Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Winter Bike to Work Day

Freitag, der 9. Februar 2018 = International Winter Bike to Work Day!

Wer wie ich sowieso bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit fährt, an dem gehen Tage wie der International Winter Bike to Work Day komplett vorüber. Wenn Christine Lehmann in ihrem heutigen Blogbeitrag nicht darüber berichtet hätte, wüsste ich nicht, dass es diesen Gedenktag überhaupt gibt. Dort findet ihr auch mehr über die Entstehung und Geschichte dieses Tages.

Für mich und viele anderen Karlsruher ist das bereits gelebte Normalität. Dunkelheit, Kälte, Nässe und Schnee halten uns nicht davon ab, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Die Zahl der „Schönwetter-Radfahrer“ ist aber auch in Karlsruhe noch größer als die der „Ich-fahre-bei-jedem-Wetter-Radler. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht hilft ja so ein Gedenktag, noch mehr Leute zu motivieren. Also nehmt doch diesen Tag einfach mal zum Anlass, in die Fahrradsaison 2018 zu starten. Wer sich anmelden will, kann das hier machen.

 

 

Mein Fahrrad-Pendler Jahr 2017

Ich bin letztes Jahr 210 Mal mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Ein einziges Mal habe ich das Auto genommen, da es zum TÜV musste. An dem Tag hatte ich allerdings mein Faltrad dabei, um von der Werktstatt zur Arbeitsstelle zu gelangen.

Insgesamt habe ich als Fahrrad-Pendler 7140 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt.
Laut Einspar-Rechner des ADFC  (siehe unten) habe ich eine Menge Kosten gespart und einen nicht unerheblichen Beitrag zur Umwelt geleistet.
Ich hatte 2017 natürlich auch Unkosten: neue Bremsbeläge vorne und hinten sowie einen Getriebeölwechsel bei meiner Rohloff SPEEDHUB 500/14. Verglichen mit dem, was ich gespart habe, sind diese Kosten ein Witz.

Was der Rechner nicht wiedergibt:

  • Null Krankheits-/Ausfalltage
  • Null Stau
  • Jede Menge Spaß beim Radfahren
  • Stramme Waden 🙂

Einspar-Rechner des ADFC

Guten Rutsch ins neue Jahr

Radfahren kann man bei jedem Wetter, auch bei frostigen Temperaturen. Gut rutschen sollte man als Radfahrer allerdings nur im übertragenen Sinne. Also fahrt vorsichtig, zieht gegebenenfalls Spikereifen auf und kleidet euch nach dem Zwiebelprinzip. Dann macht das Radfahren auch in der kalten Jahreszeit jede Menge Spaß. Denn gerade im Winter, wenn alles auf den ersten Blick grau in grau erscheint, entdeckt man viele schöne Dinge am Wegesrand, an denen man im Auto achtlos vorüber fahren würde.

Interessantes rund ums Rad

Hier ein paar interessante Zahlen rund ums Rad. Ihr findet weitere Fakten auf der Website der FahrradBande. Ich habe mir mal drei Bike-Facts herausgegriffen, deren Zahlen mir in ihrer erschreckenden Deutlichkeit so nicht bewusst waren bzw. mir gezeigt haben, wie viel Halbwissen ich noch habe.

Fahrradbesitzer, die ihr Rad nur mit einem dünnen „Geschenkband für Diebe“ absichern, sollten angesichts dieser Zahlen doch noch mal in sich gehen, ob die Investition in ein hochwertiges Schloss nicht vielleicht doch Sinn macht.

Pendeln ist nicht gleich Pendeln

Als ich jüngst auf meinem Weg von Karlsruhe nach Kiel an der Ausfahrt nach Bensheim vorbeikam, fiel mir unmotiviert ein, dass dort ein Kollege meines Mannes eine Wohnung hat und oft mit dem Auto zu seinem Arbeitsplatz nach Karlsruhe pendelt. Morgens und abends jeweils eine Stunde Fahrtzeit? No way, dazu hätte ich ja keine Lust, dachte ich. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit!

Dabei brauche ich für die Fahrt zur Arbeit genauso lange wie der Kollege meines Mannes. Einziger Unterschied – ich fahre mit dem Rad. Während mir zwei Stunden im Auto als pure Zeitverschwendung erscheinen, empfinde ich zwei Stunden Radfahren als entspannend und erholsam. Ich kann unterwegs die Seele baumeln lassen, denn es ist – von ein paar Joggern und Spaziergängern mal abgesehen – nichts los auf meiner Strecke.

Mit dem Rad zur Arbeit fahren – besser als mit dem Auto im Stau stehen (Bild links: Oberwald / Bild rechts: Alb)

Nicht mal Regen, Schnee oder Kälte können diese Freude trüben. Pendeln ist eben doch nicht gleich Pendeln. Mit dem Auto pendeln bedeutet für mich Stress, mit dem Fahrrad – je nach Tempo – Bewegung oder Sport an frischer Luft. Wenn ich abends nach Hause komme, habe ich mich bereits ausgetobt. Die Kosten fürs Fitness-Studio kann ich mir sparen.

Mit dem Rad zur Arbeit 2017

Normalerweise drucke ich mir keine Urkunden aus. Bei dieser mache ich jetzt mal eine Ausnahme, um zu zeigen, was möglich ist, auch ohne dass man Sport treibt.

Heute ist der letzte Tag der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit 2017“. Im Aktionszeitraum von Anfang Mai bis Ende August bin ich 79 Tage mit dem Rad zur Arbeit gefahren, habe dabei 2686 Kilometer zurückgelegt und rein rechnerisch 62.852,40 kcal verbrannt. Die Anzahl Tage stimmt, die Kilometer stimmen, aber bei den Kalorien bin ich skeptisch. Doch selbst, wenn es „nur“ 50.000 waren, kann man dafür eine ganze Menge Schokolade und Eis verputzen 🙂

Nur weil die Aktion jetzt zu Ende ist, höre ich natürlich nicht mit dem Radfahren auf. Aber ich verabschiede mich erst mal in den wohlverdienten Urlaub und nerve meine Freunde und Kollegen mit Fotos von Sonnenuntergängen, Kreidefelsen und endlosen Stränden. Rache ist eben süß.

You’re safer on a bike than on a sofa

Es heißt ja immer „traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Aber Statistiken, die mir ins Wort reden, bin ich geneigt, auch zu glauben, obwohl sie nur einen Teil der Zahlen präsentieren. Wieso? Weil!

Safer on a bike

Rein statistisch gesehen ist es also auf dem Rad sicherer als auf dem Sofa

Übrigens ist es noch nicht zu spät, bei der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit teilzunehmen. Sie läuft noch bis Ende August. Und wer an mindestens 20 Arbeitstagen per Rad zur Arbeit fährt, kann attraktive Preise gewinnen. Aber gewinnen tut man ja sowieso, nämlich Bewegung an frischer Luft und eine stress- und staufreie Fahrt zur Arbeit. Wozu nach Feierabend ins Fitness-Studio hetzen und auf dem Ergometer schwitzen, wenn man denselben sportlichen Effekt auch kostenlos haben kann, indem man gemütlich mit dem Rad zur Arbeit fährt.

 

 

10 000 Kilometer

Kinder, wie die Zeit vergeht! Vor gut einem Jahr habe ich mein neues Trekkingrad mit Getriebenabe SPEEDHUB 500/14 gekauft und bin jetzt 10 000 Kilometer damit gefahren. Da kommt ganz schön was zusammen, wenn man jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fährt.

In Radlerkreisen kursiert der folgende Spruch zur SPEEDHUB 500/14:

Bei Kilometer 100.000 ist sie gerade mal gut eingefahren.

Da habe ich ja noch viel Fahrfreude vor mir 🙂

Welche Strecken und Witterungsverhältnisse die Rohloff-Schaltung meistern kann, könnt ihr übrigens auf der Hersteller Seite selbst nachlesen. Dort gibt es viele interessante Erfahrungsberichte von wahren Vielfahrern.

Thank God it’s Friday

Es sind die kleinen Dinge, die einem auf dem Heimweg nach einem anstrengenden Tag im Büro vor Augen führen, wieso es sich lohnt mit dem Rad zur Arbeit zu fahren:

Einsame Blume am Rande des Radwegs

Lieber mit dem Rad zur Arbeit

… als mit dem Auto im Stau. Die Aktion Mit dem Rad zur Arbeit läuft seit Anfang Mai. Mitmachen lohnt sich immer noch. Gewinnen tut nämlich jeder – viel frische Luft, stramme Waden und jede Menge Spaß am Radfahren. Die attraktiven Sachpreise, die man abgreifen kann, sind eigentlich nur schmückendes Beiwerk.
Was muss man tun? Ganz einfach – im Aktionszeitraum (noch bis zum 31. August) mindestens 20 Tage mit dem Rad zur Arbeit fahren. Einfacher geht es nun wirklich nicht. Es ist also immer noch möglich, bei der Aktion des ADFC und der AOK mitzumachen.
Ich habe die Mindestanforderung bereits erfüllt, was nicht heißt, dass ich jetzt aufhören werde. Schließlich würde ich ja auch ohne diese Mitmachaktion mit dem Rad zur Arbeit fahren und ich esse einfach für mein Leben gern Schokolade 🙂

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