Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Radbekleidung für den Übergang

Morgens einstellige Temperaturen, abends über 20 Grad im Schatten. Da stellt sich natürlich die Frage, was ziehe ich an? Gestern habe ich den Fehler begangen und mich morgens viel zu warm angezogen. Die Regenjacke war keine gute Wahl. Trotz der niedrigen Temperaturen habe ich im eigenen Saft geschmort. Man lernt ja selten aus seinen Fehlern, aber heute Morgen fiel mir die Kleiderwahl doch gleich viel leichter:

  • Kurze Radhose
  • T-Shirt
  • Armlinge
  • Beinlinge
  • Handschuhe

Radbekleidung für die Übergangszeit

Die Radweste von VAUDE ist wirklich winddicht. Wenn man wie ich morgens mit mehr als 40 km/h den Berg herunter fährt, ist das bei 8 Grad Celsius nicht ganz unwichtig. Die Armlinge und Beinlinge sind innen ein wenig aufgeraut. Wenn es einem zu warm wird, kann man sie kurzerhand nach unten rollen oder ausziehen. Die Beinlinge haben einen Reißverschluss, der aber nicht weiter stört. Abends lässt sich alles mühelos im Rucksack verstauen.

Radfahren = gelebte Normalität?

Karlsruhe = heimliche Fahrradhauptstadt? so lautete der Titel meines letzten Blogbeitrages. Auf dem Fahrradportal – gefördert aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans – war ich auf eine Seminarreihe der Fahrradakademie gestoßen mit dem Titel Deutschlands heimliche Fahrradhauptstädte (mit Exkursionselement).

Karlsruhe wird in dieser Seminarreihe als eine der drei heimlichen Fahrradhauptstädte genannt mit der Begründung bei uns sei Radfahren Normalität. Ich fahre bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit und für mich persönlich ist Radfahren in der Tat eine normale, alltägliche Art der Fortbewegung, aber dass Radfahren bei uns eine gelebte Normalität ist, wage ich zu bezweifeln. Für meine Skepsis sprechen u.a. auch die hohen Unfallzahlen, die unlängst veröffentlicht wurden.

Doch nur weil ich das denke, müssen das ja nicht alle Karlsruher so sehen. Also habe ich kurzerhand mal die Karlsruher Twitter-Gemeinde befragt, was sie von der These hält, dass Radfahren in Karlsruhe Normalität sei. Hier das absolut nicht repräsentative Endergebnis:

Im Gegensatz zu mir glauben 71 Prozent der Befragten, dass in Karlsruhe Radfahren bereits gelebte Normalität sei. Es gab zu dieser Umfrage und zum Blogbeitrag eine Reihe von Kommentare. Sich kritisch gegenüber der Situation der Radfahrer in Karlsruhe zu äußern sei Jammern auf hohem Niveau. In anderen Städten sei es doch viel schlimmer, sagen die einen. Nur weil es in anderen Städten schlimmer sei, hieße das ja nicht zwangsläufig, dass es bei uns nicht noch viel zu tun gäbe, sagen die anderen.

Interessant finde ich auch die Tendenz, dass insbesondere Radfahrer, die sommers wie winters mit dem Rad unterwegs sind und so locker im Jahr auf einige Tausend Kilometer Strecke kommen, sich kritisch geäußert haben. Doch die reinen Zahlen – wenn auch alles andere als repräsentativ – sprechen eine andere Sprache.

Bald werden die Ergebnisse des Fahrradklimatests für das Jahre 2016 veröffentlicht. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird im 2-jährigen Rhythmus durchgeführt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. 2014 landete Karlsruhe vor Freiburg auf Platz 2 dieses Rankings. Ob wir im letzten Jahr ähnlich gut abgeschlossen haben, bleibt abzuwarten.

 

CarExit – Hol dir dein Leben zurück

Ihr seid es leid, jeden Morgen mit eurem Auto im Stau zu stehen oder zig Mal um den Block zu fahren, bis ihr endlich einen Parkplatz gefunden habt? Dann steigt doch auch um aufs Rad. Vielleicht motiviert euch ja dieser Film der Fahrradbande der BUNDjugend Berlin, in dem „Umsteiger“ zu Wort kommen und ihre ganz persönliche Geschichte erzählen.

Denn Gründe für einen Umstieg aufs Rad gibt es viele.

Mit carEXIT startet die Fahrradbande der BUNDjugend Berlin eine Kampagne zum Umstieg aufs Rad.

 

 

 

Mit dem Rad zur Arbeit – die Mitmachaktion

Ihr könnt euch zum Radfahren nicht so richtig aufraffen? Morgens ist es euch noch zu kalt, abends viel zu warm und irgendeine Ausrede gibt es immer? Vielleicht motiviert euch ja die Mitmachaktion von AOK und ADFC – Mit dem Rad zur Arbeit. Mich muss zwar niemand mehr motivieren – mich hat das Radfahr-Fieber schon vor Jahren gepackt – aber ich nehme auch in diesem Jahr wieder teil.

Wenn auch ihr mitmachen wollt, einfach online anmelden und zwischen dem 1. Mai und den 31. August mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit fahren (auch in Kombination mit Bus und Bahn). Das sollte eigentlich jeder schaffen. Unter den Teilnehmern werden wieder viele attraktive Sachpreise verlost. Aber auch wenn es Fortuna diesbezüglich nicht gut mit euch meint, gewinnt ihr: Fitness, Abwehrkräfte und Glücksgefühle, wenn ihr an euren Kollegen vorbeifahrt, die mit dem Auto im Stau stehen.

Mit dem Rad zur Arbeit – Mitmachaktion der AOK und des ADFC

2 Jahre Critical Mass Karlsruhe

Gestern feierte die Critical Mass Karlsruhe Geburtstag – 2 Jahre jung, immer noch in den Kinderschuhen aber damit auch lernfähig.

Die CM stand ganz im Zeichen der Themen Umweltverschmutzung und Feinstaubbelastung. Als Zeichen dafür trugen viele Radfahrer bei der Tour durch die Stadt eine Atemschutzmaske, was für erhebliche Aufmerksamkeit sorgte, denn Atemschutzmasken gehören zwar in Asien zum gewohnten Straßenbild, bei uns sieht man sie jedoch kaum, es sei denn bei Touristen in Stuttgart.

Mit 148 Teilnehmern waren wir fast rekordverdächtig, nur die erste Critical Mass konnte mehr Teilnehmer verzeichnen. Hier ein paar bildliche Impressionen:

Unser Critical Mass Logo

Baden-Württemberg investiert in Radwege

„Viel Geld für Radwege“ kündigt die BNN in ihrer heutigen Samstagsausgabe an. Das Land plane „viel“ Geld für Radwege und wolle zusätzlich rund 46 Millionen Euro investieren (z.B. in den Bau von Radwegen und Unterführungen). Da frage ich mich natürlich sofort was ich unter „viel“ zu verstehen habe. 46 Millionen hört sich zwar nach viel Geld an, aber verglichen mit den Beträgen, die in den Straßenbau und deren Erhalt fließen, sind 46 Mio. das, was ein Deutsche Bank Chef seinerzeit als Peanuts abtat.

Aber immerhin, 46 Millionen sind besser als gar nichts. Schließlich feiert das Rad in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag und da macht es sich gut, die eine oder andere Investition publikumswirksam anzukündigen.

Ein Teil des Geldes (19 Mio.) soll in den Ausbau von Radwegen an Landesstraßen fließen. Und jetzt wird es spannend, denn eine dieser Landstraßen verläuft zwischen den Karlsruher Stadtteilen Wolfartsweier und Grünwettersbach.

Kilometerfresser

8002 Kilometer – Tachostand nach einem Jahr

Wenn man bedenkt, dass ich im Dezember / Januar ein paar Wochen mit meinem Crossrad gefahren bin, da ich auf dem Rad die Spikereifen aufgezogen habe, bin ich insgesamt innerhalb des letzten Jahres eigentlich noch viel mehr Kilometer gefahren.

Reiserad von Rennstahl – Black is beautiful

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mir das Reiserad gekauft. Kaufentscheidend waren das Aussehen – typisch Frau wird jetzt mancher sagen – der Stahlrahmen, die Rohloff-Schaltung und die hochwertige Ausstattung:

  • Bremsen: Shimano XT Scheibenbremsen (vorne 180 mm, hinten 160 mm)
  • Nabendynamo: SON 28 Disc 10 mm
  • Licht: SON Edelux II
  • Rücklicht: Busch und Müller TOPLIGHT Line Brake Plus, 50 mm
  • Kettenblatt/Kurbel: Truvativ Stylo 1.1G 42 Zähne
  • Sattel: Brooks Cambium C17

Reiserad von Rennstahl – eine Augenweide

  • Gefahrene Kilometer: knapp 8000
  • Wo gefahren: Hauptsächlich Straße
  • Verschleiß-/Verbrauchsmaterial: 2 Schläuche (Plattfuß), 1 Kette, 1 Ölwechsel (Schaltung) und 2 Bremsbeläge
  • 1 Crash („sturzbedingte Selbstverletzung“ ohne Fremdeinwirkung aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit).
    Ergebnis: Kratzer am Schutzblech, 2 neue Pedale, ansonsten alles tiptop

Land unter an der Alb

Seit ein paar Tagen regnet es und die Flusspegel steigen wieder. Eigentlich kein Problem, denn Regen haben wir bitter nötig. Anscheinend wurde die Stadt Karlsruhe vom Regen kalt erwischt. War ja auch Fasching, da war die Personaldecke wahrscheinlich dünn. Ergebnis: Die Alb ist an einigen Stellen übers Ufer getreten und der angrenzende Radweg ist wegen Überschwemmung unpassierbar.

Am Entenfang hat man mittlerweile eine Absperrung aufgestellt:

Entenfang wegen Überflutung abgesperrt

Am Bulacher Loch, ausgerechnet dort wo man mit Karacho den abschüssigen Radweg hinunter fährt, um unter die Unterführung hindurch in Richtung Europabad zu gelangen, braucht man Schwimmflügel, oder wie Thomas gestern scherzhaft meinte, einen Taucheranzug. Man erkennt auf dem nachfolgenden Foto leider nicht viel, weil es dort stockdunkel ist:

Bulacher Loch? Nein, dunkles Loch

Tagsüber ist das ja kein Problem. Da sehe ich rechtzeitig, dass ich umkehren muss. Aber morgens um kurz nach 6 Uhr erkenne ich diese Gefahrenstelle ggf. erst, wenn ich schon kniehoch im Wasser stehe oder nach links in die Alb gefahren bin. Ich habe diese Gefahrenstelle bereits vor zwei Tagen gemeldet, aber außer einer automatisch generierten Mail, die mir den Eingang bestätigte, habe ich noch keine Rückmeldung erhalten. Sind ja auch noch Faschingsferien!

Online-Petition Wasserwerkbrücke

Viele Radfahrer aus den umliegenden Gemeinden von Karlsruhe (Durlach, Stupferich, Palmbach, Grünwettersbach, Wolfartsweier) pendeln täglich über die Wasserwerkbrücke in die Innenstadt. In umgekehrter Richtung ermöglicht die nur für Radfahrer und Fußgänger freigegebene Brücke den direken Zugang zum Oberwald. Ich möchte nicht wissen wie viele Jogger, Spaziergänger und Radfahrer täglich dese Brücke passieren, um im Oberwald ihre Runden zu drehen, die Tiere im Tiergehege anzuschauen, auf dem großen Spielplatz zu toben oder einfach nur die Natur zu genießen. Es sind bestimmt Hunderte.

Jetzt wurde bekannt, dass die Brücke saniert werden soll. Die Sanierung an sich ist aber nicht Stein des Anstoßes, sondern die Tatsache dass die Brücke während der ganzen Sanierungsarbeiten – geplant sind 18 Monate – komplett für den Durchgang gesperrt werden soll. Dagegen wehrt sich die Bürger-Gesellschaft-Südstadt jetzt mit einer Online-Petition.

Jetzt aktiv werden und gegen die Schließung stimmen

Die Bürger-Gesellschaft Südstadt fordert einen ungehinderten Zugang in den Oberwald während der ganzen Sanierungszeit, egal ob als ebenerdiger Übergang, durch eine jeweils halbseitige Sanierung oder durch einen provisorischen Ersatzsteg. Wenn auch ihr betroffen seid, dann unterschreibt bitte auch die Online Petition.

Ich kann zwar zur Not auch anders fahren, aber wenn ich die Wahl habe zwischen dem Radweg entlängs der stinkenden, vierspurigen Südtangente und dem Radweg quer durch den Wald, dann ziehe ich Letzteren vor.

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