Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Kategorie: Mein erstes Mal Seite 2 von 7

Black And White Challenge

FAHRRADkultur hat mich am letzten Dienstag auf Twitter eingeladen, an einer #blackandwhitechallenge teilzunehmen. Was verbirgt sich dahinter? Man postet sieben Tage lang jeweils ein Schwarz-Weiß-Foto ohne Menschen und Erklärung. Wer will kann Follower einladen, es einem nachzutun und ebenfalls Fotos zu veröffentlichen.

Nachfolgend meine Schwarz-Weiß-Bilder mit ein wenig Erklärung. Eines sei schon mal vorweggenommen: Ich bin kein Fotograf. All meine Fotos habe ich mit dem Smartphone aufgenommen. Ich weiß nicht, ob es euch ähnlich geht, aber meist gelingt es mir auch nicht annähernd, die Schönheit des Augenblicks auf einem Foto festzuhalten. Das unterscheidet eben einen wahren Fotografen, von einem „Knipser“ wie mich.

Bild 1/7: Pappelallee zwischen Batzenhof und Thomashof

Mit dem Rad mobil trotz Dauerbaustelle

Seit Anfang Juli haben wir bei uns in der Gemeinde eine Dauerbaustelle. Es werden neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen verlegt und die Fahrbahn wird in dem Zuge auch erneuert. Die Zufahrt zur Nachbargemeinde und zur nächst gelegenen Autobahnanschlussstelle ist seitdem versperrt. Normalerweise verkehrsberuhigte Straßen wurden als Umleitungsstrecke ausgewiesen und die Volksseele kocht. Wütende Bürger lassen ihren Frust in Leserbriefen freien Lauf. Die Wogen schlagen hoch.

Mich lässt diese Vollsperrung relativ kalt. Sie ist schon Wochen und Monate vorher angekündigt worden und jeder konnte sich seelisch und auch praktisch darauf vorbereiten. Ich war vorbereitet, denn ich habe mir ein Lastenrad zugelegt. Ohne diese Vollsperrung hätte ich vielleicht noch mit dem Kauf gewartet.

Mit dem Lastenrad komme ich auch weiterhin überall durch. Mit dem Auto müsste ich Umwege fahren, um zu meinem Lieblingsdiscounter zu gelangen.

Rückblick – Critical Mass Oktober

Vor einer Woche habe ich die Gretchen-Frage gestellt:

Wie familienfreundlich sind Karlsruher Straßen?

Dies wollten wir auf der gestrigen CM ein wenig in Augenschein nehmen. Eins ist sicher, die Critical Mass selbst ist sehr familienfreundlich. Auch gestern waren wieder viele Eltern mit ihren Kindern im Schlepptau gekommen. Manche saßen noch im Kindersitz hinten auf dem Gepäckträger oder vorne im Lastenrad, aber es waren auch wieder viele Kinder und Jugendliche mit eigenem Rad dabei.

Bahnhof – abfahren

So stellen wir Radfahrer uns das vor, wenn wir mit unserem fahrbaren Untersatz am HBF ankommen und dann mit dem Zug weiterfahren wollen – Fahrrad abstellen und abfahren. Das muss zack-zack gehen.
Wenn man am Karlsruher Hauptbahnhof ankommt, stellt sich das Bild so dar. Direkt vor und links und rechts neben dem Haupteingang stehen oder liegen jede Menge Räder kunterbunt durcheinander. Manche stehen dort anscheinend schon Tage oder Wochen, wenn ich mal von ihrem desolaten Zustand ausgehe.

Anke goes „viral“

Wenn das so weiter geht, werde ich noch berühmt 😉

  • Die grün-alternative Hochschulgruppe hat in der Quappe meinen Blogbeitrag Jammern auf hohem Niveau (S. 14-15) veröffentlicht.
  • Und mein Artikel Eine lebenswerte Stadt findet sich in der jüngsten Ausgabe der DRUCKSCHRIFT, die vierteljährlich erscheint. Die DRUCKSCHRIFT hat es sich auf die Fahne geschrieben, „das Summen und – vor allem – das Brummen“ der Stadt Karlsruhe in Texte umzusetzen. In der Zeitung kommen auch Initiativen zu Wort, die sich in Karlsruhe engagieren und helfen, die Stadt ein wenig lebens- und liebenswerter zu machen.
    Vertreter / Teilnehmer der Critical Mass wurden um eine Einschätzung zur Lage des Radverkehrs in Karlsruhe gebeten. Wie ist der Stand der Dinge? Tut sich was in Sachen Radverkehrspolitik? Gibt es Visionen? Welchen Beitrag leistet die CM selbst, um diese Visionen wahr werden zu lassen? Eine lebenswerte Stadt ist meine persönliche Antwort auf diese Fragen. Ich bin nur ein Teil der CM. Anderen CM Teilnehmern ist mein Text vielleicht zu zahm oder sie vermissen Ziele und Wünsche, auf die ich nicht hingewiesen habe. Ich würde mich über euer Feedback freuen.

Fahrradschule des ADFC Karlsruhe

Der ADFC Karlsruhe bietet Radfahrkurse für Erwachsene an. Diese Kurse richten sich sowohl an Leute, die noch nie auf einem Rad saßen, als auch an Wiedereinsteiger, die zwar mal Radfahren konnten, aber es eine Ewigkeit nicht mehr gemacht haben und sich somit unsicher fühlen.
Auf DAS FEST wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei dieser Fahrradschule zu helfen. Ich war sofort Feuer und Flamme und habe zugesagt. Wenn man wie ich schon von Kindesbeinen an Radfahren kann, fragt man sich natürlich, wie Erwachsene sich anstellen, wenn sie zum ersten Mal auf zwei Rädern unterwegs sind. Wenn man mich vor dem Kurs gefragt hätte, was glaubst du wie lange ein Erwachsener braucht, das Radfahren zu lernen, hätte ich geantwortet eine Ewigkeit. Ich hätte mich nicht mehr irren können. Es braucht keine Ewigkeit, sondern nur ein paar Tipps, praktische Übungen, den Willen es zu schaffen und aufmunternde Worte.

Ein Packster für jede Gelegenheit

Verglichen mit den großen Brüdern – dem Packster 60 bzw. Packster 80 – ist mein Lastenrad von Riese und Müller eher ein Winzling.

Das ist ja gar kein Lastenrad

war denn auch der erste spontane Eindruck des 1. Vorsitzenden des Karlsruher ADFC nach einer Probefahrt auf DAS FEST. Er war mit dem Packster 80 gekommen und hatte darauf in nur drei Fahrten die gesamten Infostand Utensilien (Faltpavillon, Infomaterial, Getränke, Werbetafeln, Beach-Fähnchen uvm.) transportiert. Ich hätte dafür mindestens zehn Mal hin- und her fahren müssen.

Ein Wechsel vom Packster 80 auf das Packster 40 muss sich etwa so angefühlt haben, als würde man von einem 7,5 Tonner in einen Sprinter umsteigen. Das große Lastenrad hat einen längeren Radstand (207,5 cm vs. 166 cm), eine doppelt so große Ladelänge (80 cm vs. 40 cm) und ein höheres zulässiges Gesamtgewicht (200 kg vs. 160 kg).

Lahme Enten gibt es nicht

Zumindest gibt es sie nicht am kommenden Sonntag an der Alb. Dann findet nämlich in der Günther-Klotz-Anlage das traditionelle Karlsruher Entenrennen statt. Ich konnte noch eine Radler-Ente ergattern, die für mich bzw. den guten Zweck ins Rennen geht.

Falls auch ihr mitmachen und eine Ente für die gute Sache um die Wette schwimmen lassen wollt, müsst ihr euch sputen. Erfahrungsgemäß sind die Enten auf dem Fest selbst schon vergriffen. Also nichts wie hin zu einer der Los-Verkaufsstellen in Karlsruhe  Mit eurem Los bzw. eurer Ente unterstützt ihr soziale Projekte für Kinder und Jugendliche im Raum Karlsruhe und mit etwas Glück gewinnt ihr auch noch einen der mehr als 150 attraktiven Preise.

Überführung des Packster 40

Als hätte ich es im Vorfeld schon geahnt, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft heute eine Klatsche bekommen würde, habe ich den freien Nachmittag nicht vor dem Fernseher verbracht, sondern mein neues Lastenrad abgeholt. Eine gute Wahl, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Kaum Verkehr und sommerliche Temperaturen – beste Voraussetzungen also, sich mit einem neuen Rad ein wenig vertraut zu machen.

So ein Lastenrad ist natürlich nicht ganz billig. Hätte ich mir wie mein Bruder ein E-Auto gekauft, wäre ich in den Genuss einer staatlichen Förderung von 4000 € gekommen. Wer sich aber als Privatperson ein E-Lastenrad kauft, bekommt derzeit nur in einigen wenigen Kommunen einen Zuschuss. Die Fahrradstadt Karlsruhe ist leider keine dieser Kommunen.

Die Grünen wollen, dass bundesweit alle Käufer von Lastenrädern ab 2019 pauschal mit 1000 Euro pro Rad bezuschusst werden. Selbst wenn sich die Grünen mit ihrem Plan durchsetzen würden, hätte ich nichts davon, denn rückwirkend gibt es diesen Zuschuss nicht. Ich bin meiner Zeit also mal wieder voraus. Aber wie sagt mein Mann immer so schön

Das Geld ist ja nicht weg, es ist nur woanders.

 

Lingen (Ems)

Zwei Tage sind nicht viel, um eine Stadt richtig kennenzulernen, aber als Radfahrer bekommt man schon einen ganz guten ersten Eindruck. Dieser lässt mich hoffen, dass sich meine Jüngste für ihr Master-Studium für Lingen entscheidet, denn dann hätte ich noch oft Gelegenheit, die Stadt und das Umland mit dem Rad zu erkunden und wüsste dann, ob mein erster unter dem Strich positiver Eindruck getrogen hat oder nicht.

Die Kleinstadt mit ca. 53 Tausend Einwohnern hat mir nicht nur wegen der vielen Radfahrer gefallen. Sie hat einfach Charme. Lingen ist eine lebendige Stadt, der man ansieht, dass die Stadtväter sich hier mächtig in Sachen nachhaltiger Stadtplanung ins Zeug gelegt haben. Statt 1-Euro-Läden, Dönerbuden und Hörgeräteakkustiker bietet die Innenstadt einen Mix aus erwartbarer Ketten und erstaunlich vielen alteingesessenen Geschäften, die wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten im Familienbesitz sind. Das Stadtzentrum ist, wenn man mal vom Lieferverkehr absieht, komplett autofrei. Radfahrer dürfen die Fußgängerzone nur zwischen 18 und 10 Uhr morgens befahren, ansonsten ist schieben angesagt. Das hört sich im ersten Moment schlimm an, ist es aber nicht, denn so riesig ist die Fußgängerzone nun auch wieder nicht, dass man kilometerweit schieben müsste.

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