Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Kein Hundeklo

Wieso brauchen wir im wahrsten Sinne des Wortes eigentlich Schilder für jeden Scheiß? Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass wir die „Hinterlassenschaften“ unserer Hunde in geeigneter Weise entsorgen? Anscheinend nicht! Auf einer meiner Joggingrunden komme ich an einem baumbestandenen Wiesengrundstück vorbei. Letztes Jahr stand hier nur ein Schild mit dem Hinweis „Achtung! Hier ist kein Hundeklo“. Jetzt hat der Eigentümer / die Eigentümerin der Wiese aufgerüstet und zwei zusätzliche Schilder aufgestellt.

Dem üblen Geruch nach zu urteilen, der einem an dieser Stelle insbesondere morgens bei Nebel oder während der Heuernte entgegen weht, hätte man sich diesen Aufwand auch sparen können. Manche Hundehalter lernen es einfach nie!

Jeanskiller

In einem sind sich wahrscheinlich alle einig, die wie ich einen Cambium Sattel ihr Eigen nennen. Der Sattel ist robust, absolut wetterfest, äußerst bequem und extrem pflegeleicht. Wenn man sich allerdings die Kommentare auf Twitter anschaut, könnte man meinen, dass der Sattel ein wahrer Jeans-Killer ist.

Keine meiner Hosen hat bisher Schaden genommen, und ich fahre den Sattel schon gut 27 000 km. Meiner Meinung nach kann ein leicht angerauhter Sattel wie der Cambium nur dann Schaden anrichten, wenn er zu hoch eingestellt ist, so dass man beim Fahren auf ihm hin und her rutscht.

Farbverschwendung!

Die Gemeinde Waldbronn hat den Pinsel geschwungen, weil sie den Radfahrenden etwas Gutes tun wollte. Die Kosten hätte man sich sparen können, denn das Ergebnis ist unterirdisch:

Mein Packster 40 passt in der Breite mal gerade so zwischen die gestrichelte Linie des „Schutz“streifens und der leicht abgesenkten Gosse rechts daneben. Mit einem gößeren Lastenrad oder einem Kinderanhänger müsste ich schon IN der Gosse fahren, wenn ich rechts von der Markierung bleiben wollte. Animiert man seine BürgerInnen so zum Umstieg vom Auto aufs Rad? Wohl kaum!

Viel hilft viel?

Wenn schon ein 30er Schild nichts bewirkt, bewirken dann zwei Schilder mehr getreu dem Motto „Viel hilft viel“? Nein, zumindest auf unseren Straßen bewirkt ein Zuviel an Schilder eher das Gegenteil. Im vorliegenden Fall handelt sich um einen Privatweg, der zu einem Golfplatz führt. Der MIV teilt sich die Straße mit Fußgängern, Joggern und Radfahrern.

Es gab und gibt immer wieder Bescherden, dass sich viele Autofahrer hier nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Zunächst ließ der Besitzer des Batzenhofs die beiden vorderen, offensichtlich privat angefertigten Schilder (Privatweg / Zufahrt zum Golfplatz (…) Landwirtschaft frei) aufstellen. Dann brachten die Anwohner in ihrer Verzweiflung ein weiteres Pappschild an. Erst danach folgten die „offiziellen“ Schilder der Stadt. Wie man sieht meinte es die Stadt besonders gut. Aber gut gemeint ist ja bekanntlich oft das Gegenteil von gut gemacht. Nachdem das zweite 30er Schild aufgestellt worden war, hatte man als Fußgänger das Gefühl, dass manche Autofahrer die Zahlen unbewusst addierten.

Wehret den Anfängen

Corona und seine Auswirkungen – Social Distancing, stay@home – gibt mir gerade einen kleinen Vorgeschmack darauf was passiert, wenn mein Mann nächstes Jahr in Rente geht. Die Firma meines Mannes hat Kurzarbeit angemeldet und er macht Homeoffice. Ich gehe weiterhin ins Büro, wenn auch mit reduzierten Arbeitszeiten.  

Was habe ich noch vor ein paar Wochen innerlich geschmunzelt, wenn meine Lauftreffpartnerinnen sich über ihre Ehemänner ausgelassen haben, die gerade in den wohlverdienten Ruhestand gegangen waren:  

Als er noch berufstätig war habe ich die Wohnung abends so vorgefunden wie ich sie morgens verlassen hatte. Jetzt ist die Küche ein Schlachtfeld und im Wohnzimmer sieht es aus wie bei den Hottentotten.

Radelblog ist umgezogen

Ich habe mich beruflich verändert und der Radelblog hat die Domain gewechselt. Gut sechs Jahre lang habe ich für meinen alten Arbeitgeber gebloggt. Ich hatte stets freie Hand. Niemand hat mir gesagt, worüber ich schreiben soll.

Also habe ich Themen behandelt, die mir als Alltagsradlerin auf den Nägeln brennen:

  • Radinfrastruktur
  • Verkehrssicherheit und StVO
  • Fahrräder (die ich habe bzw. gerne hätte)
  • Fahrradteile und -Bekleidung (die ich für nützlich oder überflüssig halte)
  • Radreisen und Ausflugstipps
  • Mein (teils gespanntes) Verhältnis zu Autofahrern, Hunden, Fußgängern und anderen Fahrradfahrern
  • Skurilles und Alltägliches
  • Warum ich den MIV in einer Innenstadt wie Karlsruhe für überflüssig halte
  • Warum man das Rad noch mal erfinden müsste, wenn es es nicht schon gäbe 🙂

Der Blog ist mir über die Jahre ans Herz gewachsen. Die Trennung vom ihm wäre mir schwer gefallen. Aber dazu ist es nicht gekommen, denn keiner meiner Ex-Kollegen wollte ihn weiterführen. Also hat man hat mir den Blog zum Abschied geschenkt.

#fillthebottle

Vor ein paar Tagen haben die BNN über eine Band aus Baden-Württemberg berichtet, die achtlos weggeworfenen Kippen den Kampf angesagt hat. Die Bandmitglieder sammeln Zigarettenstummel vom Boden auf, füllen sie in leere Plastikflaschen, machen Fotos davon und veröffentlichen diese auf Instagram unter dem Hashtag #fillthebottle.
Heute musste ich an diese Aktion denken, als ich die Parkplätze vor unserem Büro zur Vorbereitung des Parking Days am 20. September von Dornen und Gestrüpp befreien wollte. Was für ein Müll mir da entgegenkam. Wenn es für Kippen und Kronkorken Geld gäbe, hätte ich finanziell bald ausgesorgt.

Das war total eklig, die Dinger aufzusammeln. Ich hoffe nur, dass die Stadt ernst macht mit ihrer Ankündigung, Müllsünder in Zukunft stärker zu bestrafen. 100 € kostet dann eine achtlos weggeworfene Zigarette. Da aber kein Name auf dem Stummel steht, muss man die Sünder schon in flagranti ertappen. Ob da eine personelle Aufstockung des kommunalen Ordnungsdienstes um 50 % reicht?

Bankraub in Wettersbach

Laut dem Karlsruher Statistikatlas leben wir in den Berdörfern auf der Insel der Glückseligkeit. Die Gemeinde Wettersbach hat die geringste Kriminalitätsrate in ganz Karlsruhe. Auf 1000 Einwohner kamen 2018 in Palmbach gerade mal 12,1 Straftaten. Zum Vergleich: In der Innenstadt West waren es sage und schreibe 344,5. Doch jetzt hat das Böse auch bei uns zugeschlagen – Bankraub in Wettersbach! Eine Bank am Ortsrand von Palmbach (unten links ein Archivbild) „verschwand“ auf bisher noch ungeklärter Weise im Schutze der Dunkelheit.

Dass sie sich in Luft aufgelöst hatte, war mir aufgefallen, denn meine morgendliche Joggingrunde führt am Ort des Geschehens vorbei. Mich hat die Bank allerdings noch nie zum Verweilen eingeladen. Angesichts des Schildes „Schutt und Müll abladen verboten“ war ich mir nie sicher, ob ich mich verschwitzt wie ich war dort überhaupt niederlassen durfte.
Brigitte G. hat die Bank anscheinend schmerzlich vermisst. I
n einem emotionalen Schreiben forderte sie letzte Woche die „Bank-Räuber“ auf, das Diebesgut wieder herauszurücken. Ob jemand außer mir ihren Appell je gelesen hat, bleibt zu bezweifeln. Wer kniet sich schon ins Gras, um ein kniehoch angebrachtes Schreiben zu entziffern.
Aber ihre Bitte wurde dennoch erhört – das Tiefbauamt hat gestern eine neue Bank aufgestellt. Sie ist schwerer als ihr Vorgänger und wird wohl nicht so schnell „Beine“ bekommen.

Karlsruhe erFAHREN

Wissen Sie, wie Karlsruhe entstanden ist – und wo der Ursprung lag? Wo die „Straße der Demokratie“ durch Karlsruhe verläuft und warum das ZKM einmalig in der Welt ist? Folgen Sie uns auf einer spannenden Radtour durch Karlsruhe und erFAHREN Sie die Highlights der Stadt auf den Spuren der Markgrafen von Baden bis hin zur modernen „Residenz des Rechts“.  

Schon lange geplant, gestern endlich mal in die Tat umgesetzt – eine Stadtrundfahrt per Rad durch die Stadt, in der ich seit über 30 Jahren lebe. Ich wusste nicht, wo genaue sie entlang führen würde. Die Kurzbeschreibung der Karlsruhe Tourismus GmbH (s.o.) ließ aber vermuten, dass wir einige der bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt ansteuern würden. Ich wollte mich einfach überraschen lassen und hoffte, Orte kennenzulernen, die ich noch nicht kannte.

Kuriose Schilder gesucht

Ein Foto, das ich im Juni auf Rügen aufgenommen habe, ist jetzt in der jüngsten Ausgabe der ADFC Zeitschrift Radwelt veröffentlicht worden.
Hier ein Printscreen:

Ich hatte das Bild nach meinem Urlaub eingesendet, weil ich die Schilder und den grasigen „Radweg“ einfach eine Frechheit fand. Ein benutzungspflichtiger Rad-/Gehweg, dessen Benutzung aber explizit auf eigene Gefahr ist, ist ein Widerspruch in sich. Wer auch immer diese Schilder aufgestellt hat – wahrscheinlich die Gemeinde Gingst – hat es wahrscheinlich nur gut gemeint. Aber wie so oft im Leben ist auch hier gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht.

Aber man muss auch die positive Seite sehen, der Weg war wenigstens gemäht. Es hätte somit auch schlimmer sein können.

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