Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Getestet und für gut befunden

Stiftung Warentest hat in seiner Mai Ausgabe 20 Fahrradschlösser getestet und nur fünf davon für gut befunden. Das komplette Testergebnis mit Zugriff auf die Ergebnisse früherer Tests gibt es wie immer auch als Download.

Bei den Bügelschlössern hat ein Modell aus der Reihe ABUS Granit Xplus 540 am besten abgeschlossen, dicht gefolgt vom preisgünstigen B’Twin 940 von Decathlon.
Auch bei den Falt- und Kettenschlössern hat ein ABUS Schloss die Nase vorn. Mit der Gesamtnote 1,9 wurde das 110 cm lange Faltschloss ABUS Bordo Granit XPlus 6500 am besten beurteilt, bei den Kettenschlössern das ABUS CityChain 1010 (Länge 110 cm). Das 2,6 kg schwere Kettenschloss Kryptolok 990 aus dem Hause Kryptonite erhielt in dieser Kategorie ebenfalls die Note Gut.

Stiftung Warentest testet nicht nur die Aufbruchsicherheit. Diese fließt mit 70 % ins Ergebnis ein, die Handhabung mit 20 %, die Haltbarkeit mit 5 % und die Belastung mit Schadstoffen ebenfalls mit 5 %. Jeder muss für sich entscheiden, welcher Aspekt für ihn wichtig oder weniger wichtig ist.
Drei Minuten hatten die Tester Zeit, ein Schloss zu knacken. Das ist in etwa die Zeit, die sich ein potentieller Fahrraddieb laut Polizei nehmen würde.

Wenn man das Testergebnis nur unter dem Aspekt der Aufbruchsicherheit betrachtet, dann liegt das Bügelschloss New York Lock LS von Kryptonite mit einer glatten 1,0 auf dem Siegertreppchen. Auch bei den Kettenschlössern konnte ein Schloss der Firma Kryptonite in puncto Aufbruchsicherheit überzeugen – das Kryptolok Series 2 995. Abgestuft wurden beide Schlösser lediglich wegen einer zu hohen Schadstoffbelastung in der Ummantelung des Schlosskörpers.

Einen 100-prozentigen Diebstahlschutz gibt es nicht, aber man muss es potentiellen Spitzbuben ja auch nicht einfach machen. Am besten man schließt sein Fahrrad nicht nur ab, sondern an einen festen Gegenstand an. Es macht da allerdings wenig Sinn, nur das Vorderrad oder nur den Rahmen zu sichern. Das Ergebnis könnte dann so aussehen:

Immer das Laufrad und den Rahmen sichern. Das Schloss bzw. die Schlösser sollten auch keinen Bodenkontakt haben, damit sich Diebe nicht die Hebelwirkung zu Nutze machen können. Zwei unterschiedliche, hochwertige Schlösser (z.B. ein Bügelschloss und ein Ketten- oder Faltschloss) sind besser als nur ein Schloss.

Gute Schlösser sind schwer. Tipp von Stiftung Warentest: Wer sein Rad sowieso immer an derselben Stelle parkt, lässt sein „Pendler-Schloss“ einfach dort hängen. So muss man es nicht immer mit sich herumschleppen.

Zurück

Die Critical Mass lebt

Nächster Beitrag

Ich hasse Menschen …

  1. Eva

    Liebe Anke,
    ein gutes Fahrradschloß ist seinen Preis wert. Ich habe beim Fahrradhändler, bei dem ich auch mein Pedelec gekauft habe, das
    Abus Bordo 6510 Faltschloss Schwarz 2018 Kabel, one Size gekauft und bin mehr als zufrieden damit. Es ist halt schwer und es hängt am Rad, da mein Pedelec 21 Kilo wiegt (darauf habe ich beim Kauf geachtet. Allerdings wiegt das Schloß so ca. 2 Kilo, die man auch mitschleppt.
    Ich finde, dass das ein sehr gutes Schloß ist und bis jetzt ist alles o.k.
    Allerdings nützt das beste Schloß nichts, wenn man es nicht richtig z.B. am Rahmen sichert. Ich sehe das immer wieder, wie die Leute das abschließen.
    Ferner habe ich eine Wertgarantie-Versicherung für mein Auto abgeschlossen. Sie kostet 99 Euro im Jahr. Diese 99 Euro haben sich letztes Jahr und auch dieses Jahr schon amortisiert. Ich hatte letztes Jahr einen Unfall und das Schaltauge und diverse Dinge waren kaputt, die Rechnung vom Händler 125 Euro. Voll von der Versicherung bezahlt worden. Dieses Jahr gleich zu Anfang hatte ich nochmals einen Unfall, da war das Hinterrad kaputt und die Speichen und die Bremsen auch durch Fremdeinwirkung. Der Schaden 200 Euro wurde von der Versicherung voll bezahlt. Ausserdem beinhaltet die Versicherung noch eine Pick up Service und natürlich auch den Diebstahl des Fahrrades.
    Bislang hat sich das alles voll gelohnt und ich würde es immer wieder machen.
    Ich schaue gerne in deinen Blog, wenn ich auch nicht immer schreibe.
    Lieben Gruß Eva, die sich neulich ein Lastenkraftrad von Riese und Müller angeschaut hat. ABER k7.000 Euro ist ne Menge Geld.

    • Anke

      Hallo Eva, es freut mich, dass mein Blog dir gefällt. Ich habe auch ein Schloss von ABUS, das Granit Bordo in 85 cm Länge. Das Gewicht macht mir eigentlich nichts aus. Andere haben die 2 kg auf der Hüfte, ich im Halter am Rad. Wenn ich das Rad länger unbeaufsichtigt lasse, nehme ich noch ein dickes fettes Kettenschloss von meinem Mann mit. Sicher ist sicher.
      Was die Lastenräder anbetrifft ist der Preis manchmal schon happig, aber das amortisiert sich alleine schon durch die nicht aufgelaufenen Kosten für Benzin, Versicherung und Steuern. Außerdem macht es mega Spaß. Vielleicht erbarmt sich der Gesetzgeber ja mal, und senkt die Mehrwertsteuer für Fahrräder und Fahrradzubehör auf 7 %. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén