Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Kategorie: Allgemein Seite 2 von 86

Die Fronten sind verhärtet

Gestern hatte ich Standdienst beim ADFC Karlsruhe auf DAS FEST. Letztes Jahr haben wir außerhalb des Geländes Fahrräder codiert. Dieses Mal waren wir lediglich mit einem Infostand vertreten. Es war brütend heiß. Wir hatten unter dem Zelt wenigstens ein bisschen Schatten, die Festbesucher flanierten in der prallen Sonne an den vielen Infoständen vorbei.

Da es bei uns keine Gimmicks in Form von Hüten, Taschen oder Kugelschreiber gab, hielt sich der Ansturm der Massen in Grenzen. Wer zu uns kam, wollte entweder konkrete Informationen oder sich beschweren. Ersteren konnten wir natürlich helfen. Schließlich hatten wir umfangreiches Info- und Kartenmaterial dabei oder konnten die zuständigen Ansprechpartner benennen.

Schwieriger waren die Kandidaten, die mal so richtig vom Leder ziehen wollten.

Als ich unlängst mit meinem Hund auf dem Gehweg in der Bahnhofsstraße in Richtung Innenstadt unterwegs war, da hätte doch beinahe ein Radfahrer, der von der Brücke beim Zoo kam, meinen Hund überfahren. Als ich was gesagt habe, hat der Mann mich bespuckt!

Was soll man darauf sagen? Am besten man sagt zunächst mal gar nichts, sondern hört nur zu und „grunzt“ therapeutisch.

Ja, auch unter den Radfahrern gibt es Armleuchter. Auch ich hasse es, wenn mir im Dunkeln ein Radfahrer ohne Licht entgegenkommt, als Geisterfahrer unterwegs ist oder bei Rot über die Kreuzung fährt, während ich wie ein Lämmchen auf Grün warte. Aber Idioten gibt es unter allen Verkehrsteilnehmern.

Es ist extrem schwierig bis unmöglich, mit Leuten zu diskutieren, die ihr Feindbild fest verankert im Kopf haben. Man kann sie weder mit Gegenbeispielen noch mit Daten und Fakten eines Besseren belehren. Ihre subjektive Wahrnehmung ist eine andere und damit basta. Sie erinnern sich einfach nicht an die vielen Radfahrer, die sich den Regeln entsprechend verhalten, sondern nur an die wenigen Idioten, die sich über alle Regeln hinwegsetzen.

Mehr Platz fürs Rad

Der ADFC Karlsruhe hat gestern im Vorfeld zur Fridays for Future Demo ein wenig für die bundesweit laufende Mitmachaktion #MehrPlatzfürsRad die Werbetrommel gerührt.

Man muss übrigens kein ADFC Mitglied sein, wenn man die Kampagne unterstützen möchte. Das reicht von einer symbolischen Unterschrift unter den Forderungskatalog bis hin zur Durchführung einer selbst geplanten Aktion.

Wer mehr über den ADFC oder die oben genannten Aktion wissen möchte, der findet uns am Festwochende bei den Ständen auf der Infomeile in der Wilhelm-Baur-Straße. Das ist der Weg, der hinter Mount Klotze vom Kühlen Krug zur Europahalle führt.

36 Grad und es wird noch heißer

Laut dröhnt der Song aus dem wuchtigen Lautsprecher neben mir auf dem Lastenrad. Die Radfahrer um mich herum singen den Text mit und wiegen sich – soweit das im Fahren eben geht – im Rhythmus der Musik.
Passt wie die Faust aufs Auge, denke ich. Es ist Freitag kurz nach halb zwölf und knapp 1000 Radfahrer rollen in einem nicht enden wollenden Strom langsam durch die Stadt. Nein, es ist nicht letzter Freitag des Monats und nicht Critical Mass. Die Schülerinnen und Schüler der Karlsruher Fridays for Future Bewegung haben diese Massen von Radfahrer in Bewegung gesetzt.

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Zukunft Radverkehr

Unsere Meinung zählt! Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, kurz BMVI, hat eine Umfrage zur Zukunft des Radverkehrs gestartet. Der Nationale Radverkehrsplan läuft 2020 aus. Es ist also an der Zeit, die Weichen für die weitere Zukunft zu stellen. Durch die Teilnahme an dieser noch bis zum 30. Juni laufenden Umfrage können wir alle hier gestaltend mitwirken.

Die Expertinnen und Experten des Alltags sind Sie – daher ist Ihre Meinung bei der Weiter­entwicklung des NRVP so wichtig!

Man muss sich nur kurz registrieren und kann dann nicht nur an der Umfrage teilnehmen und von acht genannten Zielen seine drei Favoriten wählen, sondern auch eigene Ideen formulieren.

Endlich Wochenende!

Macht das Beste daraus. Petrus ist uns wohlgesonnen.

Der gelbe Blitz von MisterRide

Gestern durfte ich mit einem Klapp-Pedelec von MISTERRIDE Probe fahren. Ich werbe ja seit Anfang April über eine an meinem Vorderrad befestigte Scheibe für diese Firma und die Aktion Karlsruher Spendenradeln. Wenn man für ein Unternehmen wirbt, will man natürlich wissen, ob man sich mit den vertriebenen Produkten auch identifizieren kann.

Wie ihr seht handelt es sich bei dem Modell E-Bike Fat um ein Klapprad mit dicken 24″ Reifen (ETRTO 98-507) und Tiefeinstieg. Auch ohne knallig gelbe Lackierung fällt man mit dem Rad auf wie ein bunter Hund.

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Stunde der Gartenvögel

Hat zwar nichts mit Radfahren zu tun, gehört aber auch zum Themenbereich Umweltschutz und welchen Beitrag jeder einzelne von uns dazu leisten kann, Veränderungen in der Natur zu dokumentieren – die Aktion des NABU Stunde der Gartenvögel. Je mehr Menschen an dieser Zählaktion teilnehmen, umso genauer ist das Bild vom aktuellen Vogelbestand in Deutschland.
Nachdem es bei uns im Garten erschreckend leise geworden war, haben mein Mann und ich Anfang des Jahres beschlossen, Futter für die Vögel aufzuhängen. Analog zum Spruch „Mit Speck fängt man Mäuse“ war diese Entscheidung goldrichtig.
Unsere gestrige 1-stündige Vogelzählung ergab folgendes Ergebnis: Zwei Kohl- und Blaumeisen, zwei Buch- und Grünfinken, vier Sperlinge und jeweils ein Eichelhäher, Kleiber, Stieglitz, Rotschwänzchen, Rotkehlchen, Schwanzmeise, Amsel und Buntspecht.

Das hört sich nach Vielfalt aber geringer Anzahl an, ist es aber nicht. Wahrscheinlich waren insgesamt viel mehr Vögel jeder Art bei uns im Vorgarten. Es zählt aber immer nur die höchste Anzahl jeder Vogelart, die man im Verlauf einer Stunde gleichzeitig beobachten konnte.
Dank der Meisenknödel und des Futterspenders kann ich von meinem Arbeitszimmer wieder viele Vögel bewundern. Doch eine Vogelart habe ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen – Schwalben. Meisenknödel sind eben doch kein Ersatz für Insekten.

Cargobike Roadshow 2019

Am Freitag, den 24. Mai macht die Cargobike Roadshow wieder Halt in Karlsruhe. Von 14 – 19 Uhr kann man auf dem Karlsruher Friedrichsplatz zwölf verschiedene Lastenradmodelle bestaunen und natürlich Probe fahren. Das Roadshow Team steht wie jedes Jahr mit Rat und Tat zur Verfügung.
Letztes Jahr habe ich die Möglichkeit, Lastenräder unterschiedlicher Hersteller zu testen, ausgiebig genutzt. Ergebnis: Einen Monat später war ich selbst stolze Besitzerin eines Lastenrades von Riese und Müller.

Neben dem Testfuhrpark der Cargobike Roadshow präsentieren auch Karlsruher Fahrradhändler wieder interessante Produkte rund ums Rad.
Ich habe zwar schon ein Lastenrad, aber gucken darf man ja noch. Außerdem interessiert mich das Modell Douze G4E Box von Douze Cycles mit dem Broseantrieb, das Drive Cargo von I:SY und das Load 60 Vario von Riese und Müller. Eigentlich habe ich ja noch jede Menge Platz in der Garage … 🙂

Fahrradtraining für VKL-Klassen

In Deutschland werden Kinder und Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen an allgemein bildenden Schulen in so genannten Vorbereitungsklassen (VKL) unterrichtet, damit sie möglichst zügig am Regelunterricht teilnehmen können. Der Schwerpunkt dieses Unterrichts ist natürlich das Erlernen der deutschen Sprache, aber zu einer Integration in den deutschen Alltag gehört natürlich noch viel mehr, u.a. die Verkehrserziehung.
Heute Morgen fand auf dem Gelände der Jugend Verkehrsschule Ettlingen ein theoretisches und praktisches Fahrradtraining für zwei dieser VKL Klassen statt.

Die meisten Übungsräder, mit denen die Kinder und Jugendlichen zum Fahrtraining kamen, waren vom Arbeitskreis Asyl Ettlingen zur Verfügung gestellt worden.

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Warnwesten

Warnwesten für Radfahrer – wieso soll ich so ein Ding eigentlich anziehen? Stelle ich eine Gefahr dar? Ich mag die Westen nicht, zumal frau sich eine in der Regel 3XL große Warnweste zig Mal um den Bauch wickeln kann.
Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Diese Weste von Glückskind ziehe ich gerne an. Mit dieser Weste errege ich Aufmerksamkeit bei Dunkelheit und zaubere tagsüber ein Schmunzeln auf die Lippen der hinter mir fahrenden Radfahrer. Ob die Botschaft bei Autofahrern ankommt? Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Und Glückskind bietet diese Westen nicht nur in Zeltgrößen an, sondern auch für schlanke Frauen.

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