Gestern in der Stadt kam mir wieder eine Geschlechtsgenossin in einem engen Rock auf dem Rad entgegen. Tut mir leid, wenn ich das sagen muss, Mädel, aber das sah einfach bescheiden aus.
Enge Röcke rutschen weit hoch, dass man wer weiß wo hinschauen kann – wie in deinem Fall, Mädel – und lange Röcke drohen in die Speichen zu geraten, müssen also gerafft werden, damit der Fahrtwind sich nicht darin verfängt und den Rock aufbauscht. In diesem Fall ist die Radfahrerin mehr damit beschäftigt, ihren Rock zu bändigen als sich auf den Verkehr zu konzentrieren.
Das Problem geht doch schon los beim Aufsteigen. Wenn mir Frauen mit Rock auf einem Herrenrad begegnen, frage ich mich immer, wie in Gottes Namen habt ihr es geschafft aufzusteigen. Habt ihr euch den Rock hochgezogen bis zum Bauchnabel und dann das Bein lässig über den Sattel geschwungen oder habt ihr euch einen Schemel geholt, dann auf den Sattel gesetzt und seid dann mit dem Bein vorne über die Stange ans Pedal gekommen. Wie auch immer, die B-Note leidet in beiden Fällen. Selbst bei Rädern mit tiefem Einstieg macht eine Frau mit Rock oder Kleid keine gute Figur, auch wenn sie noch so gut aussieht. Ergo: Lasst das Rad fahren mit Rock. Wir dürfen seit einigen Jahrzehnten auch in Hosen durch die Welt laufen ohne dumm angeschaut zu werden. Nehmt den Rock einfach mit und zieht euch um, wenn ihr euer Ziel erreicht habt. So macht ihr überall eine gute Figur – auf dem Rad und im Rock.