Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Jahr: 2021

Kein Hundeklo

Wieso brauchen wir im wahrsten Sinne des Wortes eigentlich Schilder für jeden Scheiß? Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass wir die „Hinterlassenschaften“ unserer Hunde in geeigneter Weise entsorgen? Anscheinend nicht! Auf einer meiner Joggingrunden komme ich an einem baumbestandenen Wiesengrundstück vorbei. Letztes Jahr stand hier nur ein Schild mit dem Hinweis „Achtung! Hier ist kein Hundeklo“. Jetzt hat der Eigentümer / die Eigentümerin der Wiese aufgerüstet und zwei zusätzliche Schilder aufgestellt.

Dem üblen Geruch nach zu urteilen, der einem an dieser Stelle insbesondere morgens bei Nebel oder während der Heuernte entgegen weht, hätte man sich diesen Aufwand auch sparen können. Manche Hundehalter lernen es einfach nie!

Jeanskiller

In einem sind sich wahrscheinlich alle einig, die wie ich einen Cambium Sattel ihr Eigen nennen. Der Sattel ist robust, absolut wetterfest, äußerst bequem und extrem pflegeleicht. Wenn man sich allerdings die Kommentare auf Twitter anschaut, könnte man meinen, dass der Sattel ein wahrer Jeans-Killer ist.

Keine meiner Hosen hat bisher Schaden genommen, und ich fahre den Sattel schon gut 27 000 km. Meiner Meinung nach kann ein leicht angerauhter Sattel wie der Cambium nur dann Schaden anrichten, wenn er zu hoch eingestellt ist, so dass man beim Fahren auf ihm hin und her rutscht.

Farbverschwendung!

Die Gemeinde Waldbronn hat den Pinsel geschwungen, weil sie den Radfahrenden etwas Gutes tun wollte. Die Kosten hätte man sich sparen können, denn das Ergebnis ist unterirdisch:

Mein Packster 40 passt in der Breite mal gerade so zwischen die gestrichelte Linie des „Schutz“streifens und der leicht abgesenkten Gosse rechts daneben. Mit einem gößeren Lastenrad oder einem Kinderanhänger müsste ich schon IN der Gosse fahren, wenn ich rechts von der Markierung bleiben wollte. Animiert man seine BürgerInnen so zum Umstieg vom Auto aufs Rad? Wohl kaum!

Morgenstimmung

 

Langschläfer wissen gar nicht, was sie morgens in der Früh alles verpassen. Ich liebe es!

Viel hilft viel?

Wenn schon ein 30er Schild nichts bewirkt, bewirken dann zwei Schilder mehr getreu dem Motto „Viel hilft viel“? Nein, zumindest auf unseren Straßen bewirkt ein Zuviel an Schilder eher das Gegenteil. Im vorliegenden Fall handelt sich um einen Privatweg, der zu einem Golfplatz führt. Der MIV teilt sich die Straße mit Fußgängern, Joggern und Radfahrern.

Es gab und gibt immer wieder Bescherden, dass sich viele Autofahrer hier nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Zunächst ließ der Besitzer des Batzenhofs die beiden vorderen, offensichtlich privat angefertigten Schilder (Privatweg / Zufahrt zum Golfplatz (…) Landwirtschaft frei) aufstellen. Dann brachten die Anwohner in ihrer Verzweiflung ein weiteres Pappschild an. Erst danach folgten die „offiziellen“ Schilder der Stadt. Wie man sieht meinte es die Stadt besonders gut. Aber gut gemeint ist ja bekanntlich oft das Gegenteil von gut gemacht. Nachdem das zweite 30er Schild aufgestellt worden war, hatte man als Fußgänger das Gefühl, dass manche Autofahrer die Zahlen unbewusst addierten.

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