Gestern Morgen um 8.00 Uhr war der Start zur diesjährigen Radtouristik Karlsruhe – Baerenthal.

Folgende Strecken standen zur Auswahl:

  • Radmarathon über 203 km
  • RTF Karlsruhe – Lembach – Surbourg – Karlsruhe über 156 km
  • Etappenfahrt Karlsruhe – Baerenthal, Übernachtung in Baerental und am Sonntag zurück nach Karlsruhe 2 x 100 km

Ideale Bedingungen begrüßten die ca. 500 Starter am Samstagmorgen vor der Europahalle. Es herrschte munteres Treiben, aber absolut keine Hektik. Selbst die lange Schlange vor der Startnummernausgabe bzw. dem Nachmeldeschalter ließ keine Unruhe bei den Teilnehmern aufkommen. Ich hatte mich für die 156 km lange RTF angemeldet und meine Unterlagen bereits ein paar Tage vorher abgeholt und konnte somit komplett stressfrei den Startern bei ihren Vorbereitungen zuschauen.
Das Trikot sieht so aus:

Trikot der 10. Auflage der RTF Karlsruhe - Baerenthal

Trikot der 10. Auflage der RTF Karlsruhe – Baerenthal

Ich hatte mich mit einer Bekannten verabredet. Wir wollten uns schon vor dem offiziellen Start auf den Weg machen. Wir hatten uns die Strecke auf den Garmin geladen. Aber auch ohne GPS oder Karte hätten wir uns nicht verfahren, denn die Strecke war top ausgezeichnet. Außerdem wich der tatsächliche Streckenverlauf von dem auf GPSies hinterlegten an einigen Stellen ab.

Schilder der RTF Karlsruhe - Baerenthal

Schilder der RTF Karlsruhe – Baerenthal

Ebenfalls top war die Verpflegung unterwegs. Auf dem Col du Pigeonnier, in Surbourg und in Lauterbourg gab es Getränke, Obst soweit das Auge reicht, Müsli- und Schokoriegel, diverse Kuchen und Brezeln. Von dieser Stelle ein großes Lob an die Veranstalter und die vielen freiwilligen Helfer der Stadt und der RSG Karlsruhe.

Etwa 15 Minuten vor der Masse der Radfahrer haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir wollten nicht im Pulk fahren, das birgt immer die Gefahr, dass man stürzt, weil jemand nicht aufpasst. Ich bin froh, dass wir das gemacht haben, denn so konnten wir in Ruhe durch die Stadt an den Rhein und von dort über die Brücke in die Pfalz fahren. Schon in Lauterbourg hatten uns die ersten Fahrer wieder eingeholt. Mit Tempo 35 sausten sie an uns vorbei, tief über ihre Rennlenker gebeugt, im Windschatten des Vordermanns fahrend. Von der schönen Landschaft, den Weinbergen, Mais- und Getreidefeldern haben diese Fahrer mit Sicherheit nichts mitbekommen.

Bis zum Fuße des Col du Pigeonnier ist die Strecke relativ flach. Ab dort trennt sich dann aber die Spreu vom Weizen. Ich war  weit und breit die einzige, die mit einem Crossrad unterwegs war. Dennoch konnte ich am Berg mit den Rennradfahrern gut mithalten und sogar den einen oder anderen überholen. Auf der Ebene und bergab hatte ich aber auf Dauer mit meinem Rad keine Chance.

Vom Col du Pigeonnier ging es zunächst in Wellen wieder nach unten und dann wieder hoch auf den Col du Pfaffenschlick. Hinter Lembach war die Strecke zweigeteilt: Für die Marathonis und die Etappenfahrer ging es rechts ab nach Baerenthal, für uns über Liebfrauenberg und Surbourg zurück nach Karlsruhe.

Über den Streckenverlauf kann man geteilter Meinung sein. Mir hat er nicht gefallen. Kein Karlsruher würde so zum Rhein fahren, wie wir es gestern Morgen gemacht haben. Es ist mir schon klar, dass man keine 500 Radfahrer auf einmal an der Alb lang Richtung Rhein schicken kann. Aber es gibt mit Sicherheit noch andere Wege durch die Stadt, die rennradtauglich sind.

Eine weitere Möglichkeit wäre, nicht alle auf einmal starten zu lassen, sondern ein Zeitfenster von 1-2 Stunden anzubieten, an dem man sich auf die Strecken machen kann. So machen es andere Veranstalter von RTFs auch.

Sollte die Strecke nächstes Jahr genauso sein, werde ich wieder früher starten. Allerdings werde ich an der Alb lang zur Rheinbrücke fahren und von dort Richtung Wissembourg, nicht an der Straße lang, sondern auf dem wunderschönen Radweg.