Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Mountainbike Seite 1 von 6

Der Film zum Sonntag

Das Gute vorweg – das Video „Mt. Wilson – Los Angeles“ ist kein von Red Bull gesponserter Film mit Musikuntermalung. Er wird vom Downhiller Alex Chamberlin während der Fahrt kommentiert, der auch den Anstand hat, unterwegs mal vor Anstrengung laut zu atmen. In manchen Videos hat man ja sonst den Eindruck, dass Downhill fahren ein Kinderspiel wäre.
Seit ich selbst eine Kamera am Rad montiert habe weiß ich zwar, dass vieles in der Realität gar nicht so spektakulär war wie es hinterher im Film den Anschein hat, aber dennoch – wer gut 20 Kilometer voller Konzentration den Berg herunter fahren kann und dabei über 1500 Höhenmeter überwindet, der versteht sein Handwerk. Der Film zeigt auch gut welche Belastungen so ein Downhill MTB aushalten muss. Hier lohnt die Investition in gescheites Material.  Man sieht ebenfalls womit man beim Downhillen immer rechnen muss: plötzlich auftauchende Hindernisse auf der Strecke in Form von Wanderern und Joggern. Das ist natürlich mega-gefährlich. Zumal wenn die den Weg versperren wie Eichen.

Typisch für den englischen Sprachgebrauch fand ich auch Aussagen wie … oh, this is interesting! bei einer gefährlichen Stelle oder … oh, this is sick! bei einer wie ich fand extrem schweren Passage.

Schaut euch den Film doch einfach mal von vorne bis hinten an.

Red Bull Hardline

Es gibt Tage, da bin ich froh, niemanden mehr etwas beweisen zu müssen. Heute ist so ein Tag. Ich bin per Zufall auf eins der jüngsten Downhill Videos auf YouTube gestoßen. Mehr als 2 Millionen Mal geklickt und nichts für Menschen mit Höhenangst.

See firsthand what it’s like to rip down one of the heaviest downhill mountain bike tracks ever created, through the GoPro view of the creator himself, Dan Atherton. It’s why Red Bull Hardline is an event like no other. The long and technical course plays on a variety of disciplines, where incredibly steep and rocky technical sections were combined with a motocross run in and 50-foot [15.24 meters] gap jump to create one of the most progressive downhill courses on the planet.

Man hört nur den Fahrtwind und den Atem des Mountainbikers. Vom ersten Meter an, hatte ich den Eindruck, dass die Atemfrequenz des Fahrers nicht Ausdruck seiner Kraftanstrengung, sondern vielmehr seiner eigenen Angst und immensen inneren Anspannung ist. Keine Hintergrundmusik oder kurze Frequenzen mit grandiosen Landschaftsaufnahmen, man erlebt die Strecke, als säße man selbst auf dem Rad.

Wie gesagt, ich brauche so einen Kick nicht, habe ihn auch in der Vergangenheit selbst in abgepeckter Form nie gebraucht. Ich bin bekennender Angsthase. Aber es scheint viele Menschen zu geben, die ohne immer neue Adrenalinschübe nicht leben können.

 

Eröffnung Strommastendownhill

Am 24. April 2016 wird die Downhillstrecke am Edelberg – in Karlsruhe auch als Strommasten-Downhill bekannt – offiziell eröffnet. Gleichzeitig feiert der MTB-Club Karlsruhe sein 25-jähriges Bestehen. Sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Dem Anlass entsprechend wird es auch eine angemessene Feier geben, sprich das Kulinarische wird nicht zu kurz kommen. Details und ein offizielles Programm findet ihr auf der Website des Mountainbike Clubs.

Die neue Abfahrt befindet sich rechts unterhalb von der Strom-/Gastrasse am Edelberg. Der Startpunkt ist am Wildschweingehege in Grünwettersbach in der Nähe des Funkturms. Die Downhillstrecke ist etwas über einem Kilometer lang, vielseitig und bietet über 160 Höhenmeter Passagen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an. An fahrtechnisch anspruchsvollen Stellen gibt es auch eine einfache Umfahrung, so dass durchschnittlich versierte Fahrer wie ich diese ebenfalls bewältigen können. Bin mal gespannt, ob das auch stimmt. Ich bin ja ein bekennender „Schisser“.

Das Gute vorweg, die Benutzung der Strecke ist kostenlos. Durch eine umsichtige Gestaltung der Querung von Wanderwegen – siehe nachfolgende Bilder – sollen Beeinträchtigungen für andere Nutzer der Waldwege – sprich Spaziergänger und Jogger – vermieden werden. Der MTB-Club Karlsruhe trägt die Kosten für den Bau und kümmert sich auch um die Unterhaltung der Strecke.

So sind die Querungen gestaltet:

Downhill-Strecke trifft auf Waldautobahn

Downhill-Strecke trifft auf Waldautobahn

Wegmarkierung

Wegmarkierung

Neueröffnung: 24. April

Noch darf die Strecke nicht befahren werden

Am unteren Teilstück wird derzeit noch gearbeitet. Dort entsteht gerade eine nette kleine „Sprungschanze“.

Radfahren rund um den Funkturm

Ich habe ganz bewusst nicht „Mountainbiken rund um den Funkturm“ als Titel gewählt, denn die Strecke, die ich heute gefahren bin, kann man auch locker mit einem Trekkingrad bewältigen.

Funkturm von Wettersbach

Funkturm von Wettersbach

Etwa 27 Kilometer war die Tour lang und ich habe so gut wie keinen Abschnitt mehrmals befahren. Ich habe nur „Waldautobahnen“ gewählt, weil ich die Seele baumeln lassen und mich entspannen wollte. Von diesen breiten Waldwegen bietet der Wald zwischen Karlsruhe, Ettlingen und Waldbronn eine Fülle. Wem das allerdings zu langweilig ist, der biegt einfach ab auf einen der vielen Trails, die in unregelmäßigen Abständen links und rechts von den Waldautobahnen abzweigen.

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MaiBike 2016

Kinder, wie die Zeit vergeht! Schon wieder ist ein Jahr vorbei und die ersten 750 Startplätze sind bereits vergeben. Aber eine Chance gibt es noch, sich einen der letzten 250 Startplätze für die am 29. Mai stattfindende MaiBike zu sichern. Die letzte Möglichkeit zur Anmeldung habt ihr am 3. April ab 10.00 Uhr.

Das Event hat sich in den vergangenen Jahren von einer kleineren Tourenfahrt zu einer der größten Breitensportveranstaltungen für Mountainbiker in der Region Karlsruhe / Ettlingen entwickelt. Davon zeugen nicht zuletzt die mehr als 1.000 Teilnehmer der vergangenen Jahre. Die MaiBike richtet sich an Freizeitsportler aller Könnerstufen. In verschiedenen Stufen (20km, 40km, 60km) geht es ohne Zeitnahme rund um den Wattkopf, Ettlingen und das Albtal. Wer am 3. April leer ausgeht, hat vielleicht noch am MaiBike Wochenende selbst Glück, denn dann werden die wenigen Restplätze aus Rückläufern zum Verkauf angeboten.

Gestartet wird im Horbachpark in Ettlingen zwischen 8 und 11 Uhr (auf der großen Strecke bis 10 Uhr). Gefahren wird auf drei markierten Strecken.

Danny MacAskill – Cascadia

Vor vier Tagen online gestellt und schon mehr als 4,5 Millionen Mal geklickt. Wenn ihr euch das Video angeschaut habt, wisst ihr warum.

Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen. Man kommt auch anders zum Strand.

Hätte hätte Fahrradkette

Hätte ich die Luftpumpe und einen Ersatzschlauch dabei gehabt, hätte ich das Rad mit dem Plattfuß nicht nach Hause schieben müssen. Hätte ich die Akkus meiner Fahrradlampe aufgeladen, hätte ich nicht im Dunkeln fahren müssen. Hätte ich die Kette geschmiert, hätte sie nicht so Geräusche gemacht.

Hätte hätte Fahrradkette oder was wäre gewesen, wenn! Wieso werden wir eigentlich immer erst hinterher schlau? Und das auch nur eine gewissen Zeit lang. Wenn die Erinnerung an den Plattfuß, die nicht funktionierende Beleuchtung oder die quietschende Kette wieder ein wenig verblasst ist, machen wir häufig den gleichen blöden Fehler wieder. Meist weil wir zu träge, zu vergesslich oder zu beschäftigt sind mit Dingen, die gerade viel wichtiger sind.

Dabei sind doch gerade diese kleinen Dinge – Schlauch, Akkus, Luftpumpe, Werkzeug – so einfach verstaut und am Rad befestigt. Es gibt kleine Werkzeugtaschen, die man am Sattel, im Flaschenhalter oder auch an der Sattelstütze befestigen kann.

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Rennrad vs. MTB

Gestern war ich auf der Heimfahrt Zeuge einer Begebenheit, die mein Mann trocken „Pissing Contest unter Männern“ bezeichnen würde. Zwischen Oberwaldstadion und Wolfartsweier wurde ich von einem Rennradfahrer überholt. Ich kenne den Mann vom Sehen. Auch er fährt ganzjährig mit dem Rad zur Arbeit und ist gut zehn Jahre jünger als ich. Somit hielt sich mein Ehrgeiz, ihn nicht davonziehen zu lassen in Grenzen. Ich weiß, wenn ich keine Chance habe. Kurz danach, etwa auf Höhe des „Wölfles“, dem Schwimmbad von Wolfartsweier, überholte mich ein weiterer Radfahrer auf seinem Mountainbike. Mühelos zog er an mir vorbei und überholte auch den vor mir fahrenden Rennradfahrer. Ortsunkundigen sei gesagt, dass ab Wofartsweier die Steigung in die Bergdörfer beginnt. Flachlandtiroler tun sich hier schwer.

Es kam wie es kommen musste: kaum war der Mountainbiker am verdutzten Rennradfahrer vorbei, legte auch dieser noch einen Zahn zu und hängte sich ans Hinterrad des Mountainbikers. Männer lassen sich ja schon aus Prinzip nicht gern überholen, aber als Rennradfahrer von einem Mountainbiker abgehängt zu werden, das geht gar nicht. Da ich den Ausgang des Wettrennens nicht verpassen wollte, musste auch ich wohl oder übel schneller in die Pedale treten. Wie die Gestörten sind die beiden den Berg hoch. Aus der Ferne konnte ich aber noch gut erkennen, dass es dem Rennradfahrer nicht gelungen ist, den vor ihm fahrenden Mountainbiker zu überholen. Das wird an seinem Ego ganz schön gekratzt haben.

Downhill-Strecke am Edelberg

Edelberg – was sich so bieder und altbacken anhört, mutiert in den kommenden Monaten zur ersten offiziell erlaubten Downhill-Strecke zwischen Karlsruhe und Ettlingen. Geplant ist eine ein Kilometer lange Abfahrtsstrecke mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Hier kommen in Zukunft nicht nur Adrenalin-Junkies auf ihre Kosten, auch Anfänger sollen sich hier versuchen, denn an schwierigen Passagen entstehen Umfahrungen. Die Planung der Strecke hat sich zwei Jahre hingezogen, was wohl nicht nur dem langatmigen Genehmigungsverfahren geschuldet ist, sondern auch auf den Bau der neuen Erdgasleitung entlang der Strommasten zurückzuführen ist.

Erdgasleitung

Erdgasleitung / Strommasten

Der Streckenverlauf der neuen Downhill-Strecke liegt rechts von der Erdgasleitung unterhalb der Strommasten und ist bereits abgesteckt und mit rot-weißen Bändern markiert. Der offizielle Spatenstich war letzten Freitag, und der MTB Club Karlsruhe hat bereits mit dem Bau begonnen. Keine leichte Aufgabe, denn mit dem Bau allein ist es ja nicht getan. So eine Strecke muss schließlich auch instand gehalten werden.

Bin mal gespannt, was dann mit den beiden anderen, inoffiziellen Downhill-Strecken passiert. Werden der Strommasten Trail und die Eisdiele weiterhin genutzt?

Hier ein paar Eindrücke von der „Eisdiele“. Es gibt zwar weder Vanille noch Schokolade, aber jede Menge sportliche Herausforderung.

Freeride MTB – Red Bull Rampage 2015

Beim Freeride-Mountainbiken springt man zum Teil mehr als 10 Meter hohe und mehr als 20 Meter weite Sprünge. Demgemäß sind Freeride-Mountainbikes robust und verwenden auch Bauteile von Downhill-Mountainbikes. Freeride ist technisch extrem anspruchsvoll, erfordert große Körper- und Radbeherrschung und ist – wie ihr im nachfolgenden Film unschwer erkennen könnt – nichts für Weicheier wie mich.

Die besten Freeride Mountainbike Fahrer der Welt haben sich am 15. und 16. Oktober in der Nähe des Zion Nationalparks in Utah zur 10. Auflage der Red Bull Rampage versammelt. Erneut wurde die Red Bull Rampage ihrem Ruf als das härteste Freeride-Mountainbike-Event der Welt gerecht. Es siegte der Kanadier Kurt Sorge vor dem Spanier Andreu Lacondeguy und dem Kanadier Graham Agassiz.

Mit der Helmkamera aufgenommen sieht das dann so aus. Man wird schon schwindlig beim Zuschauen:

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