Der ADAC hat getestet wie fahrradfreundlich unsere Großstädte sind. Das Ergebnis war eher niederschmetternd. Von den 12 getesteten Städten mit einer Einwohnerzahl von mehr als 500 Tausend schnitten 10 Städte lediglich durchschnittlich, 2 sogar nur unterdurchschnittlich ab. Keine einzige Stadt erhielt die Note Gut, geschweige denn Sehr Gut.

In die Beurteilung flossen folgende Kriterien ein:

  • Unfallhäufigkeit und -vermeidung (17 %)
  • Sicherheit und Komfort der Testrouten (23 %)
  • Radverkehrsnetz und Wegweisung (25 %)
  • Abstellplätze (12 %)
  • Kommunale Radverkehrsförderung (15 %)
  • Serviceangebote (8 %)

Laut Herrn Google haben sich 271 Autoren  auf diesen Test online bezogen bzw. über diesen Test berichtet. Mit mir sind es jetzt 272 Beiträge. Ich hätte wahrscheinlich gar nicht über diesen Test berichtet, wenn ich nicht ausgerechnet am Tag der Veröffentlichung dieser Studie aus einer der getesten Städte zurückgekommen wäre.

Meine jüngste Tochter und ich waren in Stuttgart auf WG Casting. Besser gesagt sie war auf diversen Castings und ich war ihr Chauffeur. Wichtig bei jeder WG war nicht nur die Größe des Zimmers, die Warmmiete und die Mitbewohner, sondern auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bzw. ob die Uni, der Bahnhof, die Innenstadt von dieser Wohnung gut oder schlecht per Rad zu erreichen wären.

Zugegeben, wir waren nur in Stuttgart Vaihingen, in Stuttgart West und in Nähe des Messegeländes unterwegs. Aber eines haben wir unisono festgestellt: Die Fahrradwege waren insbesondere in Vaihingen in einem extrem guten Zustand und ausgezeichnet beschildert.

Radweg Stuttgart Vaihingen

Radweg Stuttgart Vaihingen

Ohne zu wissen, dass ich abends diesen Test lesen würde, in dem Stuttgart ausgerechnet in punkto Radverkehrsnetz und Wegweisung unterdurchschnittlich abgeschnitten hat, habe ich vor Ort spontan ein paar Fotos geschossen, um diese Radwege zu dokumentieren. Schade, dass ich nicht auch ein paar der vielen Wegweiser abgelichtet habe.

Anscheinend waren die Tester des ADAC in komplett anderen Stadtteilen unterwegs, denn das Radverkehrsnetz und die Wegweisung sind immerhin mit 25 % in die Gesamtbeurteilung eingeflossen.