Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Leihräder

Andere Länder, andere Sitten

Die Bilder der Woche kommen aus Südkorea, genauer gesagt aus der Hauptstadt Seoul. Dort verbringt meine Jüngste gerade ein Auslandssemester. Das Fahrrad ist in der Millionenstadt Seoul nicht erste Wahl, wenn es darum geht zur Arbeit, zur Schule oder zur Uni zu gelangen. Dazu sind die Wege zu lang, der Verkehr zu dicht und viel zu hektisch. Das Rad führt aber dennoch kein Schattendasein. In der Freizeit und für sportliche Zwecke wird es viel genutzt.

Cycling the busy main streets of the citiy is not recommended but a pedal along the cycling lanes beside the Han River and through several parks can be a pleasure.

Solche vom restlichen Verkehr komplett getrennt verlaufende Radwege hätte ich auch gerne, aber nicht nur entlängs der Flussläufe, auch innerorts. So könnten z.B. die Radschnellwege aussehen, die derzeit bei uns in Deutschland in aller Munde sind.

Radweg entlängs des Han Flusses

Was die zu leihenden Räder anbelangt, bin ich nicht so begeistert, aber ich bin natürlich auch verwöhnt.

Leihräder in Seoul

Das Radfahren so cool machen, als säße man in einem Ferrari

Gestern wurde in der FAZ  ein interessanter Artikel zum Boom von Leihrädern in den Metropolen Chinas veröffentlicht. Er schließt ab mit dem folgenden Zitat des Vorstandsvorsitzenden der Verleihfirma Mobike.

Was wir versuchen, ist das Fahrradfahren für Chinesen so cool zu machen, als säßen sie in einem Ferrari.

Das Radfahren wieder cool, hip und begehrlich machen. Geil! Und das in einem Land, in dem das Auto Statussymbol Nummer 1 ist, in dem man das Autokennzeichen für sein neu zugelassenes Auto für Tausende von Euro ersteigern muss. Dabei sah es Ende der 80er Jahre in Peking noch so aus:

Fahrradabstellplatz – U-Bahn Haltestelle in Peking

Lastenrad, Peking 1989

Das Rad der Geschichte dreht sich zwar nicht rückwärts, aber wer weiß, wenn auch nur ein paar Millionen Menschen das Auto stehen lassen und aufs Rad umsteigen, bringt das schon eine Menge.

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