Das Rad - Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Jahr: 2013 Seite 2 von 3

Fahrradpiranhas

Wenn Teile vom Rad plötzlich fehlen
Auf dem Heimweg vom Büro war ich unlängst beim Discounter des weißen Mannes um noch ein paar Einkäufe zu tätigen. Mein Rad habe ich am dafür vorgesehenen Radständer angeschlossen. Neben meinem Rad stand ein wunderschöner Stößer mit edlem Ledersattel. Der fiel sofort ins Auge. Leider nicht nur mir, sondern auch anderen. Denn als ich nach höchsten 10 Minuten wieder draußen war,  war er weg, der tolle Sattel, geklaut von einem „Fahrradpiranha“. Fahrradpiranhas stehlen nicht unbedingt das ganze Rad, das ist ja in der Regel irgendwo angeschlossen, sondern alles was am Rad nicht niet- und nagelfest ist. In diesem Fall war es der Sattel. Es hätte auch die Beleuchtung, der Tacho oder sonst ein Teil des Rades sein können. Schließlich kann man ja nicht alles abschließen oder anketten. Schlimmstenfalls kommt man zu seinem Rad zurück und findet nur noch das am Radständer angeschlossene Vorderrad vor.

 

Meinem Rad geht die Luft aus

Mein Rad pfeift auf dem letzten Loch, ich kann es aufpumpen wie ich will, ihm geht die Luft aus. Dabei sind die Schläuche intakt und die Mäntel „unkaputtbar“. Ist mein Rad etwa Passivraucher?

 

Bei Rot über die Kreuzung

Nachdem es in London im September zu einigen Beinahezusammenstößen zwischen Taxen und Radfahrern gekommen war, hat der Verband der niedergelassenen Taxifahrer zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen. Er ließ zwei versteckte Kameras an zwei Kreuzungen mit durchschnittlichem Verkehrsaufkommen aufstellen und filmte in der Rushhour zwischen 7.30 – 8.30 Uhr das Verhalten der Verkehrsteilnehmer an der Ampel.
Der Film zeigt, dass von 364 Radfahrer 194 nicht bei Rot hielten, das heißt mehr als die Hälfte. Hier die Kurzversion des Films:

Dass der Anteil der Verkehrssünder so hoch sein würde, hat selbst die größten Pessimisten erstaunt. Wenn man in Deutschland dabei erwischt wird, wenn man mit seinem Rad bei Rot über die Kreuzung fährt, kostet das zwischen 45 und 180 Euro abhängig davon, wie lange die Ampel schon rot war, ob eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer vorlag oder nicht. Zusätzlich gibt es einen Punkt in Flensburg.

Und, zu welcher Gruppe gehört ihr? Seid ehrlich! Den Bußgeldkatalog für Radfahrer könnt ihr euch beim ADFC herunterladen.

Dinge, die ich als Autofahrer nicht tun würde

Bei Rot über die Straße fahren

Jeden Morgen das gleiche Spiel – ich stehe mit dem Rad an der Ampel. sie ist rot, ich muss warten und weit und breit kein Auto in Sicht. Ich muss mich richtig zwingen, stehen zu bleiben und zu warten. Es klappt nicht immer. Bei Regen oder wenn ich mir einbilde, es richtig eilig zu haben, fahre ich trotz roter Ampel über die Straße. Als Autofahrer würde ich nicht mal auf die Idee kommen, dies zu tun. Da könnte die Straße noch so leer sein, rot heißt warten und grün heißt fahren.

Links abbiegen, obwohl man nur rechts abbiegen darf und Geisterfahrer spielen

Mein täglicher Weg zur Arbeit führt mich an meinem Lieblingsbäcker vorbei. Zwar nicht direkt, aber fast direkt. Eigentlich müsste ich einen kleinen Umweg fahren. Als Autofahrer würde ich das auch zweifelsohne machen, d.h. erst rechts abbiegen, nach 100 m einen U-Turn fahren, nach 200 m nochmals einen U-Turn fahren und wäre dann nach etwa 150 m bei meinem Bäcker. Tatsächlich habe ich das noch nie so gemacht. Stattdessen fahre ich immer als Geisterfahrer auf dem Radweg der mir entgegenkommenden Radfahrer.

Kitzingen ist bunt

 


Nein, das ist nicht mein neues Trekkingrad! Das Foto habe ich auf meiner Main-Radtour im Oktober in Kitzingen geschossen. Da war es zwar ziemlich kalt, das war aber nicht der Grund, warum die AWO das Rad eingekleidet hat. Unter dem Motto „Kitzingen ist bunt!“ wollte der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ein Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität setzen. Dafür wählte die AWO ein außergewöhnliches Mittel, sie strickten Kleider für Fahrräder und platzierten diese dann an verschiedenen Plätzen in der Stadt. Warum nicht, ich habe schon schlimmere Hobbys gesehen. Und Kitzingen war dadurch wirklich farbenfroh.

Ich fahre Rad

Weil es mir Spaß macht

Jetzt könnte ich eigentlich schon den Griffel fallen lassen bzw. auf „Speichern“ drücken, denn damit ist eigentlich schon alles gesagt. Der Vollständigkeit halber werde ich aber noch einige andere Gründe auflisten:

Weil mir da immer die besten Ideen kommen
Egal ob beim Joggen oder Rad fahren, bei sportlicher Aktivität habe ich immer die besten Ideen. Ich weiß nicht wieso das so ist, aber viele Lösungsansätze für berufliche oder private Probleme habe ich beim Rad fahren oder  Joggen gefunden.

Gute Vorsätze für 2014

Sind Vorhaben, die man Silvester noch hat und im Januar bereits in Vergessenheit geraten sind.

Nichts hat eine kürze Halbwertzeit als gute Vorsätze zu Silvester. Was wollen wir nicht alles im neuen Jahr machen: Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, gesünder leben, abnehmen, mehr Zeit mit der Familie verbringen und und und. Irgendetwas hindert uns immer, die Pläne dann auch in die Tat umzusetzen. Ausreden gibt es ja genug. Die Arbeit ist zu stressig, um mit dem Rauchen auzuhören. Man ist auf so vielen nachweihnachtlichen Feiern eingeladen, da ist ans Abnehmen nicht zu denken. Jetzt Rad fahren? Bei dem Wetter? Es regnet, es ist kalt, es ist dunkel und bei dem „Schietweer“ setzt man sowieso keinen Fuß vor die Tür.

Lasst uns also das mit den vielen guten Vorsätzen vergessen! Ein guter Vorsatz reicht doch vollkommen!

Mit dem Rad zur Arbeit!

Und dann braucht ihr euch nach Weihnachten auch nicht all das Zeugs zu kaufen, dass die Discounter jedes Jahr im Januar zum Kauf anbieten: Ergometer, Gymnastikmatten und andere Sportartikel zum Abnehmen.

 

Breite Hintern gibt es nicht, nur schmale Sättel

Will er wirklich nur unser Bestes, der Verkäufer im Fahrradgeschäft?
Ja, er will nur unser Bestes im Sinne von er will unser Geld und ja, er will nur unser Bestes im Sinne von bestens beraten. Dass er unser Geld will, ist legitim. Jeder von uns möchte in angemessener Höhe für seine Tätigkeit entlohnt werden. Dass er uns möglichst gut berät, ist in seinem ureigenen Interesse. Egal ob er das im Ladengeschäft tut oder telefonisch über die Hotline eines Onlineshops. Wenn er uns nämlich nicht gut berät und uns etwas verkauft, was weder zu unserem Budget, noch zu unseren Wünschen oder Einsatzzwecken passt, dann werden wir wie die Brieftaube ständig bei ihm auf der Matte stehen bzw. ihm telefonisch die Hölle heiß machen und uns beschweren, Nachbesserungen fordern und schlimmstenfalls vom Kauf zurücktreten.

Weihnachten – was soll man bloß schenken

Weihnachten kommt ja bekanntlich jedes Jahr unerwartet. Man denkt an nichts Böses, schwupp ist wieder Dezember und es stellt sich die Frage was soll ich meiner / meinem Liebsten schenken. Dazu kommt noch, dass man ständig gefragt wird „Was wünscht du dir eigentlich?“.  Kinder können diese Frage spontan beantworten bzw. ohne Probleme eine DIN  A4 Seite voll mit Wünschen formulieren. Wir Erwachsenen tun uns da schwer. Weil wir im Grunde schon alles haben oder uns selbst kaufen könnten.

Kinderlaufräder – Fluch oder Segen

Heute ist wieder so ein Tag, es ist Sonntag, die Sonne scheint und es zieht die Menschen in Scharen nach draußen in die Grünanlagen der Stadt. Endlich wieder ein wenig Bewegung an frischer Luft ohne Schirm. Vor allem die Kinder bersten vor Bewegungsdrang und sind kaum zu bändigen.

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