Es wird Zeit, eure Räder aus der Garage – oder wo immer ihr sie über den Winter eingemottet hattet – zu holen und vor der ersten Ausfahrt zu prüfen, ob noch alles in Ordnung ist.

  • Rahmen:

Macht euer Rad zunächst mal sauber. Ich weiß, das ist lästig, aber falls es euch ein wenig motiviert, ein sauberes Rad fährt einfach schneller. Achtet dabei auf Risse, Dellen oder Lackkratzer. Wenn ihr Risse oder Dellen am Rahmen feststellt, bringt das Rad sicherheitshalber zum Schrauber eures Vertrauens und lasst es von ihm prüfen. Lackkratzer, die euch stören, könnt ihr auch selbst mit einem Farbstift ausbessern. Tiefere Kratzer sollte sich ebenfalls ein Fachmann anschauen.

  • Laufräder und Schläuche/Mäntel:

Pumpt die Räder auf, die verlieren auch Luft, ohne dass ihr mit ihnen herumfahrt. Es empfiehlt sich, dabei auch auf die Mäntel einen genaueren Blick zu werfen. Wenn sie porös oder rissig sind, gehören sie ausgetauscht. Stellt euer Rad auf den Kopf und überprüft, ob die Laufräder sich gleichmäßig drehen oder womöglich eiern. Vielleicht sind einzelne Speichen locker. Wenn ihr zum Speichen festdrehen nicht das richtige Werkzeug habt oder sich durch das Festdrehen einzelner Speichen das Eiern noch verschlimmert, bringt euer Rad lieber gleich in die Werkstatt.

  • Bremsen:

Prüft eure Bremsbelege auf Verschleiß. Auch Schmutz setzt sich gern an den Bremsbelägen fest und wirkt dann wie Schmirgelpapier auf der Felge. Vergewissert euch, dass die Bremszüge noch in Ordnung sind, sonst geht es euch wie mir und so ein Ding reißt, wenn ihr es gerade gar nicht gebrauchen könnt. Versteht sich von selbst, dass die Bremsbeläge zum Bremsen an der Felge und nicht am Mantel ansetzen sollen.

  • Kassette und Kette:

Sowohl die Kette als auch die vordere und hintere Kassette gehören gründlich gereinigt und danach gefettet. Sollte die Kette ausgeleiert sein, was man ausmessen kann, aber auch daran merkt, dass die Schaltung nicht mehr richtig funktioniert, ist zu überlegen, ob man seinem Rad nicht eine neue Kette und eine neue Kassette hinten gönnt. Manchmal ist es besser, gleich beide Teile auszutauschen, denn eine neue Kette läuft auf einer abgelutschten Kassette auch nicht wie gewünscht. Prüft auch die Schaltzüge und stellt sie gegebenenfalls neu ein.

  • Schrauben und Co.:

Nichts ist so lästig, wie ein klapperndes Geräusch am Rad. Überprüft also alle Schrauben, ob sie noch fest angezogen sind. Wie sieht es mit der Sattelstütze und dem Sattel aus. Ist alles noch richtig eingestellt? Oder hat sich euer Jüngster mal das Rad geschnappt, weil das eigene einen Platten hatte und alles verstellt. Gleiches gilt für den Lenker und die Lenkerhöhe.

  • Lichtanlage:

Stellt sicher, dass die Vorder- und Rückleuchte an eurem Rad funktionieren. Ladet die Akkus auf, wenn ihr eine akkubetriebene Beleuchtungsanlage habt. Insbesondere die Reflektoren an den Pedalen haben die Angewohnheit, sich in Luft aufzulösen. Ich möchte nicht wissen, wie oft ich die schon an meinen Pedalen nachrüsten musste.

  • Werkzeug und Ersatzteile:

Vergewissert euch, dass der Ersatzschlauch noch in Ordnung ist und euer Minitool noch da ist, wo es hingehört. Kinder pflegen sich so etwas nämlich „mal kurz“ auszuleihen und nicht wieder zurückzubringen. Schaut vorsichtshalber noch mal nach.