Es gibt viele Menschen, die kaufen sich ein neues Rad und wundern sich, dass sie nach einer Weile technische Probleme damit haben. Sie beklagen u.a. quietschende Bremsen, Probleme mit der Schaltung, eiernde Räder, lose Schrauben und sogar Teile, die sich wie von Geisterhand einfach vom Rad lösen. Sehr oft besitzen sie ihr neues Rad nicht mal sechs Monate. Verständlicherweise sind die Besitzer dieser Räder frustriert und fragen sich, ob sie überhaupt das richtige Rad gekauft haben oder doch lieber ein anderes Modell oder einen anderen Hersteller hätten wählen sollen.

Ich habe mir ja in jüngster Zeit gleich zwei neue Räder zugelegt – im Dezember mein neues Trekkingrad und im letzten Monat das Fully, das Scott Genius 730. Bei beiden Rädern musste ich mich erst eingewöhnen, die Sattelposition mehrmals verändern, die Lenkergriffe auf meine Bedürfnisse einstellen, Schrauben nachziehen u.v.m. Beide Räder mussten mit anderen Worten erst einmal eingefahren werden.

Egal ob man sich ein Rad aus dem unteren Preissegment oder ein ultra-teures Carbonrad zulegt, Muttern, Schrauben und Kabel lockern sich in der Regel in den ersten Wochen nach dem Kauf und müssen nachgezogen bzw. justiert werden. Ansonsten verschaltet man sich ständig, die Bremsen bremsen, wenn sie nicht bremsen sollen oder quietschen oder ganze Teile (z.B. ein Teil des Schutzbleches) lösen sich vom Rad. Wenn man sein neues Rad etwa 150 – 200 km eingefahren hat, sollte man alle Schrauben noch mal nachziehen (lassen) und die Schaltung und Bremsen frisch einstellen.

Fachgeschäfte, die auf sich halten, bieten ihren Kunden, die ein neues Rad bei ihnen kaufen, diesen Service kostenlos an. In der Regel findet dieser Servicetermin innerhalb von 3 Monaten nach dem Kauf statt. Je nach den gefahrenen Kilometern kann dieser Fahrzeug-Check aber auch schon viel früher nötig sein. Man sollte diesen Service als Kunde auch in Anspruch nehmen. Das erhöht die Sicherheit und auch die Lebensdauer des Rades und damit natürlich auch den Fahrspaß.