Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Farbverschwendung!

Die Gemeinde Waldbronn hat den Pinsel geschwungen, weil sie den Radfahrenden etwas Gutes tun wollte. Die Kosten hätte man sich sparen können, denn das Ergebnis ist unterirdisch:

Mein Packster 40 passt in der Breite mal gerade so zwischen die gestrichelte Linie des „Schutz“streifens und der leicht abgesenkten Gosse rechts daneben. Mit einem gößeren Lastenrad oder einem Kinderanhänger müsste ich schon IN der Gosse fahren, wenn ich rechts von der Markierung bleiben wollte. Animiert man seine BürgerInnen so zum Umstieg vom Auto aufs Rad? Wohl kaum!

Dabei hat sich die Gemeinde genau das auf ihr Fähnchen geschrieben. Zumindest hatte ich das nach einem Blick auf ihre Website immer gedacht.

  • Sie bittet ihre Bürger Kurzstrecken unter sechs Kilometer mit dem Rad anstelle des Autos zurückzulegen.
  • Sie wirbt fürs Car-Sharing, den ÖPNV, die Bahn und den Verzicht aufs Fliegen
  • Sie macht mit beim Stadtradeln

Immer wenn ich zum Einkaufen nach Waldbronn gefahren bin und an den geschmückten Rädern mit dem Hinweisschild „Waldbronn radelt“ vorbeigefahren bin, war ich ein Stück weit neidisch. Aber anscheinend kocht man auch hier nur mit Wasser. Radwege sind teurer als ein paar Liter Farbe. Ein gestrichelte Linie parallel zur Gosse, mehr ist für Radfahrende anscheinend nicht drin!

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Jeanskiller

  1. Zumal wenn man in die Rinne rutscht muss man mit dem Vorderrad erst noch weiter nach rechts, um das Gewicht zu verlagern und wieder nach links auf den 25cm breiten Schmutzstreifen zu kommen. Wer Pech hat, kommt bei der Aktion noch gegen den Bordstein und stürzt.

    Anke, da bleibt die wohl nur die Straße links vom Schutzstreifchen. Du fährst ja schließlich kein 12 Zoll Laufrad mit schmalem Lenker sondern ein ausgewachsenes Packster!!

    Allzeit gute Fahrt!
    Alex

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