Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Fahrrad als Wirtschaftsfaktor

Dass das Fahrrad als Wirtschaftsfaktor eine immer größere Bedeutung einnimmt, sieht man nicht zuletzt an Touristenorten wie Fehmarn. Die Insel zählt mit seinen rund 2100 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands. Jedes Jahr kommen rund 300.000 Besucher um hier ihren Urlaub zu verbringen. Tagesgäste sind bei der Zahl noch nicht mal mitgezählt. Fehmarn ist – wenn man mal von ein paar Straßenüberführungen absieht – platt wie eine Flunder, d.h. prädestiniert mit dem Rad erkundet zu werden. Das tun die meisten Urlaubsgäste auch. Entweder haben sie ihr eigenes Rad dabei oder leihen sich eins. Angesichts der vielen florierenden Fahrradverleihgeschäfte und -reparaturwerkstätten gehe ich mal davon aus, dass viele Urlauber ihr Rad hier vor Ort ausleihen. Der Fahrradsektor bringt hier viele Menschen in Lohn und Brot.

Jetzt dürft ihr dreimal raten, welcher Fahrradtyp derzeit der absolute Renner auf der Insel ist. Ein Trekkingrad oder Mountainbike? Fast richtig. Ein Hollandrad? Denkste! Der meist verliehene Radtyp ist das Pedelec! Räder mit Rückenwind gehen hier weg wie warme Semmel. Wer hätte das angesichts der Topographie gedacht? Ich jedenfalls nicht.

Zugegeben, der Altersdurchschnitt unter den Gästen der Insel ist derzeit wahrscheinlich bei 60+. Hier gehöre sogar ich zu den „Jungen“. Aber selbst Familien mit Kindern und Paare um die 30 erkunden die Insel lieber mit Elektrofahrrädern als mit konventionellen Rädern.

Da meine bessere Hälfte derzeit nicht so fit ist wie ich, habe ich ihm vorgeschlagen, sich doch auch so ein Pedelec auszuleihen. Hier sieht ihn ja keiner damit. Dann hätten wir gemeinsam ausgedehnte Radtouren unternehmen können. Ich hätte mich auf meinem Mountainbike schon mächtig ins Zeug legen müssen, um mit ihm auf seinem Rad mit eingebautem Rückenwind mithalten zu können. Aber davon wollte er leider nichts wissen. Ist wahrscheinlich Altersstarrsinn.

Auch ein Lastenrad ist keine Kutsche

Ein Lastenrad ist doch keine Kutsche

Auf der Gazelle hätte er sich rumkutschieren lassen, aber das wollte ich nicht. Das ist wahrscheinlich auch Altersstarrsinn. Ergebnis: Urlaub der zwei Geschwindigkeiten. Ich fahre mit meinem Stößer kreuz und quer über und rund um die Insel herum und er mit seinem Rad gerade mal um unser Urlaubsdomizil in Burg.

 

Mountainbiken – What goes up must go down

Was ist eigentlich der Reiz des Mountainbikens? Ist es das Fahren abseits befestigter Straßen? Ist es die Landschaft, die Aussicht, die Natur? Für mich ja, ich suche weder den Kick noch die Gefahr, ja – ich gebe es zu – ich fahre lieber bergauf als bergab. Mein Kick ist der Ausblick, wenn ich nach einem langen Aufstieg auf dem Gipfel bin.

Aber es gibt natürlich auch viele Mountainbiker, die freuen sich mehr auf die Fahrt zurück ins Tal: die Könner, die Profis, die Downhiller. Gee Atherton ist einer von ihnen:

Rundfahrt durch den Nordschwarzwald

Wenn man sich die Karte anschaut, könnte man aufgrund der Form meinen, wir wären rund um Großbritannien gefahren. Doch weit gefehlt – unsere Tour ging zunächst von Gernsbach entlang des Murgtalradweges über Forbach nach Schönmünzach und dann zum Forsthaus Auerhahn in Hinterlangenbach. Der Auerhahn (4-Sterne Hotel und Restaurant) ist zu allen Jahreszeiten eine Reise wert. Vom Hotel aus kann man direkt zum Mountainbiken, Wandern oder Skifahren aufbrechen.

Gernsbach - Forbach - Hornisgrinde - Mehliskopf - Gernsbach

Gernsbach – Forbach – Hornisgrinde – Mehliskopf – Gernsbach

Der erste Streckenabschnitt von Gernsbach zum Forthaus Auerhahn ist noch relativ flach. Ideal auch für Familien mit noch kleinen Kindern. Doch danach geht es spürbar nach oben, schließlich liegt die Hornisgrinde ja auch auf einer Höhe von 1163 Metern. Die krassesten Gegensätze hat man am Mummelsee. Man fährt durch den Wald, keine Menschenseele unterwegs und dann kommt man zum Parkplatz am Mummelsee. Tausende von Touristen tummeln sich da, um die „Stille“ zu genießen. Ein Souvenirshop reiht sich an den nächsten, Autos und Menschen dicht gedrängt. Wer dem Trubel entfliehen will, muss mit dem Rad weiter fahren auf die Hornisgrinde. Hoch kommt man nämlich nur zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Shuttlebus, Autos sind Gott sei Dank nicht erlaubt.

Still ruht der See

Still ruht der See

Scott Genius

Trekkingräder hätten es heute auch getan, aber wenn man schon so tolle Mountainbkes hat …

Auf der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwalds, herrscht eine typische Moorvegetation: fast baumlose Feuchtheide, ein paar verkrüppelte, kleinwüchsige Nadelgehölze, das wars. Bei klarem Wetter – hatten wir leider nicht – hat man einen phantastischer Ausblick über das Rheintal.

Grindenlandschaft

Typische karge Grindenlandschaft

Von der Hornisgrinde ging es dann gefühlt nur noch bergab. Dort wo sich im Winter die Skifahrer und Skilangläufer austoben – Unterstmatt – Hundseck – Mehliskopf – sind wir über teilweise extrem schottrige Waldwege runter gebrettert ins Tal zurück nach Gernsbach. Da es schon recht spät war, haben wir zwei beliebte Rastplätze leider auslassen müssen: Die  Rote Lache und die Nachtigall. Aber es gibt ja immer ein nächstes Mal.

Scott Genius Plus Mountainbikes

Jedes Jahr was Neues: 26 Zoll, 29 Zoll oder doch lieber 27,5 Zoll? Da haben nicht nur die Radsportler die Qual der Wahl, sondern auch die Einzelhändler. Wo geht der Trend hin? Wie es aussieht, weg von den 26″ Mountainbikes. Die 29er laufen ganz gut, aber die 27,5 Zoll Mountainbikes haben den Riesenreifen in dieser Saison dennoch den Rang abgelaufen.

In der kommenden Saison kommt Gott sei Dank keine neue Reifengröße auf den Endverbraucher zu. Aber der Trend hin zu breiteren „Puschen“ hält an. Dieses Jahr haben die Fatbikes den Markt erobert, nächstes Jahr kommt eine neue Reifenbreite, sozusagen ein Zwischending zwischen einem klassischen Mountainbikereifen und einem Fatbike-Reifen.

Auf der Eurobike 2015 wurden sie bereits dem Publikum vorgestellt – die 2016er Scott Genius Modelle mit dieser neuen Reifenbreite von 2,8 bis 3,0 Zoll und der entsprechend geänderten Rahmengeometrie. Falls ihr nicht die Möglichkeit hattet, sie euch in Friedrichshafen anzuschauen, hier schon mal ein Vorgeschmack auf die neue Saison:

Was haben diese neuen Modelle mit den breiteren Felgen, was ihre Vorgänger nicht haben?

  • Mehr Traktion
  • Verbesserten Fahrkomfort
  • Mehr Stabilität
  • Verbesserte Seitenführung
  • Vergrößerte Aufstandsfläche
  • Mehr Grip
  • Nur 1 % mehr an Rollwiderstand

So viel zu den Angaben des Herstellers. Wir haben sie noch nicht getestet, sind aber schon sehr gespannt.

 

Versandrad ist nicht gleich Versandrad

Viele unserer Kunden fragen uns, ob sie denn das Rad, das sie bestellen wollen, auch noch komplett aufbauen müssen. Bei uns müssen sie das nicht. Den Radaufbau übernehmen wir.

So bekommen wir das Rad vom Hersteller:

Klein verpackt, so kommt das Rad vom jeweiligen Hersteller

Klein verpackt, so kommt das Rad vom jeweiligen Hersteller

Von oben betrachtet, erkennt man kaum, dass sich im Karton ein hochwertiges Carbonrad befindet:

Das soll ein Rad sein?

Das soll ein Rad sein?

Eurobike 2015

In zwei Tagen ist es wieder soweit, da öffnen sich in Friedrichshafen die Tore der Messehalle für alle Fahrradfans der Welt. Vom 26. – 28. August ist die Eurobike 2015 leider ausschließlich den Fachbesuchern und Journalisten vorbehalten. Für den Publikumsverkehr öffnen sich die Pforten erst am Samstag, dem 29. August. Wie gewohnt findet der Demo Day bereits einen Tag vor Beginn der Messe, am Dienstag, 25. August 2015, auf dem Messeparkplatz Ost statt. Die Testbedingungen sind gut. Das Fachpublikum kann sich nicht nur auf dem Parkplatz, sondern auch im angrenzenden Wald, auf den Feldwegen sowie den umliegenden Straßen rund um das Messegelände austoben und Neuheiten selbst ausprobieren.

Auf der EUROBIKE werden alljährlich die Neuheiten der internationalen Fahrradbranche präsentiert und wer gut zu Fuß ist und viel Energie hat, der bekommt auch tatsächlich ein komplettes Angebot rund ums Fahrrad dargeboten. 1.350  Aussteller – so viele wie nie zuvor – zeigen in Friedrichshafen auf über 100.000 m² Ausstellungsfläche ihre Produkte und Dienstleistungen und bilden das weltweite Spektrum der Fahrrad-Branche ab. Es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, an dem Fahrräder und Zubehör in solch einer einzigartigen Produktbreite dargeboten werden.

Fragt sich natürlich, was es 2015 dort Neues zu sehen gibt. Eines ist sicher, das Rad wird auch in diesem Jahr nicht neu erfunden. Auch zaubern die Hersteller keine neue Radgröße aus ihren Hüten, wofür der Einzelhandel dankbar ist.

KVV-Bikes – mit Rückenwind durch den Baustellendschungel

Leih-Pedelecs für die Stadtrundfahrt

Leih-Pedelecs von der KVV für die Stadtrundfahrt

Seit knapp drei Jahren verleiht der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) am „K“ (dem umstrittenen Pavillon am Ettlinger Tor, wo man gerade eines der anlässlich des Stadtgeburtstages aufgestellten Kunstwerke bewundern kann) Pedelecs an alle, denen es zu anstrengend ist, ohne Tretunterstützung die Stadt und Umgebung zu erfahren. Sechs Cityräder und zwei Mountainbikes stehen zur Verfügung. Die Preise sind moderat:

  • 1 Stunde kostet 5 €, KVV Kunden mit einer Jahreskarte erhalten 40 % Rabatt.
  • 1 Tag kostet 18 € (KVV-Kunden = 10 €)
  • 1 Wochenende kostet 30 € (KVV-Kunden = 18 €)
  • 1 Woche kostet 65 € (KVV-Kunden = 39 €)

Der Akku kann an jeder Steckdose aufgeladen werden. Ihr bekommt das entsprechende Ladegerät mit auf den Weg. Und nicht nur das: Für weitere Strecken gibt man euch auf Wunsch auch Zusatzakkus oder Helme. Angsichts solcher Möglichkeiten, steht auch einer längeren Fahrt hoch zur neugestalteten Turmberg-Terasse mit grandiosem Ausblick über das Rheintal, einer Erkundung des jüngst eröffneten Stupfericher Kulturwanderweges oder einer Mountainbike Tour entlang des anspruchsvollen Bergdörer Grenzweges nichts mehr im Wege. Achtung, letzterer ist eigentlich ein reiner Wanderweg. Wenn ihr ihn per Mountainbike erkunden wollt, nehmt bitte Rücksicht auf Wanderer. Denkt daran, dass wir in Baden-Württemberg eigentlich nur auf Waldautobahnen Rad fahren dürfen, es sei denn das Rad fahren ist explizit erlaubt.

Flügelarme müssen nicht sein

Im Zeit Magazin gibt es eine Kolumne mit dem Titel Endlich Vintage, die sich mit den Problemen des Alterns beschäftigt. Die Autorin – Susanne Mayer – schafft es ein ums andere Mal, wortgewand, witzig, treffsicher und überspitzt die Sorgen und Nöte der Frau jenseits der 40 zu beschreiben. Ihre jüngster Beitrag – Eine Altersburka würde das Leben leichter machen – befasst sich mit dem schlaffen Oberarm des alternden Frauenkörpers.

Man denkt, man winkt jemandem nach, in Wirklichkeit winkt jemand anders heimlich mit. Nämlich dieser merkwürdige Lappen zwischen Ellenbogen und Achsel, flapst herum wie eine leergequetschte Nachfüllpackung für Badreiniger.

Downhill mit dem Trike

Das wäre wahrscheinlich auch mal was für meinen Chef-Chef – mit einem seiner Trikes einen Trail runtersausen.Geht nicht? Wegen der Breite des Trikes bestimmt nicht überall, aber die Deutsche Meisterin im MTB Enduro, Franziska Meyer, hat verletzungsbedingt mit einem Trike trainiert und ist in Breitenbrunn spaßeshalber sogar einige Wertungsprüfungen des Enduro-Rennens damit gefahren:

TRAILTECH Mountainbiking – Franzi on the Scorpion Enduro from TRAILTECH Mountainbiking on Vimeo.

TRAILTECH Mountainbiking team member Franziska Meyer recovers from her shoulder injury and rides the „Scorpion Enduro“ by HP Velotechnik. Location: Trailcenter Rabenberg, Erzgebirge

www.trailtech.de
www.hpvelotechnik.com

Dowhill Video goes viral

Innerhalb kürzester Zeit mehr als 1 Millionen Mal geklickt – Brandon Semenuks rasante Fahrt den Berg hinunter. Das Video ist ein sogenanntes One-Shot Video. Es kommt ohne einen einzigen Schnitt aus. Gefilmt wurde die sehenswerte Fahrt mit vielen Tricks und einem Radwechsel unterwegs (wieso eigentich?) mit Hilfe einer Drohne. Ich weiß gar nicht, was ich besser fand, das Können des Downhill-Fahrers, die Kameraführung oder die Musik dazu. Aber seht selbst:

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