Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Kettenschaltung

Reifenwechsel bei der Rohloffschaltung

Vor dem Kauf meines neues Trekkingrades mit Rohloff-Schaltung habe ich unzählige Vergleichstests zu den verschiedenen Schaltungstypen studiert.

  • Wie viele Gänge und welche Übersetzung brauche ich?
  • Wie viel Bedienungskomfort ist mir wichtig?
  • Welchen Stellenwert haben für mich geringe Wartung und Langlebigkeit?

Die Vorteile der Rohloff-Schaltung in punkto Wartung und Langlebigkeit waren letztendlich ausschlaggebend für meine Kaufentscheidung. Wenn ich mir bewusst gewesen wäre, dass man den Hinterreifen bei einer Rohloff-Schaltung viel einfacher wechseln kann als bei einer Kettenschaltung, hätte ich vielleicht schon viel früher zugeschlagen.

Bei der Kettenschaltung muss ich jedesmal aufs Neue überlegen, wie die Kette verläuft. Muss sie erst über die eine oder die andere Umlenkrolle. Egal ob das Rad auf dem Kopf steht oder am Montageständer hängt, ich stehe in der Regel davor wie ein Vollpfosten, habe vom vielen Probieren schwarze Finger und keine Ahnung, wo ich welche Rolle hindrücken muss, damit es passt.

Dieses Problem habe ich mit der Rohloffnabe jetzt nicht mehr. Keine Umlenkrollen, kein „wie war das noch?“, keine dreckigen Finger!

Einfach den höchsten Gang einstellen, die Rändelschraube an der Schaltansteuerung losdrehen, Schaltansteuerung abziehen, Hinterrad ausbauen, Schlauch wechseln, Hinterrad einbauen, Schaltansteuerung aufstecken und Rändelschraube mit der Hand wieder festdrehen. Fertig!

Rohloff Schaltung – nach 100.000 km gut eingefahren

Meiner ältesten Tochter hat man ja unlängst das Rad gestohlen. Da es rein statistisch gesehen unwahrscheinlich ist, dass es wundersam wieder auftauchen wird, habe ich ihr mein zwei Jahre altes Trekkingrad „vererbt“. Nein, ich bin kein Gutmensch. Mich trieben vielmehr egoistische Motive, diente mir der Verlust des Rades doch als Ausrede, mich nach einem neuen Alltagsrad umschauen zu dürfen.

Ich bin in jüngster Zeit immer häufiger gefragt worden, warum ich eigentlich mit einer Kettenschaltung unterwegs bin.

Anke, du fährst so viele Kilometer im Jahr, wieso hast du eigentlich kein Rad mit Rohloff Schaltung oder Pinion Getriebe? Denk doch mal an all die Ketten und Kassetten, die du schon verschlissen hast!

Das hat schon eine Weile an mir genagt. Mein Trekkingrad hat zwar schon gut 15.000 Kilometer auf dem Buckel, aber es ist ja trotzdem noch in einem Topzustand. Ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen, mir nach zwei Jahren schon wieder ein neues zu kaufen. Doch jetzt hatte ich ja eine Ausrede, mich auf dem Markt nach einem Rad fürs Leben umzusehen, Testberichte zu studieren, andere Vielfahrer zu befragen und mir ein Objekt der Begierde auszusuchen.

Eines war von vornherein klar, diesmal würde ich keine Kompromisse eingehen und schon gar nicht die Katze im Sack kaufen, d.h. ohne vorherige Probefahrt würde ich mir kein Rad mit einer teuren Schaltung zulegen. Und wenn schon eine teure Schaltung, dann müssen auch die anderen Komponenten des Rades qualitativ stimmen. Vor dem Kauf wollte ich mich davon überzeugen, dass die Rohloff Nabenschaltung mir sowohl bergauf – auch bei  extremer Steigung – als auch in der Ebene genug Bandbreite liefern würde.

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