Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Kein Hundeklo

Wieso brauchen wir im wahrsten Sinne des Wortes eigentlich Schilder für jeden Scheiß? Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass wir die „Hinterlassenschaften“ unserer Hunde in geeigneter Weise entsorgen? Anscheinend nicht! Auf einer meiner Joggingrunden komme ich an einem baumbestandenen Wiesengrundstück vorbei. Letztes Jahr stand hier nur ein Schild mit dem Hinweis „Achtung! Hier ist kein Hundeklo“. Jetzt hat der Eigentümer / die Eigentümerin der Wiese aufgerüstet und zwei zusätzliche Schilder aufgestellt.

Dem üblen Geruch nach zu urteilen, der einem an dieser Stelle insbesondere morgens bei Nebel oder während der Heuernte entgegen weht, hätte man sich diesen Aufwand auch sparen können. Manche Hundehalter lernen es einfach nie!

Viel hilft viel?

Wenn schon ein 30er Schild nichts bewirkt, bewirken dann zwei Schilder mehr getreu dem Motto „Viel hilft viel“? Nein, zumindest auf unseren Straßen bewirkt ein Zuviel an Schilder eher das Gegenteil. Im vorliegenden Fall handelt sich um einen Privatweg, der zu einem Golfplatz führt. Der MIV teilt sich die Straße mit Fußgängern, Joggern und Radfahrern.

Es gab und gibt immer wieder Bescherden, dass sich viele Autofahrer hier nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Zunächst ließ der Besitzer des Batzenhofs die beiden vorderen, offensichtlich privat angefertigten Schilder (Privatweg / Zufahrt zum Golfplatz (…) Landwirtschaft frei) aufstellen. Dann brachten die Anwohner in ihrer Verzweiflung ein weiteres Pappschild an. Erst danach folgten die „offiziellen“ Schilder der Stadt. Wie man sieht meinte es die Stadt besonders gut. Aber gut gemeint ist ja bekanntlich oft das Gegenteil von gut gemacht. Nachdem das zweite 30er Schild aufgestellt worden war, hatte man als Fußgänger das Gefühl, dass manche Autofahrer die Zahlen unbewusst addierten.

Bankraub in Wettersbach

Laut dem Karlsruher Statistikatlas leben wir in den Berdörfern auf der Insel der Glückseligkeit. Die Gemeinde Wettersbach hat die geringste Kriminalitätsrate in ganz Karlsruhe. Auf 1000 Einwohner kamen 2018 in Palmbach gerade mal 12,1 Straftaten. Zum Vergleich: In der Innenstadt West waren es sage und schreibe 344,5. Doch jetzt hat das Böse auch bei uns zugeschlagen – Bankraub in Wettersbach! Eine Bank am Ortsrand von Palmbach (unten links ein Archivbild) „verschwand“ auf bisher noch ungeklärter Weise im Schutze der Dunkelheit.

Dass sie sich in Luft aufgelöst hatte, war mir aufgefallen, denn meine morgendliche Joggingrunde führt am Ort des Geschehens vorbei. Mich hat die Bank allerdings noch nie zum Verweilen eingeladen. Angesichts des Schildes „Schutt und Müll abladen verboten“ war ich mir nie sicher, ob ich mich verschwitzt wie ich war dort überhaupt niederlassen durfte.
Brigitte G. hat die Bank anscheinend schmerzlich vermisst. I
n einem emotionalen Schreiben forderte sie letzte Woche die „Bank-Räuber“ auf, das Diebesgut wieder herauszurücken. Ob jemand außer mir ihren Appell je gelesen hat, bleibt zu bezweifeln. Wer kniet sich schon ins Gras, um ein kniehoch angebrachtes Schreiben zu entziffern.
Aber ihre Bitte wurde dennoch erhört – das Tiefbauamt hat gestern eine neue Bank aufgestellt. Sie ist schwerer als ihr Vorgänger und wird wohl nicht so schnell „Beine“ bekommen.

Kuriose Schilder gesucht

Ein Foto, das ich im Juni auf Rügen aufgenommen habe, ist jetzt in der jüngsten Ausgabe der ADFC Zeitschrift Radwelt veröffentlicht worden.
Hier ein Printscreen:

Ich hatte das Bild nach meinem Urlaub eingesendet, weil ich die Schilder und den grasigen „Radweg“ einfach eine Frechheit fand. Ein benutzungspflichtiger Rad-/Gehweg, dessen Benutzung aber explizit auf eigene Gefahr ist, ist ein Widerspruch in sich. Wer auch immer diese Schilder aufgestellt hat – wahrscheinlich die Gemeinde Gingst – hat es wahrscheinlich nur gut gemeint. Aber wie so oft im Leben ist auch hier gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht.

Aber man muss auch die positive Seite sehen, der Weg war wenigstens gemäht. Es hätte somit auch schlimmer sein können.

Stunde der Gartenvögel

Hat zwar nichts mit Radfahren zu tun, gehört aber auch zum Themenbereich Umweltschutz und welchen Beitrag jeder einzelne von uns dazu leisten kann, Veränderungen in der Natur zu dokumentieren – die Aktion des NABU Stunde der Gartenvögel. Je mehr Menschen an dieser Zählaktion teilnehmen, umso genauer ist das Bild vom aktuellen Vogelbestand in Deutschland.
Nachdem es bei uns im Garten erschreckend leise geworden war, haben mein Mann und ich Anfang des Jahres beschlossen, Futter für die Vögel aufzuhängen. Analog zum Spruch „Mit Speck fängt man Mäuse“ war diese Entscheidung goldrichtig.
Unsere gestrige 1-stündige Vogelzählung ergab folgendes Ergebnis: Zwei Kohl- und Blaumeisen, zwei Buch- und Grünfinken, vier Sperlinge und jeweils ein Eichelhäher, Kleiber, Stieglitz, Rotschwänzchen, Rotkehlchen, Schwanzmeise, Amsel und Buntspecht.

Das hört sich nach Vielfalt aber geringer Anzahl an, ist es aber nicht. Wahrscheinlich waren insgesamt viel mehr Vögel jeder Art bei uns im Vorgarten. Es zählt aber immer nur die höchste Anzahl jeder Vogelart, die man im Verlauf einer Stunde gleichzeitig beobachten konnte.
Dank der Meisenknödel und des Futterspenders kann ich von meinem Arbeitszimmer wieder viele Vögel bewundern. Doch eine Vogelart habe ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen – Schwalben. Meisenknödel sind eben doch kein Ersatz für Insekten.

Warnwesten

Warnwesten für Radfahrer – wieso soll ich so ein Ding eigentlich anziehen? Stelle ich eine Gefahr dar? Ich mag die Westen nicht, zumal frau sich eine in der Regel 3XL große Warnweste zig Mal um den Bauch wickeln kann.
Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Diese Weste von Glückskind ziehe ich gerne an. Mit dieser Weste errege ich Aufmerksamkeit bei Dunkelheit und zaubere tagsüber ein Schmunzeln auf die Lippen der hinter mir fahrenden Radfahrer. Ob die Botschaft bei Autofahrern ankommt? Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Und Glückskind bietet diese Westen nicht nur in Zeltgrößen an, sondern auch für schlanke Frauen.

Brückenkaffee – 2. Aufguss

Der 2. Aufguss des Karlsruher Brückenkaffees war alles andere als dünne Plörre. Im Gegenteil, ich finde die Aktionsform hat Potential, auch in Karlsruhe in Serie zu gehen.
Wenn man wie ich in Grünwettersbach wohnt und in der Nordweststadt arbeitet, liegt die Karlsruher Rheinbrücke natürlich nicht gerade auf dem Weg, aber was tut man nicht alles, wenn man von einer Idee begeistert ist.
Kurz nach 5 Uhr habe ich mich mit dem Lastenrad auf den Weg gemacht. Geladen hatte ich Obst, Kekse sowie tolle Mitbringsel von Glückskind, als moralische Unterstützung fürs Karlsruher Brückenkaffee.

Kurz nach 6 Uhr morgens wurde das „Kaffee“ eröffnet. Der Initiator – @PHPmacher – hatte Muffins und Kaffee dabei und @lexLohr seinen legendären Coldbrew. Fürs Kulinarische war also gesorgt.

Das hat er noch NIE gemacht!

Wie ich diesen Satz hasse!  Gleiches gilt für

Er will doch nur spielen!

Ich will morgens aber weder Wettrennen veranstalten noch spielen. Wenn ich im Dunkeln mit dem Rad durch die Günther-Klotz-Anlage fahre, will ich die Seele baumeln lassen und den Tagesablauf planen. Außerdem habe ich schon genug damit zu tun, den vielen Kaninchen, Enten und Ratten auszuweichen, die da herumwuseln.
By the way, Stadtväter, es laufen derzeit EXORBITANT viele Ratten auf Höhe vom Entenfang rum. Muss ich mir da irgendwelche Sorgen machen? Eine hat heute allerdings das Zeitliche gesegnet, als ich auf der Flucht vor dem Köter nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte.

Zwischen Alb und Südtangente dürfen Hunde frei herumlaufen. Das finde ich im Prinzip auch gut. Wenn ich Hund wäre, hätte ich auch keine Lust, neben Frauchen oder Herrchen herzuschleichen, wenn es links und rechts so viel zu entdecken bzw. zu markieren gibt. Das heißt aber nicht, dass Hunde da alles machen dürfen. Sie sollten doch zumindest soweit erzogen sein, dass ein friedliches Miteinander möglich ist.

#VacuumingForFuture

Kundgebungen wie #FridaysForFuture, #ParentsForFuture oder #CyclistsForFuture zeigen überdeutlich, dass der Bürger nicht mehr gewillt ist länger hinzunehmen, dass sich nichts tut in Sachen Klimaschutz. Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens – Begrenzung des Temperaturanstiegs, weniger Treibhausgase und finanzielle Unterstützung ärmerer Länder beim Klimaschutz – sind nicht mehr einzuhalten, wenn nicht jeder einzelne von uns jetzt und sofort anfängt, vor der eigenen Tür zu kehren.

Meine bescheidenen Beiträge bisher: Ich habe mein Auto abgeschafft, fahre seit Jahren mit dem Rad zur Arbeit, habe unser Haus dämmen lassen und dank meines vermoosten Vorgartens bereits jede Menge Feinstaub aus der Luft herausgefiltert. Während man in Stuttgart die 560 000 € teure künstliche Mooswand längst wieder abgebaut hat, nimmt mein im Halbschatten gelegenes saftiges Grün noch immer kostenlos Feinstaub auf.

Ich werde jetzt noch eine Schippe drauf legen. Nicht nur mein Auto stand die meiste Zeit nutzlos herum, auch meine Staubsauger kommen unter der Woche kaum zum Einsatz. Das wird sich jetzt ändern. Was die Stadt Kiel kann, kann ich schon lange. Ich werde den Feinstaub in meiner Straße einfach wegsaugen. Meine Sauglösung blockiert natürlich weder Gehweg noch Radweg. Betrieben wird sie solar bzw. ausschließlich mit Ökostrom.

Um die Feinstaubsauger vor Begehrlichkeiten zu schützen, werde ich sie tarnen.

Dadurch sind sie auch gleich vor Nässe geschützt. Und was ist euer Beitrag zum Klimaschutz?

 

 

Fundstücke am Wegesrand

Wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, dem fallen viele Dinge auf, die man vom Auto aus nicht bemerken würde. Manche dieser Dinge zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht, andere machen einen wütend oder traurig.
Wütend war ich vor zwei Tagen über diesen Zeitgenossen – Kippe im Mund und Bierflasche in der Hand. Alkohol am Lenker ist ein absolutes No-Go! Ins Schlingern geriet er, als er unterwegs die Flasche von einer Hand in die andere wechselte, um sein Smartphone aus der Jackentasche zu fummel. Da Betrunkene ja bekanntermaßen ihren Schutzengel oft dabei haben, ist er aber nicht gestürzt, zumindest nicht solange ich hinter ihm fuhr.

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