Mein erstes selbstverdientes Geld nach dem Studium habe ich für Reisen ausgegeben. Die mit Abstand interessanteste und abenteuerlichste Rundreise habe ich mit einer Mitbewohnerin meiner damaligen WG durch Uruguay, Argentinien, Bolivien, Peru und Chile gemacht.

Wieso ich euch das alles erzähle? Ganz einfach, der Jahresurlaub steht vor der Tür und auf der Suche nach einem geeigneten Urlaubsziel bin ich auf einen Reisebericht über die „Straße des Todes“ (El Camino de la Muerte) in Bolivien gestoßen.
Der Bericht über diese Straße von La Paz nach Coroico hat mich an meine Busfahrt damals von La Paz an den Titicaca See erinnert: enge Serpentinenstraßen, zwei Räder des Busses immer gefährlich nah am Abgrund und ein halsbrecherisches Tempo trotz mangelhafter Bremsen. Nicht nur wegen der dünnen Höhenluft stockte mir damals der Atem. Selbst die sonst so gleichmütigen Indios waren froh, wieder heil aus diesem Bus aussteigen zu können.
El camino de la muerteÄhnlich abenteuerlich und gefährlich muss die Straße des Todes sein. Eine Straße, die früher hauptsächlich von Autos und Bussen befahren wurde, haben Mountainbiker und Downhiller neuerdings für sich entdeckt. Die Biker werden mit dem Bus auf gut 4600 Meter Höhe zum La-Cumbre-Pass gekarrt  und fahren dann  4-5 Stunden die geschotterte Serpentinenstraße wieder hinunter. Veranstalter findet man in La Paz. So eine Downhill Fahrt würde mir persönlich zwar keinen Spaß machen, aber die schönsten Ecken Boliviens mit dem Mountainbike zu erkunden schon.