Die Fächer Kunst und Sport spielen an den weiterführenden Schulen eher eine Nebenrolle. Wenn sie ausfallen, kräht in der Regel kein Hahn danach, aber wehe der Mathelehrer ist mal einen Tag krank, dann laufen die Eltern Sturm, denn Malte-Jonas und Lena-Marie könnte das ja ihren weiteren Lebensweg verbauen.
Von daher bin ich froh, dass meine beiden Töchter dem Kunst- und Sportunterricht etwas abgewinnen und sich auch bei uns im Haus künstlerisch und sportlich austoben konnten. Manche dieser Spuren haben wir mittlerweile beseitigt – z.B. die Reifenspuren an der Flurtapete, an denen man ablesen konnte wie virtuos sie ihr Einrad gerade beherrschten. Die Wände der Gästetoilette dagegen  zeugen noch heute von ihrem künstlerischen Schaffensdrang.

Manche Gäste fühlen sich vielleicht beobachtet und würden das Klopapier wahrscheinlich auch alleine finden, aber zumindest gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken, denn das Gesamtwerk ist noch nicht vollendet.