation-Tracking (Standort und Weltkarten, Basis ist OpenBikeMap)
  • Navigation-Routenplanung: in festgelegtem 20-km-Heimat-Umkreis
  • Navi 2D- und 3D-Ansicht
  • Navi – Routenplanung mit Sonderzielen
  • Restreichweitenansicht – runder Aktionsradius
  • Fitness (aktueller Trainingseffekt, Herzfrequenz, Kalorien)
  • Anzeige Kadenz (Trittfrequenz)
  • Anzeige Drehmoment Fahrer (aktuell, Durchschnitt)
  • Anzeige Leistung Fahrer (aktuell, Durchschnitt)
  • SMS-Eingangsanzeige
  • 7 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Dänisch)

 

Ihr wollte Nyon mal in Aktion sehen? Dann schaut hier.

Da könnte man richtig neidisch werden, dass es Nyon nur für E-Bikes und Pedelecs gibt. Nyon vereint Navigationsgerät, Fitnesstrainer und eine Smartphone-Anbindung über Bluetooth.

Auf dem Bosch Online-Portal können die gesammelten Trainingsdaten ausgewertet und neue Touren geplant werden. Mittels Bluetooth- oder WiFi-Verbindung werden die Daten dann per Smartphone-App oder direkt vom PC auf das Nyon übertragen.

Wer Nyon nachrüsten möchte, muss leider noch sehr geduldig sein. Bisher reicht die produzierte Stückzahl dazu noch nicht aus. Grundsätzlich ist eine Nachrüstung für Elektrofahrräder mit Bosch Performance-Antrieb möglich. Dazu benötigt man aber neben der Hardware auch eine neue Softwareversion, einen anderen Sockel sowie eine neue Bedieneinheit. Das läppert sich.

Gegen Aufpreis erhältliche Premiumangebote (zukaufbar über die App-Stores von iPhone und Android):

  • Navigation-Routenplanung Deutschland
  • Navigation-Routenplanung Europa
  • Navigation-Routenplanung Welt
  • Einstellung von benutzerdefinierten Fahrmodi
  • Restreichweite nach topographischen Verhältnissen (Berge)

Für die Routing-Funktion fällt eine Einmalgebühr an. Diese soll sich nach der freigeschalteten Region richten. Für Deutschland soll die Aktivierungsgebühr z.B. 15 Euro betragen, in einem Homeradius von 20 Kilometern ist das Routing – sprich die Navigation – inklusive.

Mensch lenkt – Fahrrad denkt

Das niederländische Forschungsministerium hat die Entwicklung eines intelligenten Fahrrades in Auftrag gegeben. Ein Prototyp ist bereits fertiggestellt, in zwei Jahren will man in die Serienfertigung gehen.

Zielgruppe dieses mitdenkenden Rades sind ältere Menschen, also Menschen wie ich, wenn man meine jüngeren Kollegen befragt oder Leute wie meine 86-jährige, immer noch Rad fahrende Mutter.
Der Verkehr und das Geschehen vor und hinter dem Rad werden mittels Kameras und Sensoren erfasst. Tauchen potentielle Gefahren auf, wird der Radfahrer nicht nur über ein Display, sondern auch durch ein Vibrieren der Lenkergriffe gewarnt.
Ob so eine Technik tatsächlich brenzlige Situationen oder gar Unfälle vermeiden hilft oder im Gegenteil den Fahrer nur ablenkt, muss jeder für sich entscheiden. Ich befürchte eher Letzteres. Auf You Tube könnt ihr euch ein kurzes Video anschauen, in dem das Rad vorgestellt wird.

Eine Augenweide ist das Gefährt nicht gerade. Meiner Mutter würde es vielleicht gefallen. Ihr Stößer sieht ähnlich aus. Mir ist das Rad zu klobig und altbacken. Mich würde schon der tiefe Einstieg stören. Aber wie gesagt, ich bin Gott sei Dank auch nicht Zielgruppe dieses „intelligenten“ Fahrrades. Ich bin ja noch jung ;-).

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