Manche sind von der Rolle, fallen aus der Rolle oder finden in ihre Rolle. Radfahrer, die ihre Fitness auch über den Winter konservieren wollen und aus beruflichen Gründen oder aufgrund widriger Witterungsverhältnisse nicht draußen Rad fahren können, fahren auf der Rolle.  Rollentraining ist ideal fürs Grundlagentraining, zur Verbesserung der Technik  und der Kraftausdauer. Wer im Frühjahr nicht immer wieder bei null anfangen will, aber keine Möglichkeit hat draußen zu trainieren, der kommt an der Rolle nicht vorbei.
Mich erinnert der Radfahrer auf der Rolle immer ein wenig an einen Hamster im Rad. Man strengt sich an, tritt in die Pedale, der Schweiß fließt in Strömen, aber man kommt keinen Zentimeter vom Fleck. Wenn man wenigstens Strom damit erzeugen könnte!

Da einem auf der Rolle kein Fahrtwind um die Nase weht, ist das Training eine schweißtreibende Angelegenheit. Das heißt man muss viel trinken, für ausreichend Frischluft sorgen und sein Rad schützen vor dem Schweiß, der einem ständig von der Nase tropft. Wenn ihr es euch nicht mit euren Nachbarn ein Stock tiefer verderben wollt, solltet ihr unter eure Rolle eine Geräusch dämmende Matte legen.
Trainieren auf der Rolle muss nicht langweilig sein. Man muss nur das Training abwechslungsreich genug gestalten: Macht nicht jeden Tag dasselbe. Das ist „schnarchlangweilig“ und bringt euch wenig. Feilt an einem Tag an eurer Technik und Motorik, tut beim nächsten Training was für die Kraftausdauer  und wieder an einem anderen Tag was für die Trittfrequenz. Das Internet bietet eine Vielzahl von Trainingsplänen zum Download.
Auch das Ansehen von Sportfilmen, Dokumentationen oder Spielfilmen während des Rollentrainings bringt Kurzweil in den Trainingsalltag.