Das BBC World Service Programm hat eine Plattform, The Forum, auf der einmal wöchentlich ein globaler Vordenker aus der Welt der Philosophie, den Naturwissenschaften, der Psychologie oder der Kunst 60 Sekunden Zeit hat, eine radikale, inspirierende oder kontroverse Idee vorzutragen, sei sie auch noch so unwahrscheinlich oder undurchführbar, von der er oder sie aber glaubt, dass sie die Welt verändern könnte.

Unlängst war das Thema „Unsichtbarkeit“. „Macht Radfahrer sichtbar durch einen Sender“ war die 60-Sekunden-Idee von Phil Ball, BBC Journalist und Kolumnist der Zukunftsrubrik. Eine gelbe Jacke allein – so Ball – macht einen Radfahrer noch nicht sichtbar. Er schlug vor, einen kleinen Sender für Radfahrer und andere gefährdete Verkehrsteilnehmer zu entwickel. Nähert sich ein Autofahrer einem mit diesem Sender ausgerüsteten Radfahrer, gibt es ein akustisches Signal durch das Autoradio ähnlich wie beim Radio Data System (RDS). In einer weiteren Ausbaustufe könnte man die von solch einem Sender ausgestrahlten Signale ins Fahrerassistenzsystem übertragen, das ja schon jetzt zur Standardausrüstung vieler Neuwagen gehört. Ähnlich wie die automatische Einparkhilfe würde unser Auto uns akustisch signalisieren, wenn wir uns einem Radfahrer nähern. Dies würde sicherstellen, dass selbst wenn wir als Autofahrer einen Radfahrer übersehen, das Fahrerassistenzsystem uns warnt und notfalls sogar die Kontrolle übernimmt.

Was meint ihr? Ist das technisch machbar? Und wenn ja, ist das auch sinnvoll? Wie gesagt, Phil Ball hatte genau 60 Sekunden, um seine Idee, seine Vision vorzutragen. Für Details war da keine Zeit.