Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

3000er Schallmauer durchbrochen und nicht mal bemerkt

Das Jahr ist noch jung und dennoch habe ich mit meinem neuen Trekkingrad schon mehr als 3000 Kilometer zurückgelegt. Da ich nicht zu denen gehöre, die jeden zurückgelegten Kilometer minutiös protokollieren, ist es mir erst bei Kilometer 3285 aufgefallen, dass ich die 3000er Schallmauer schon vor Tagen durchbrochen habe.
Ihr kennt bestimmt auch genug Leute (oder gehört selbst dazu), die jeden gelaufenen oder gefahrenen Kilometer exakt aufzeichnen und in Excel Sheets eintragen, wie sie sich während des Laufs oder der Radtour gefühlt haben, ob es geregnet hat oder die Sonne schien. Mir ist das zu zeitaufwendig und ich findes es für mich persönlich übertrieben, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen. Wenn man Zeit dazu hat und aus den Daten dann auch die richtigen Schlüsse zieht, warum nicht. Da ich aber „nur“ laufe bzw. Rad fahre, weil es mir Spaß macht, aber nicht trainiere, um eine bestimmte Leistung zu erzielen, mache ich das nicht.

Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich allerdings diejenigen, die mit ihrer GPS Uhr jede Woche dieselbe Strecke aufzeichnen. Wollen sie überprüfen, ob die Strecke sich vielleicht doch heimlich verändert hat? Reicht nicht eine normale Pulsuhr?
Und dann gibt es da ja noch jede Menge Apps fürs Smartphone. Wahrscheinlich habt ihr auch die Runtastic Apps für Läufer und Radfahrer. Die sind wirklich gut. Aber muss ich meine Mitstreiter mit der Audioausgabe beschallen? Motiviert das, wenn einem eine Computerstimme jeden Kilometer mitteilt, welche Durchschnittsgeschwindigkeit man gelaufen ist, wie viel Kalorien man dabei verbraucht hat und wie toll man ist? Erinnert mich irgendwie an die Bundeswehr, wenn der Feldwebel seine Rekruten anschreit. Ich bin ja so froh, dass die meisten meiner Lauffreunde nur die kostenlose App installiert haben, denn bei der wird man nur bis zum 2. Kilometer akustisch motiviert, danach herrscht himmlische Ruhe.

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  1. Also meiner Meinung nach ist das Training mit einem Pulsmesser aus mehreren Gründen sinnvoll. Ich selbst trainiere seit ein paar Monaten nur mit einem Pulsmesser. Der Vorteil ist, dass ich mit einem Blick während des Trainings alles kontrollieren kann, wie hoch die aktuelle Belastung gerade ist und damit mein Training genau steuern kann. Natürlich kann man auch „nach Gefühl“ laufen, aber zur Kontrolle und ggf. zur Dokumentation bevorzuge ich dann doch lieber gemessene Daten…

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