Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Fahrradwartung

Frühling liegt in der Luft


Es wird Zeit, sein Rad fit zu machen für den Frühling. Wer wie ich ganzjährig und bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist, der kann sich jetzt bequem zurücklehnen. Aber alle anderen sollten jetzt ihre Räder aus dem Keller holen, oder wo immer sie sie eingemottet haben, und aus dem Winterschlaf holen. Nicht jeder ist ein begnadeter Schrauber. Wer sein Rad sicherheitshalber von einem Zweiradmechaniker durchchecken lassen möchte, der sollte sich sputen. Bald sind die Terminbücher der Fahrradwerkstätten wieder ausbucht, und der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm.

Winterwegputztag

Erster Urlaubstag, die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel und die Vögel zwitschern. Was macht man da als Alltagsradler? Radfahren? Auch, aber zu allererst mal Räder putzen. Während ich noch meinem Winterrad – dem Crossrad mit den Spikereifen – mit Bürste und Schwamm zu Leibe rückte, habe ich mir mein Hirn zermartert, wie man das, was ich gerade tat, möglichst kurz und prägnant nennen könnte. Machte ich mein Winterrad gerade sommerfest? Klingt irgendwie komisch. Übersommern hört sich auch gewöhnungsbedürftig an, obwohl es in der Sache stimmt. Wie nenne ich das, wenn ich ein Rad, das nur im Winter bei Schnee und Glätte zum Einsatz kommt, nach der kalten Jahreszeit putze und dann bis zum nächsten Winter in der Garage verstaue? Andersherum gibt es viele Begriffe. Im Herbst mache ich meinen Garten winterfest und Zugvögel überwintern im Süden. Was aber machte ich gerade mit meinem Rad?

Während ich mir noch meinen Kopf zerbrach, hatte jemand auf Twitter schon den richtigen Begriff gefunden – #winterwegputztag! Danke dafür @nikanaaa!

Denn genau das tat ich ja im Grunde – die Spuren des Winters – Flugrost, Dreck, Schmiere und Salzreste – wegputzen. Mein Rad hatte es wahrlich nötig. Wie war das noch mal mit dem Schuster und seinen Schuhen?

#winterwegputztag

 

Wartungs- u. Reparaturkurs für Anfänger

Ich kann zwar einen Schlauch wechseln und weiß auch wann es Zeit wird, die Kette, die Bremsbeläge oder das Getriebeöl zu erneuern, habe aber – wenn man mal vom Schlauchwechsel absieht – keine dieser Reparatur- und Wartungsarbeiten je selbst durchgeführt. Ich war einfach zu bequem. Wozu hat man einen Mann, der handwerklich geschickt ist und sich noch dazu mit Fahrrädern auskennt! Kleinere Reparaturen – Schaltung einstellen oder Kette und Kassette wechseln – hat bis dato mein Mann durchgeführt. Wenn er keine Zeit hatte, habe ich meine Räder in die Werkstatt meines Vertrauens gebracht.

Aber wie heißt es so schön – selbst ist die Frau!

Als vor knapp zwei Wochen der ADFC seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt hat, war ich eigentlich nur da, weil ich neugierig auf den Werkzeugschrank war. Ihn bzw. das Werkzeug darin mal selbst auszuprobieren, war nicht mein Plan. Als aber Im Verlauf des Abends darauf hingewiesen wurde, dass bald ein Reparatur- und Wartungskurs stattfinden würde und nur noch wenige Plätze frei seien, habe ich mich spontan angemeldet. Wieso nicht mal selbst reparieren! So schwer kann das ja nicht sein. Auch nervt es mich schon lange, dass ich nach einem Schlauchwechsel beim Hinterrad immer unsicher bin, wo ich das Schaltwerk hin drücken muss, damit die Kette richtig um die beiden Umlenkrollen gelenkt wird. Sich mal nicht wie ein Volldepp fühlen hätte auch seinen Reiz.

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