Breiter Hintern = breiter Sattel, schlanker Hintern = schmaler Sattel? Nicht unbedingt. Wichtig für die Wahl des richtigen Sattels ist nicht die Breite des Hinterns, sondern der Abstand der Sitzhöcker. Meine Kolleginnen und ich haben die Probe aufs Exempel gemacht. Wir sind zwar alle schlank, aber unterschiedlich groß und mit einem unterschiedlich breiten Hintern gesegnet. Wir haben also den Abstand unserer SItzhöcker gemessen. Die Firma SQlab hat dafür eine simple Methode.

Man nehme ein Stück Pappe. Am besten mit Rillen. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr den Abdruck, den mein Allerwerterster darauf hinterlassen hat.

Pappe zum Messen des Sitzhöckerabstands

Pappe zum Messen des Sitzhöckerabstands

Legt die Pappe auf einen ungepolsterten Stuhl oder Hocker, setzt euch darauf, hebt die Knie an und haltet euch mit den Händen am Stuhl/Hocker fest oder zieht euch –  falls möglich – noch ein bisschen fester auf die Sitzfläche, so dass sich die Sitzknochen gut auf der geriffelten Pappe abzeichnen.

Nachfolgend ein Film von SQlab zur Verdeutlichung:

Meine Sitzhöcker haben einen Abstand von 12 cm. Auf dem Mountainbike sitze ich leicht gestreckt. Sattelhöhe und Lenkerhöhe sind etwa gleich. Das bedeutet, dass die ideale Sattelbreite für mein Mountainbike 14 cm beträgt. Auf meinem Trekkingrad hingegen habe ich eine aufrechtere Haltung. Die Lenkerhöhe liegt über der Sattelhöhe. Für diese Konstellation empfiehlt SQlab einen 15 cm breiten Sattel.

Wenn man sich die Pappe oben ganz genau anschaut, erkennt man, dass der rechte Abdruck kleiner ist als der linke. Das deutet auf eine Fehlstellung des Beckens hin. Um die Bandscheibe zu entlasten, bietet SQlab für Radfahrer mit einer Beckenfehlstellung Sättel der Active Line an. Der Sattel folgt der natürlichen Tretbewegung. Dies mobilisiert die Bandscheiben und ist somit rückenfreundlich. Die Beckenbewegung ist einstellbar und entspricht maximal der des Gehens.

Je aufrechter die Sitzposition, desto breiter der Sattel.