Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Kategorie: Lifestyle Seite 2 von 26

Die Critical Mass lebt

… auch wenn sie mal auf dem Hauptfriedhof endet.

Die gestrige Critical Mass stand ganz im Zeichen der „Tour der guten Betriebe“. Der vom DGB ausgearbeitete Streckenverlauf führte uns an Karlsruher Firmen vorbei, die beispielhaft stehen für soziale Verantwortung, faire Entlohnung, Mitbestimmung sowie Aus- und Weiterbildung.

Der Arbeitsmarkt boomt, doch eine steigende Zahl der Menschen ist trotz Arbeit arm – auch in Karlsruhe! Es gibt mehr unsichere und schlecht bezahlte Beschäftigung, mehr Leiharbeit, mehr unfreiwillige Teilzeit. Gute Arbeitsplätze müssen ein Maßstab für Unternehmenspolitik und Wirtschaftsförderung werden!

Dieser Forderung des DGBs kann ich mich nur anschließen. Ein herzliches Dankeschön an den DGB für die interessante und super ausgearbeitete Tour durch Karlsruhe. Es hat mal wieder riesen Spaß gemacht!

 

Brückenkaffee – 2. Aufguss

Der 2. Aufguss des Karlsruher Brückenkaffees war alles andere als dünne Plörre. Im Gegenteil, ich finde die Aktionsform hat Potential, auch in Karlsruhe in Serie zu gehen.
Wenn man wie ich in Grünwettersbach wohnt und in der Nordweststadt arbeitet, liegt die Karlsruher Rheinbrücke natürlich nicht gerade auf dem Weg, aber was tut man nicht alles, wenn man von einer Idee begeistert ist.
Kurz nach 5 Uhr habe ich mich mit dem Lastenrad auf den Weg gemacht. Geladen hatte ich Obst, Kekse sowie tolle Mitbringsel von Glückskind, als moralische Unterstützung fürs Karlsruher Brückenkaffee.

Kurz nach 6 Uhr morgens wurde das „Kaffee“ eröffnet. Der Initiator – @PHPmacher – hatte Muffins und Kaffee dabei und @lexLohr seinen legendären Coldbrew. Fürs Kulinarische war also gesorgt.

Misterride Klapp E-Bikes

Vor dem Start der Aktion Karlsruher-Spendenradeln 2019 habe ich einige mir bekannte Firmen kontaktiert, um sie für die Sache zu begeistern. Das Feedback zu meiner Anfrage reichte von „Super Idee“ über „Ich überleg’s mir“ bis hin zu

Mir ist der Invest zu hoch.

Der „Invest“ von insgesamt 400 € (200 € Spende + 200 € Materialkosten für 5 Radscheiben) ist meiner Meinung nach zwar relativ überschaubar, aber jeder muss selbst wissen, ob er sich sozial engagieren will oder nicht.
Ich habe schon im letzten Jahr als Radfahrende teilgenommen, mein Mann hat sich spontan entschieden,  2019 ebenfalls mitzumachen. Unsere Räder ziert das Logo eines noch jungen Karlsruher Start-ups – Misterride.

Misterride vertreibt kleine kompakte und ungemein wendige Klapp-E-Bikes, die ein wenig aussehen wie ein Mix aus Fatbike und Faltrad mit Motor.

Foto: Misterride

Da ich einen der beiden Firmengründer persönlich kenne, darf ich mir nach Ostern mal eines der knuffigen kleinen Räder für eine längere Spritztour ausleihen. Ich bin damit zwar schon mal gemütlich um den Block gefahren, aber irgendwie laden die dicken Puschen geradezu dazu ein, mal mit Karacho über Kopfsteinpflaster oder über eine Schotterpiste zu brettern 🙂

#nennmichnichtfahrradstadt

Heute ist das T-Shirt von Glückskind eingetroffen, das meine Gefühle zum Ergebnis des Fahrradklimatests 2018 auf den Punkt bringt.

Ich finde nämlich nicht, dass Karlsruhe den Titel Fahrradstadt (schon) verdient hat. Dazu ist einfach noch zu viel im Argen.

Radeln und Gutes tun

Du wohnst in Karlsruhe und fährst meist mit dem Rad durch die Stadt, um zur Arbeit, zur Schule, zur Uni oder zum Einkaufen zu gelangen? Du wolltest schon immer mal soziale Einrichtungen in deiner Stadt unterstützen, hast aber finanziell nicht die Möglichkeiten, das zu tun? Dann ist das Karlsruher Spendenradeln genau das Richtige für dich.

Wieso? Ganz einfach, du machst einfach das, was du sowieso machen würdest, nämlich mit dem Rad durch die Stadt fahren. Einziger Unterschied, du machst das mit einem bunten Fahrrad-Display, das im Vorderrad deines Rades befestigt wird.

Das werbende Unternehmen – im Beispiel oben eine Karlsruher Firma, die kompakte und wendige Klapp-Pedelecs vertreibt – zahlt als Gegenleistung 40 € an eine soziale Einrichtung in Karlsruhe. Du brauchst nichts weiteres zu tun als das, was du sowieso machen würdest, nämlich Rad zu fahren.

Falls du Interesse oder Fragen hast, dann komm doch einfach an folgenden Terminen zum Markt auf dem Stephansplatz. Antworten auf Fragen bzw. die Fahrradscheiben gibt es dort neben der Apotheke an der Karlstraße.

  • 10.04.19 von 10 – 14 Uhr
  • 15.04.19 von 10 – 14 Uhr

Übrigens fängt die Aktion ja erst an. Sollte also die eine oder andere Karlsruher Firma noch mitmachen wollen, so ist es noch nicht zu spät. Einfach eine kurze Mail an info(at)karlsruher-spendenradeln.de und schon kann es los gehen.

#ParentsForFuture

Wie viele anderen Eltern auch war ich gestern Mittag auf der Kundgebung #ParentsForFuture auf dem Karlsruher Marktplatz. Es hatten sich zwar keine Tausend Teilnehmer versammelt, wir waren mit Sicherheit auch nicht so laut wie die vielen Schüler und Studenten einen Tag zuvor an selber Stelle, aber das war auch nicht der Anspruch der Veranstaltung. Es sollte vielmehr – so u.a. Martin Wacker auf Twitter – ein Zeichen gesetzt werden.

Als die Eckdaten des Pariser Übereinkommens zum Klimaschutz vorgetragen wurden, von denen viele nicht eingehalten werden können, wenn nicht JETZT und SOFORT gehandelt wird, wurde mir vor allem eines klar, dass wir uns alle erst mal an die eigene Nase fassen müssen.

CM – auf dem Rad tanzen

Gestern Abend war wieder Critical Mass in Karlsruhe. Schon früh versammelte sich ein Grüppchen Radfahrer auf dem noch sonnigen Kronenplatz und mauserte sich dann bis zur Abfahrt kurz nach 18 Uhr zu einer bunt gemischten Gruppe von 141 Teilnehmern – Rekord für einen Februar. Zu Hause hatte ich noch überlegt, ob ich die Handschuhe bei den frühlingshaften Temperaturen überhaupt brauchen würde, spätesten auf der Hälfte der Strecke war ich froh, sie dabei zu haben. Anderen erging es ähnlich. Immer wieder scherten einzelne Radfahrer nach rechts oder links raus auf die Seite, um sich eine Mütze oder Handschuhe überzuziehen. Innerhalb kürzester Zeit fielen die Temperaturen von gefühlt 15 Grad in den Keller. Da halfen leider auch nicht die heißen Rhythmen, die aus dem Lautsprecher des Music Bikes erklangen, hinter dem ich mich eingereiht hatte. Wir bildeten mit einem Rikschahfahrer – fast so was wie der Besenwagen – das Ende der langgezogenen Kette aus munter plaudernden und sich im Rhythmus der Klänge auf dem Rad hin und her wiegenden Radler.

Karlsruher Spendenradeln

Letztes Jahr ist das Karlsruher Spendenradeln erstmals an den Start gegangen und hat gleich ein paar renommierte Auszeichnungen abgeräumt:

  • Nachhaltigkeitspreis beim bundesweiten Wettbewerb Projekt Nachhaltigkeit 2018
  • Ausgezeichnet im Yooweedoo Ideenwettbewerb 2018
  • 3. Preis Social Impact Cup

Mittlerweile als gemeinnütziger Verein (Tandem e.V.) eingetragen, geht das Karlsruher Spendenradeln im April 2019 ins zweite Jahr.

Kunst und Sport

Die Fächer Kunst und Sport spielen an den weiterführenden Schulen eher eine Nebenrolle. Wenn sie ausfallen, kräht in der Regel kein Hahn danach, aber wehe der Mathelehrer ist mal einen Tag krank, dann laufen die Eltern Sturm, denn Malte-Jonas und Lena-Marie könnte das ja ihren weiteren Lebensweg verbauen.
Von daher bin ich froh, dass meine beiden Töchter dem Kunst- und Sportunterricht etwas abgewinnen und sich auch bei uns im Haus künstlerisch und sportlich austoben konnten. Manche dieser Spuren haben wir mittlerweile beseitigt – z.B. die Reifenspuren an der Flurtapete, an denen man ablesen konnte wie virtuos sie ihr Einrad gerade beherrschten. Die Wände der Gästetoilette dagegen  zeugen noch heute von ihrem künstlerischen Schaffensdrang.

Manche Gäste fühlen sich vielleicht beobachtet und würden das Klopapier wahrscheinlich auch alleine finden, aber zumindest gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken, denn das Gesamtwerk ist noch nicht vollendet.

Fuhrparkpflege

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die jeden Samstag ihren Fuhrpark pflegen. Ich mache das eigentlich nach Bedarf. Wenn ein Rad extrem dreckig ist, dusche ich es abends gleich kurz ab, wenn ich nach Hause komme. Doch seit ich meinen Fuhrpark nicht mehr in die Einliegerwohnung schleppe, sondern in der Garage untergebracht habe, werde ich nachlässiger.

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