Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Golfen = landwirtschaftliche Tätigkeit?

Ich dachte ja immer, Golfen sei eine Sportart. Aber je öfter ich an diesen Schildern bei der Firma PI in Palmbach vorbei jogge, desto mehr bin ich am Zweifeln. Hier ist der Golfplatz zwar ausgeschildert, aber die Zufahrt ist für den motorisierten Verkehr eigentlich verboten. Ich gehe also davon aus, dass die Insassen der vielen PKWs, die mir hier auf dem Weg zum Golfplatz begegnen, mit ihren Golfschlägern lediglich den Boden vertikutieren.

Golfen ist also doch keine Sportart, sondern eine land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit

Es gibt noch zwei weitere Möglichkeiten, zum Batzenhof zu gelangen. Aus Richtung Hohenwettersbach über die Lindenstraße und den Batzenhofweg. Diese Zufahrt führt allerdings erst durch ein Wohngebiet und dann über einen geschotterten schmalen Weg.

Aus Richtung Durlach oder Stupferich kommt man über den Thomashof und eine wunderschöne Pappelallee zum Golfpark Karlsruhe Gut Batzenhof. Dieser Weg ist insbesondere an den Wochenenden ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger und Radfahrer und führt am Thomashof ebenfalls durch ein Wohngebiet.

Bei Licht betrachtet wäre die Zufahrt über Palmbach die sinnvollste Lösung, weil zumindest keine Anwohner durch den erhöhten Autoverkehr gestört werden. Wieso man allerdings den Golfplatz dort ausschildert, aber das Verkehrsschild „Verbot für Kfz aller Art“ (Verkehrszeichen 260) stehen lässt, entzieht sich meiner Logik.

 

 

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  1. Der Golfplatz ist also derzeit (zumindest aus bestimmten Richtungen) wegen Bauarbeiten über die eigentliche Zufahrt nicht erreichbar? Liegt er überhaupt an mind. einer Kreisstraße? Und das weiße Schild steht da temporär zu Umleitungszwecken?

    Dann hätte man vielleicht einfach nur „vergessen“, das Z 260 abzudecken. Grade auf dem Land ist das meinen Beobachtungen nach die Regel, da kümmert sich keiner drum, weder die Baufirmen, noch die Ämter – noch die Verkehrsteilnehmer. Das beweisen z. B. auch die zahlreichen touristischen Radwege, die wegen Z-250-Beschilderung halt leider auch mit dem Rad nicht befahren werden dürften.

    • Anke

      Zum Golfplatz gibt es theoretisch drei Zufahrtswege. Theoretisch deshalb, weil ein Zufahrtsweg, nämlich der auf den ich mich im Blogbeitrag beziehe, nur für den land-/forstwirtschaftlichen Verkehr und für Bauarbeiter freigegeben ist, die den Golfplatz errichten. Der Zufahrtsweg wäre aber auch für Golfspieler ideal. Er liegt direkt neben der Autobahnausfahrt und Anwohner würden auch nicht belästigt. Doch ausgerechnet diese Zufahrt ist für den MIV gesperrt. Ortskundige ignorieren daher meist das Verbotsschild. Fremde gucken konsterniert vom Golfplatz Schild aufs VZ 260 und bemühen dann ihr Navi, um einen anderen Weg zum Golfplatz zu finden. Es könnte natürlich durchaus sein, dass man schlichtweg vergessen hat, das Schild zu entfernen, als man das Golfplatz Schild hier und an der nächsten Kurve aufgestellt hat. Wundern würde mich das nicht. Vielleicht ist ein Bautrupp fürs Aufstellen von Schildern zuständig und ein anderer fürs Entfernen.

  2. Birgit

    Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet… Der Batzenhofweg ist jetzt Privatweg nur für Golfer und Besucher vom Batzenhof.
    Das macht Freude, wenn man vom Thomashof kommend am Batzenhof den offiziellen Wegweiser nach rechts Hohenwettersbach 1,1km sieht und dann vorm Privatweg-Schild landet…. dann fährt man doch notfalls aus Unsicherheit lieber einen riesen Umweg. Das crashed jede Tourenplanung…. Schade

    • Anke

      Der Weg vom Thomashof bzw. von Hohenwettersbach zum Batzenhof war schon immer ein Privatweg. Die Schilder, die jetzt darauf hinweisen, hat der Eigentümer selbstgemacht. Sie sollen auch nicht Radfahrer und Fußgänger den Weg versperren. Es handelt sich hier ja um einen offiziellen, ausgeschilderten Radweg. Ich fahre hier regelmäßig mit dem Rad entlang und auch eine meiner Lieblingsjoggingstrecken führt da vorbei. Mittlerweile habe ich schon eine nette kleine Auswahl an Golfbällen gesammelt, die am Wegesrand lagen. Aber das nur am Rande. Die Gastronomie auf dem Golfplatz heißt auch Nicht-Golfer willkommen. Von daher wäre es kontraproduktiv, die Zufahrt zum Batzenhof zu versperren. Die „Privatweg“ Schilder sollen vielmehr Autofahrer abschrecken, die meinen über den Batzenhof abkürzen zu müssen, um zur Autobahnauffahrt bzw. in die Bergdörfer zu kommen.

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