Mein Chef ist passionierter Läufer und 2013 in Berlin zum schnellsten Chef Deutschlands gekürt worden. In der Laufszene in und um Karlsruhe ist er eine bekannte Größe. Noch bekannter in Läuferkreisen ist der Triathlet Andrej Heilig, der von 2010 bis 2012 in Durlach gelebt und viele Volksläufe in Baden und der Pfalz gewonnen hat.
Mitte Juni letzen Jahres während seines Aufenthaltes als Stipendiat in den USA hatte Andrej einen sehr schweren Unfall. Am Abend nach einem Triathlon-Wettkampf, auf dem Rückweg mit dem Fahrrad von einem Autoverleih, wurde er an einer Straßenkreuzung von einem Auto angefahren.
Nach drei Wochen Intensivstation in den USA transportierte man ihn zurück nach Deutschland, wo er derzeit in einer Rehaklinik in Köln liegt.
Ich habe ja schon vor ein paar Wochen vom schweren Radunfall eines guten Bekannten von mir berichtet. Im Gegensatz zu Peter K., der finanziell einigermaßen abgesichert ist, stehen Andrej, seine Frau und seine beiden Kinder vor dem finanziellen Nichts, denn die Schuldfrage ist nicht geklärt und wird wohl auch nie geklärt werden.
Andrejs Frau Kathrin lebt seit der Rückkehr aus den USA mit den beiden Kindern wieder bei ihren Eltern am Niederrhein. Von dort fährt sie nun fast täglich in die Reha-Nova nach Köln, wo Andrej sowohl logopädisch als auch physiotherapeutisch behandelt wird.
Selbst die Süddeutsche hat im letzten Jahr, als Andrej noch im Koma lag, einen großen Bericht über seinen Unfall veröffentlicht und von der Hilfsbereitschaft und einer Spendenaktion von Andrejs Freunden berichtet.

Nach zahlreichen Therapien bekam Andrejs Frau im November ein erstes Lächeln von ihrem Mann. Im Februar war er das zweite Mal auf dem Gangomat – eine robotergestützte Gangorthese, welche die Lokomotionstherapie auf einem Laufband automatisiert und die Effizienz des Laufbandtrainings erheblich steigert. Kurz darauf kam die katastrophale Nachricht, dass die Krankenkasse keine weitere Rehaverlängerung mehr bewilligt. Ärzte und Therapeuten können das nicht begreifen, denn sie sehen Andrej wieder laufen. Wenn die Kasse nicht mehr zahlt, kommen immense Kosten auf die Familie zu. Deshalb haben Andrejs Freunde ein Spendenkonto eingerichtet. Mit dem Geld sollen Rehamaßnahmen und Hilfsgerätschaften finanziert werden.

Auch die Organisatoren der Badischen Meile (ein Traditionslauf in Karlsruhe, den  Andrej 2011 für sich entscheiden konnte) haben zusagt, im Zuge der diesjährigen Veranstaltung auf Andrejs Schicksal aufmerksam zu machen, um Spenden für ihn und seine Familie zu sammeln.

Für einen von uns… Der Sieger der Badischen Meile 2011 braucht Unterstützung.Sport verbindet und wir Laufenden wollen Andrej, seiner Frau und seinen kleinen Kindern Marlene und Emil helfen. Mit den Spenden ermöglichen wir Andrej weitere Reha-Maßnahmen. Die Alternative ist ein Pflegeheim, was nicht der richtige Platz für einen Kämpfer und Sportler wie Andrej ist.

Über Andrejs Facebook-Seite hält euch seine Frau Kathrin über die Genesungsfortschritte von Andrej auf dem Laufenden.
Also daher meine Bitte an euch, helft Andrej und seiner Familie. Ihr Schicksal ist auch ohne finanzielle Not schon schlimm genug.