Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Festgefressen!

Ich hasse es, wenn mein Rad Geräusche macht. Jedes Klappern, Knarzen oder Quietschen, das sich nicht sofort lokalisieren und beheben lässt, macht mich nervös. Diesmal war es die Bremsscheibe am vorderen Laufrad, die mich nervte. Die Scheibe qietschte, wenn man das Rad schob und schepperte leise beim Fahren. Da es bei vielen Geräten schon hilft, einfach mal den Stecker zu ziehen und dann wieder einzustecken, bat ich meinen Mann, die Steckachse los- und dann wieder festzuschrauben in der Hoffnung, dass die Bremsscheibe durch die neue Justierung des Laufrades dann Ruhe geben würde. Das hätte ich theoretisch zwar auch selbst machen können, aber ich wollte mich nicht schon wieder blamieren.

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Radfahrer sind hitzeresistent

Wer befürchtet hatte, dass die gestrige Critical Mass der Hitze zum Opfer fallen würde, der lag falsch. Radfahrer, insbesondere Alltagsradler, fahren bei jedem Wetter. Und so machten sich dann allen Unkenrufen zum Trotz 233 Radfahrer auf den Weg durch die Karlsruher Innenstadt. Der Streckenverlauf war gut gewählt. Es war ein Mix aus Sightseeing Tour und Baustellentourismus. Insbesondere für Neu-Karlsruher bietet die Critical Mass so manch ein Aha-Erlebnis.

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Brückenkaffee – Umfrageergebnis

Das Urteil ist gefallen – die Rheinbrücke hat knapp vor der Wasserwerkbrücke das Rennen gemacht. Während sich die Hirschbrücke wacker geschlagen hat, sind die diversen Brücken über die Alb bei den Radfahrenden wohl doch nicht so gut angekommen wie ich gedacht hatte.

Wie man schon an der Anzahl der Votes sehen kann, ist die Umfrage alles andere als repräsentativ. Was mich aber gefreut hat, waren die Kommentare zum Blogbeitrag  und auf Twitter. Das lässt mich hoffen, dass es nicht beim MAN müsste mal ein Brückenkaffee ins Leben rufen bleibt, sondern dass daraus auch tatsächlich etwas wird.

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Senk ju for träveling wis Deutsche Bahn

An diesen Song der Wise Guys musste ich unwillkürlich denken, als ich letzten Montag mit dem Zug von Lingen über Münster nach Karlsruhe zurückfuhr. Es wurden – wenn man mal von den sanitären Einrichtungen absieht – sämtliche Vorurteile bedient:

  • Zugverspätung
  • Einfahrt auf dem falschem Gleis
  • Spiegelverkehrte Wagenreihung
  • Halten auf freier Strecke
  • Zug fährt nicht zum Zielbahnhof

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Ohne Auto mobil im Alltag

Jetzt ist es also passiert – ich habe mich von meinem Fiat getrennt. Er bleibt zwar in der Familie, aber mir steht er nicht mehr zur Verfügung. Ein bisschen wehmütig war mir beim Abschied am Montag schon, als ich mit dem Faltrad zum Bahnhof geradelt bin, um nach Karlsruhe zurückzufahren.
Ich habe ihn zwar kaum genutzt, aber es hatte etwas ungemein Beruhigendes zu wissen, dass da in der Garage ein Auto steht, das ich in der Not hätte nehmen können. Dieses beruhigende Gefühl habe ich jetzt natürlich nicht mehr. Dafür aber eine große Auswahl an Rädern 😉

Damit mein Lastenrad nicht so verloren aussieht, habe ich nach meiner Rückkehr gleich mal ein wenig umgeräumt und mein Faltrad und ein Rad meines Mannes nebst Montageständer in der Garage verteilt. Wie man sieht gibt es noch jede Menge Platz für mein Alltagsrad, das Mountainbike und mein Rad mit den Spikereifen.

Eins möchte ich noch einmal betonen – ich habe nichts gegen Autos per se. In dem kleinen Dorf in Norddeutschland, in dem ich aufgewachsen bin, ist man auch heute noch ohne Auto aufgeschmissen. Es fährt morgens ein Bus in die nächstgelegene Kreisstadt und mittags einer wieder zurück – während der Schulzeit, versteht sich, nicht in den Ferien. Vor allem in ländlichen Regionen gibt es noch keine wirkliche Alternative zum Auto. Da haben wir noch erheblichen Nachholbedarf.

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Impressionen von Rügen 2018

Wer Rügen hört, der denkt an Kreidefelsen, mondäne Seebäder und Landungsbrücken …

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Darf’s auch ein bisschen Meer sein?

Rügen, wir kommen! Schon das dritte Mal in Folge werden wir unseren Sommerurlaub auf Deutschlands größter Insel verbringen. Das mag sich für manche anhören wie Spießertum im Reinstform, für mich ist es Erholung pur. Eigentlich ist es ja schon eher ein Herbsturlaub, da der meteorologische Sommer ja schon vorbei ist.
Insbesondere in der Nachsaison ist Rügen ideal zum Entschleunigen und Abschalten. Hier kann man Radfahren, Joggen, Schwimmen und Lesen. Nichts ist schöner als abends faul am Strand zu liegen, ins Meer zu starren und dem Rauschen der Wellen zu lauschen.

Mit dem Rad zur Arbeit 2018

Heute geht die Aktion Mit dem Rad zur Arbeit zu Ende. Es wird in dem Zusammenhang in den Medien immer wieder darüber diskutiert, wie man auch die Menschen vom Auto aufs Rad bringen könnte, die einen längeren Anfahrtsweg haben. Radschnellwege sollen schaffen, wozu die vorhandene Fahrradinfrastruktur bisher nicht in der Lage war, nämlich auch diejenigen Pendler dazu zu bewegen, aufs Rad zu wechseln, die mehr als 20-30 Kilometer zum Arbeitsplatz fahren müssen. Ich habe da zwar so meine Bedenken, dass es mit Radschnellwegen alleine getan sein wird, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Zumal es durchaus auch jetzt schon Leute gibt, die sich nicht von einer Stunde Anfahrtsweg per Rad abschrecken lassen.

Mein Weg zur Arbeit ist ja mit 17 Kilometern schon länger als üblich, aber verglichen mit Kevin, dem jungen Mann, der in der Firma direkt nebenan arbeitet, bin ich eine Kurzstreckenradlerin. Kevin wohnt in Marxell im Nordschwarzwald und fährt jeden Tag gut 26 Kilometer mit dem Rad nach Karlsruhe zur Arbeit, und zwar quer durch den Wald. Die Route ist weder vier Meter breit, noch kreuzungsfrei und beleuchtet schon gar nicht. Morgens, bergab, schafft er die Strecke in knapp einer Stunde, abends braucht er dafür etwas länger, zumal er meist noch eine „kleine“ Extrarunde über Bad Herrenalb oder die Teufelsmühle dreht. Wenn er mit strahlenden Augen von seinen Radtouren, der Natur und seinen vielfältigen Eindrücken erzählt, dann spürt man förmlich selbst den Fahrtwind in den Haaren. Er genießt jede Minute auf dem Rad. Eine Stunde und mehr mit dem Rad zu pendeln ist für ihn keine Last, sondern Lebensfreude pur.

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Du hast ja ’nen Schatten!

Stimmt, habe ich. Und was für einen!

Karlsruher sind Radfahrer

Letztes Wochenende war DAS FEST in Karlsruhe. Drei Tage Musik, Unterhaltung, Information, Animation und Mitmach-Aktionen für Jung und Alt. Die Macher der Veranstaltung haben sich wieder mal übertroffen.

Für uns Radfahrer gab es gleich mehrere überwachte Fahrradabstellplätze. Der größte und meistbesuchte war der an der Europahalle.

Man musste sich da den Standort seines Rades schon gut gemerkt haben, denn in Anlehnung an den Spruch „Nachts sind alle Katzen grau“ waren auf dem FEST alle Sättel blau. Da ist dem einen oder anderen Besucher bestimmt schon mal vor Schreck das Herz in die Hose gefallen, als er sein Rad mit dem schönen schwarzen Brooks Sattel gesucht und erst mit Mühe gefunden hat.

Von den Abstellplätzen musste man zwischen 20 bis 50 Meter zu den jeweiligen Eingängen gehen. Der Karlsruher ist ja eher ökonomisch eingestellt. Bloß keinen Schritt zuviel gehen, schon gar nicht bei den Temperaturen. Also standen direkt vor den Eingängen auch jede Menge Räder. Es gab kaum einen Baum, Zaun, Pfosten oder eine Straßenlaterne, die nicht von Rädern umstellt waren.

Man stelle sich mal vor, all diese Besucher wären mit dem Auto angereist.

 

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