Die Critical Mass ist eine internationale Form der direkten Aktion, mit der Radfahrer darauf aufmerksam machen möchten, dass sie ebenso wie motorisierte Fahrzeuge Teil des Straßenverkehrs sind. Eine Critical Mass hat nicht das Ziel, den Straßenverkehr zu blockieren, sie ist selber Teil des Straßenverkehrs – es geht vielmehr um ein gemeinsames Miteinander auf gleicher Augenhöhe. Je nachdem wie viele Radfahrer an so einer Veranstaltung teilnehmen, bleibt es aber natürlich nicht aus, dass der Verkehr doch ins Stocken gerät. Laut Straßenverkehrsordnung gelten mehr als 15 Radfahrer als ein geschlossener Verband. Dieser darf unter Einhaltung der Verkehrsregeln auf der Fahrbahn fahren und gilt von der Spitze bis zum Ende als ein Fahrzeug. Jeder kann sich vorstellen, was passiert, wenn sich so ein „Fahrzeug“ aus 50, 100 oder gar 1000 Radfahrern durch den Feierabendverkehr bewegt. Da kann man durchaus von einer “kritischen Masse” sprechen. In Karlsruhe fand so eine Aktion das letzte Mal vor vier Jahren statt.

Der ADFC Karlsruhe wagt am Freitag, den 27. März einen neuen Anlauf. Eingeladen sind alle, die gerne mit dem Rad fahren und gemeinsam mit Gleichgesinnten auf die Sorgen und Nöte der Radfahrer aufmerksam machen möchten.

Treffpunkt ist dann jeder letzte Freitag im Monat um 18.00 Uhr am Kronenplatz. Mit der gemeinsamen Radtour durch Karlsruhe soll auf die immer noch suboptimale Verkehrssituation für Radfahrer hingewiesen werden.

Die Forderungen der Veranstalter lauten u.a.:

  • Grüne Welle für Radfahrer
  • Mehr Abstellplätze in der Innenstatdt
  • Sicherheit an Kreuzungen für Radfahrer und Fußgänger
  • Klimaschutz durch weniger Autos