Wenn man sich die Karte anschaut, könnte man aufgrund der Form meinen, wir wären rund um Großbritannien gefahren. Doch weit gefehlt – unsere Tour ging zunächst von Gernsbach entlang des Murgtalradweges über Forbach nach Schönmünzach und dann zum Forsthaus Auerhahn in Hinterlangenbach. Der Auerhahn (4-Sterne Hotel und Restaurant) ist zu allen Jahreszeiten eine Reise wert. Vom Hotel aus kann man direkt zum Mountainbiken, Wandern oder Skifahren aufbrechen.

Gernsbach - Forbach - Hornisgrinde - Mehliskopf - Gernsbach

Gernsbach – Forbach – Hornisgrinde – Mehliskopf – Gernsbach

Der erste Streckenabschnitt von Gernsbach zum Forthaus Auerhahn ist noch relativ flach. Ideal auch für Familien mit noch kleinen Kindern. Doch danach geht es spürbar nach oben, schließlich liegt die Hornisgrinde ja auch auf einer Höhe von 1163 Metern. Die krassesten Gegensätze hat man am Mummelsee. Man fährt durch den Wald, keine Menschenseele unterwegs und dann kommt man zum Parkplatz am Mummelsee. Tausende von Touristen tummeln sich da, um die „Stille“ zu genießen. Ein Souvenirshop reiht sich an den nächsten, Autos und Menschen dicht gedrängt. Wer dem Trubel entfliehen will, muss mit dem Rad weiter fahren auf die Hornisgrinde. Hoch kommt man nämlich nur zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Shuttlebus, Autos sind Gott sei Dank nicht erlaubt.

Still ruht der See

Still ruht der See

Scott Genius

Trekkingräder hätten es heute auch getan, aber wenn man schon so tolle Mountainbkes hat …

Auf der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwalds, herrscht eine typische Moorvegetation: fast baumlose Feuchtheide, ein paar verkrüppelte, kleinwüchsige Nadelgehölze, das wars. Bei klarem Wetter – hatten wir leider nicht – hat man einen phantastischer Ausblick über das Rheintal.

Grindenlandschaft

Typische karge Grindenlandschaft

Von der Hornisgrinde ging es dann gefühlt nur noch bergab. Dort wo sich im Winter die Skifahrer und Skilangläufer austoben – Unterstmatt – Hundseck – Mehliskopf – sind wir über teilweise extrem schottrige Waldwege runter gebrettert ins Tal zurück nach Gernsbach. Da es schon recht spät war, haben wir zwei beliebte Rastplätze leider auslassen müssen: Die  Rote Lache und die Nachtigall. Aber es gibt ja immer ein nächstes Mal.