Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Schlagwort: Fahrradabstellplatz

Fahrradbügel soweit das Auge reicht

Vorbildlicher Fahrradabstellplatz zwischen Gottesauer Schloss und Otto-Dullenkopf-Park neben dem Radweg zum Schlachthofgelände:

Von so einer Abstellanlage an ihrer Schule können die meisten Schüler in Karlsruhe allerdings nur träumen

Felgenkiller vs. Anlehnbügel

Es tut sich was in puncto Fahrradständer. Aldi Süd ist dabei, seine „Felgenkiller“, an die man maximal ein Laufrad anschließen kann, …

Felgenkiller

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Radlerforum Karlsruhe

Ich wohne seit knapp 30 Jahren in Karlsruhe und das Rad ist mein Hauptfortbewegungsmittel, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das Radlerforum Karlsruhe bis vor kurzem gar nicht kannte. Bei einem unserer letzten CM Treffen (einmal im Monat treffen sich Anhänger/Mitfahrer der Critical Mass Bewegung in Karlsruhe zu einem Meinungsaustausch) wurde das Radlerforum thematisiert. Ein Teilnehmer der Runde hatte vorgebracht, ob wir nicht Vertreter der einzelnen Parteien oder Honoratioren der Stadt mit ins Boot holen sollten, um die Critical Mass bekannter und hoffähiger zu machen. Kommentar einer anderen Teilnehmerin, die bereits versucht hatte, solche Kontakte herzustellen:

Die Critical Mass in Karlsruhe ist denen nicht politisch genug. Macht euch mal Gedanken, was ihr überhaupt wollt. Was sind eure persönlichen Ziele. Hier ein Flyer vom Radlerforum und ein Ausdruck des 20-Punkte-Programms der Stadt zur Förderung des Radverkehrs.

Jeder griff sich einen Flyer und blätterte ihn durch. Ein verächtliches Schnauben ertönte zu meiner Linken. Ein Seniorenrat sei Teil dieses Radlerforums, dann könne das ja wohl nichts sein, denn was wissen die schon vom Radfahren. Ich bin zwar noch kein Senior, fühle mich jedenfalls nicht so, auch wenn ich in den Augen eines 20-Jährigen mein „Best before date“ wahrscheinlich schon lange überschritten habe. Aber ich merkte, wie mir der Kamm schwoll.

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Bike and Ride in den Bergdörfern

Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad, um damit zur Arbeit zu fahren. Aber nicht jeder hat wie ich Lust täglich mehr als 16 Kilometer für eine Strecke mit dem Rad zurückzulegen. Das Fahrrad ist in diesem Fall eine gute Möglichkeit, eine sinnvolle Vernetzung verschiedener Verkehrsmitteln hinzubekommen. Bike and Ride ist das Ergebnis davon, dass immer mehr Menschen mit ihrem Fahrrad zur Bus- oder Straßenbahnhaltestelle fahren, es dort abstellen und den weiteren Weg dann mit anderen Verkehrsmitteln fortsetzen.

Um künftig noch mehr Menschen dazu zu bewegen, das Auto stehen zu lassen und stattdessen auf den ÖPNV umzusteigen, hat die Stadt Karlsruhe auch bei uns oben in den Bergdörfern an ein paar Bushaltestellen neue Bike-and-Ride-Anlagen aufgestellt. Bisher habe ich zwar noch nicht gesehen, dass hier jemand sein Rad abgestellt hätte, aber das kommt ja vielleicht noch.

Bushaltestelle Karlsruhe Palmbach

Es könnte natürlich sein, dass niemand die Abstellanlagen nutzt, weil sie auf der „falschen“ Straßenseite stehen, nämlich nicht stadteinwärts sondern stadtauswärts. Wer es von Karlsruhe kommend bis nach Grünwettersbach oder Palmbach mit dem Rad geschafft hat, wird seinen fahrbaren Untersatz hier mit Sicherheit nicht abstellen, um dann zwei Kilometer bis nach Waldbronn mit dem Bus zu fahren. Sinnvoll ist die B+R-Anlage eigentlich nur für Wettersbacher oder Palmbacher, die mit dem Rad zur Bushaltestelle kommen, es dort abstellen und dann mit dem Bus weiter in die Stadt fahren.

Ich werde das weiter beobachten. Wäre doch schade, wenn sich die Stadt hier ins Zeug legt, der Bürger aber gar keinen Nutzen daraus zieht.

Fahrräder als Deko oder Hinweisschilder

Räder sind voll im Trend – auch als Deko oder Hinweisschild

Dieses Foto hat mir gerade meine Älteste aus Kiel geschickt. Wozu alte Räder doch alles gut sind!

Rad vor der Hütten

Norwegen scheint noch ein sicherer Ort für Fahrradbesitzer zu sein. Zumindest lässt das Foto, das Birgit in Norwegen gemacht hat, diesen Schluss zu.

Rad nicht Holz vor der Hütten

Auch eine Möglichkeit, sein Rad zu verstauen – mit einer Wandhalterung draußen am Haus.

Fahrradabstellplätze

Das Fahrrad als Transportmittel ist die Lösung für viele Verkehrsprobleme, wie z.B. Staus und Umweltverschmutzung. Insbesondere in Karlsruhe, der Geburtsstadt des Fahrrads, schwingen sich immer mehr Menschen aufs Rad um von A nach B zu kommen. Der Anteil der Radfahrer nimmt stetig zu. Trotz dieser Tatsache sind noch viele Probleme, vor allem was die Infrastruktur anbetrifft, ungelöst. Der Zustand mancher Radwege ist desolat. Sie sind entweder zu schmal oder so holprig, dass viele Radfahrer aus eigener Sicherheit gleich auf die Straße ausweichen. Der Genehmigungsprozess für die Ausweisung von Fahrradstraßen, wie z.B. die Bahnhofstraße zwischen dem Karlsuher Hbf und der Beiertheimer Allee, dauert eine gefühlte Ewigkeit und stößt bei Autofahrern auf Widerstand und Unverständnis. Fahrradabstellplätze nehmen viel Raum ein und „verschwenden“ in den Augen mancher Stadtväter zu viel teuren Bauplatz. Aber irgendwo müssen wir unsere Fahrräder ja parken. Und wenn man nicht will, dass „wild“ abgestellt wird wie auf dem Bild unten, dann müssen andere Lösungen her.

Wildes Parken auf dem Bahnhofsvorplatz

Wildes Parken auf dem Bahnhofsvorplatz

Die Fahrradabstellplätze der Gegenwart nehmen viel Platz ein:

Fahrradabstellplatz ECE

Fahrradabstellplatz ECE

Die Zukunft sieht anders aus: Eco Cycles sind Fahrradgaragen in Form von Türmen, die oberhalb und auch unterirdisch gebaut werden können. So sehen sie aus:

Fahrradabstellplatz (Bild: eco-cycle)

Fahrradabstellplatz der Zukunft (Bild: eco-cycle)

In London soll jetzt so ein vollautomatischer Fahrradturm aufgestellt werden. Bis zu 204 Fahrräder finden darin Platz.

In Karlsruhe wird ja gerade wegen der Kombilösung sowieso überall gebaut, die Erde aufgerissen, mit gigantischen Bohrern untertunnelt und die Verkehrsführung geändert. In dem Zuge könnte man doch auch gleich ein weiteres Problem der Zukunft angehen: Wohin mit den vielen Fahrrädern? Schließlich sollen noch mehr Bürger als bisher vom Auto aufs Rad umsteigen. Und dann wird es wirklich eng in der Innenstadt, am Hauptbahnhof und an neuralgischen Punkten wie der Uni, dem ECE und vielen Schulen. Wir können doch angeblich alles – außer hochdeutsch, versteht sich.

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