Am Wochenende hatten wir Glück. Entgegen der Wettervorhersage hat es nicht geregnet. Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt und bin mit meinem neuen Rad in die Autowaschanlage gefahren. Ich hätte das Trekkingrad auch wieder in der Badewanne schrubben können wie vor ein paar Wochen mein Crossrad, aber bei Licht betrachtet war das seinerzeit doch etwas umständlich. Schließlich musste ich nach der Aktion sowohl das Bad als auch den Flur wieder putzen.

In der Waschanlage war ich am Samstagmorgen allein unter Männern. Es  sah bestimmt skurril aus, wie ich da in meiner „Nasszelle“ zwischen all den Boliden mein Rad mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet habe. Da kommt man sich mit seinem verhältnismäßig kleinen Rad irgendwie verloren vor.
Mit dem Strahl des Hochdruckreinigers sollte man nicht volle Pulle aufs Rad ziehlen. Insbesondere was die Lager anbetrifft ist da Vorsicht geboten. Schließlich will man sich den Dreck da ja nicht reinspülen, sondern vom Rad entfernen. Gott sei Dank kommt in der Waschanlage das Wasser auch nicht in einem dünnen fiesen Strahl aus dem Schlauch, sondern eher in Form eines strammen Sprühfilms. Was mir bei der Kälte am besten gefallen hat, war die Tatsache, dass das Wasser und der Schlauch des Hochdruckreinigers warm waren. Hätte ich das Rad bei uns auf dem Hof mit dem Gartenschlauch abgespritzt, wären mir bestimmt die Finger eingefroren. Außerdem konnte ich die Waschanlage wieder verlassen, wie die Sau den Trog. Dies ist ein weiterer Grund, warum ich auch in Zukunft in der Autowaschanlage mein Rad waschen werde. Daheim muss ich den Hof nach so einer Waschaktion wieder putzen, die Waschanlage nicht. Auch der Preis hielt sich in Grenzen: 1 €. Dauer: ein paar Minuten. Danach habe ich mein Rad grob abgetrocknet und bin wieder nach Hause geradelt. Dort habe ich der Kette noch etwas Kettenöl gegönnt. Fertig!