Durch unsere Stadt zieht sich eines der größten innerstädtischen Erholungsgebiete Deutschlands – die nach dem ehemaligen Oberbürgermeister benannte Günter-Klotz-Anlage. Die grüne Lunge der Stadt verläuft kilometerlang entlang der Alb und ist eine viel genutzte Verbindungsstrecke für Radfahrer zwischen Rhein und Schwarzwald. Hier tummeln sich Spaziergänger, Walker, Jogger, Radfahrer, Hunde, Enten, Kaninchen, Graureiher u.v.m. Der Karlsruher nennt sie liebevoll „Klotze“ und einmal im Jahr findet rund um „Mount Klotze“ das über die Landesgrenzen hinweg bekannte Fest statt. Es gibt Spielplätze für die Kleinen und Großen, einen Skaterplatz, Seen auf denen man Boot fahren kann, ein Volleyball- sowie ein Basketballfeld und seit neustem sogar einen offiziellen Grillplatz. Mit einem Wort, da haben die Stadtväter mal Geld ausgegeben für etwas sehr Sinnvolles.

Versteht sich von selbst, dass die „Klotze“ viel besucht ist, sommers wie winters, bei Tag und bei Nacht. Auffallend ist – und das gilt wahrscheinlich für alle Grünanlagen ohne Autoverkehr – dass viele Bürger den Kippschalter in ihrem Hirn umzulegen scheinen, wenn sie die Anlage betreten/befahren. Vorher noch vorbildliche Verkehrsteilnehmer, kaum in der Grünanlage angekommen, werden keine Handzeichen mehr gegeben beim Abbiegen und ohne Licht gefahren. Nordic Walker versperren mit ihren Stöckchen und zu mehreren nebeneinander walkend den Weg und machen nur Platz, wenn man sie mehrmals höflich darum bittet. Jeder tut so, als gehörte ihm die komplette Grünanlage. Brauchen wir immer Verbotsschilder, damit wir uns rücksichtsvoll benehmen?